Auf der Suche nach dem Paradies

Erinnerungen an einen traumhaften Sommerurlaub

Wer mich kennt weiß, dass ich ein richtiger Wintermensch bin, mit allem, was dazu gehört – Kälte, Schnee, Weihnachten, Schifahren, dicken Pullovern und Wollmützen, Kerzen, Kuscheldecke und dicken Socken. Aber heuer erreicht sogar meine große Liebe zum Winter an meine persönlichen Grenzen. Selten habe ich mich stärker nach dem Frühling und Sommer gesehnt. Bis spät abends im Freien Eisschleckend sitzen und der Sonne beim Untergehen zuschauen. Statt Haube, Handschuhe, Schal und Wollpulli in ein leichtes Frühlingskleid schwingen und endlich ohne Strumpfhose das Haus verlassen. Also sitze ich hier im Wohnzimmer, eingepackt mit Strickjacke, dicken Socken sowie Decke und Katze auf meiner Schoß und draußen wechseln sich Wind, Schneefall und Wolken ab. Genau aus diesem Grund habe ich mir kurzerhand die Fotos aus unserem letzten Sommerurlaub hergenommen und möchte euch gerne das Paradies auf Erden vorstellen: Sao Miguel auf den Azoren (Portugal).

Wir haben die Azoren nach ein paar wundervollen Tagen in Lissabon erkundet (Blogbeitrag dazu folgt noch) und was soll ich sagen: die Insel reicht an Maui (Hawaii) nicht nur heran, nein sie übertrifft sie sogar fast. Aber seht selbst ;) 

10 Gründe, die Azoren als nächstes Reiseziel einzuplanen und das Paradies auf Erden näher kennen zu lernen:

1. Europas einzige Teeplantage

Auf Sao Miguel gibt es die letzten beiden Teeplantagen Europas. Die älteste Plantage Europas Chá Gorreana ist jedenfalls einen Abstecher wert. Die Führung durch die Teefabrik ist recht kurzweilig und interessant. Danach kann man sich mit köstlichem Schwarz- und Grüntee den Bauch "vollschlagen" und natürlich mit Proviant für zu Hause eindecken. Der Grüntee mit Yasmin ist vorzüglich und auch der Schwarztee mit Bergamotte ist ein Traum. Rund herum um die Teeplantage gibt es ein paar sehr nette Wanderungen, die man nicht verpassen sollte. 

2. Heiße Quellen mitten im Urwald

Auf der ganzen Insel verstreut findet man mehrere heiße Quellen, die zum Entspannen und Baden einladen. Eine der schönsten Quellen, Caldeira Velha, ist mitten Im Urwald, umgeben von uralten Bäumen und Sträuchern. Möglichkeiten zum Duschen, Umziehen und Klos sind vor Ort und es gibt zwei verschiedene Becken mit unterschiedlichen Wassertemperaturen. Eine kleine Ausstellung informiert zusätzlich über das Entstehen von heißen Quellen. Jedenfalls einen Besuch wert!

Die künstlich angelegten Wasserpools bei Poça da Dona Beija in Furnas sind ebenfalls wunderschön - vor allem am Abend, kann man nicht nur das heiße Bad, sondern auch die Atmosphäre der Insel genießen. 

Aber es geht sogar noch schöner und cooler, nämlich die Termas da Ferraria bei Ginetes und der wundervolle Pool inmitten vom Meer haben mich verzaubert. Rund herum peitscht das Meer auf die schwarzen Felsen, während man im lauwarmen Salzwasserpool schwimmt und aufs offene Meer starrt. Achtung: Die Straße zur Therme ist sehr steil und eng, unten angekommen sind aber genügend Parkplätze vorhanden.

3. Atemberaubend schöne Strände

Die meisten Strände auf Sao Miguel sind schwarz. Es gibt sowohl im Süden, als auch im Norden ausreichend Bademöglichkeiten - solange das Wetter mitspielt ;) Eine meiner Lieblingsstrände war unser "Hausstrand" Praia de Santa Bárbara bei Ribeira Grande (Lifeguards sind vor Ort). Auch Surfer fühlen sich hier übrigens pudelwohl und oberhalb der Steilwand liegt das wunderschöne Santa Barbara Eco-Beach Resort!

4. Die rauhe See mit seinen Leuchttürmen

Der Leuchtturm von Arnel im Osten der Insel ist traumhaft schön und liegt ganz unten am Meer, während man von einem Steilhang herunterblickt. Bitte unbedingt das Auto oben stehen lassen und zu Fuß zum Leuchtturm marschieren - die Straße ist extrem kurvenreich und vor allem steil, die Gefahr hängen zu bleiben bzw. nicht mehr hoch zu kommen daher einfach zu groß.

5. Städte & Kulturen auf der Insel

Sei es ein Meer voller Blumen an einem Feiertag oder kunstvolle Graffiti an Häuserwänden. Jede noch so kleine Stadt auf der Azoren-Insel überzeugt mit seinem eigenen Charme. Die Gastfreundschaft der Azoreaner ist unübertrefflich. Wir haben uns die ganzen zwei Wochen sehr wohl auf der Insel inmitten von Einheimischen gefühlt. Da die Azoren noch nicht so touristisch sind wie manch andere Inseln in Europa, erlebt man auch Momente und Orte, in denen man ganz alleine oder nur unter Einheimischen ist.

6. Hortensien in Hülle und Fülle

Eine der landestypischen Pflanzen von Sao Miguel ist die Hortensie. Zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr trägt sie viele verschiedene bunte Farben. Die Hortensie ist keine heimische Pflanzenart der Azoren, sondern wurde von Seglern irgendwann eingeführt. Seitdem gedeiht sie auf den portugiesischen Inseln dank des Klimas äußerst prächtig und ist so zum Symbol der Azoren geworden.

7. Wanderungen auf Berge und zwischen Tälern

Sowohl im Landesinneren, als auch am Küstenrand lassen sich zahlreiche Wanderungen finden. Von leicht über mittel bis schwer ist wirklich für jeden etwas dabei. Besonders gut haben uns die Wanderungen um den Furnas See und zu den Seen bei Sete Cidades gefallen. Furnas ist vor allem als Kurort sehr bekannt. Rund um den Süßwassersee kann man spazieren, aber Achtung: der See ist aufgrund von Überdüngung nicht zum Baden geeignet. Die Wanderung ist sehr leicht und angenehm. Wer möchte, kann noch zusätzlich auf den höher gelegenen Berg Pico do Ferro marschieren (dieser Weg ist recht anstrengend und steil, aber man wird mit einem schönen Ausblick belohnt). Die Seen im Krater von Sete Cidades sind das Highlight auf Sao Miguel. Die Wanderung beginnt sehr steil und führt dann rund herum um die beiden Seen (blauer und grüner See) bis hinab in den Krater, wo eine nette kleine Stadt wartet. Leider stehen in der Stadt kaum Taxis zur Verfügung, deswegen sollte man entweder genug Zeit für die Wanderung einplanen, wenn man zu Fuß wieder zum Auto geht oder man bestellt rechtzeitig ein Taxi davor. Wir haben die Taxibestellung leider verabsäumt und sind somit an diesem Tag 24 km mit über 30.000 Schritten marschiert.

8. Geisterhotel mit Weitblick

Oberhalb des Kraters von Sete Cidades liegt das verlassene und ehemalige 5* Hotel Monte Palace. Bitte unbedingt einen Abstecher dorthin einplanen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber der Ausblick von der Dachterrasse ist der absolute Wahnsinn!!!

9. Seen über Seen

Da die Insel vulkanischen Ursprungs ist findet man zahlreiche Seen auf der Insel. Eigentlich sind alle Seen-Wanderungen zu empfehlen, bei der Wanderung zum Lagoa do Fogo (Feuersee) sollte man jedoch unbedingt vorher das Wetter checken, da man sonst vor lauter Nebel gar nichts sieht. Ansonsten ist die Wanderung entlang der Levada (künstlicher Wasserlauf vom See bis an die Küste) wirklich sehr schön.

Tipp: Das Wetter auf den Azoren ist generell sehr wechselhaft und kann von brütend heiß auf windig und frisch innerhalb von ein paar Minuten umschwenken. Daher unbedingt immer nur gut ausgerüstet auf Wanderschaft gehen (mit genügend Proviant, Pullover, Wind- und Wetterjacke, Sonnencreme und Kopfbedeckung).

10. Portugiesische Köstlichkeiten

Nicht nur das Angebot an Fisch und Wein, sondern vor allem die Vielfalt an Fleisch- (Burger und Steak in allen Variationen) und Süßspeisen machen Portugal zu einer richtigen Feinschmeckerkultur. 

Und...konnte ich euch von den Azoren überzeugen?

Ich bin mit über 5.000 Fotos zurückgekommen und selbst die Fotoauswahl besteht noch immer aus 438 Fotos - also kein leichtes Ding hier die Besten auszuwählen. Aber ich denke ich konnte einen guten Einblick in dieses wundervolle Eiland geben. Ich kann euch eine Reise zu den Azoren wirklich ans Herz legen, wobei klar sein muss, dass es sich dabei nicht um einen Strandurlaub, sondern eher um einen Aktivurlaub, mit viel Wandern, Surfen und Bestaunen handelt. 

Alles Liebe und bis bald ♥

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Zwischen Stille und endlosen Weiten

Liebe zur Natur

Es gibt Stadt- und Landmenschen. Richtig, ich bin wohl – ohne es anzweifeln zu können – ein Landmensch! Die Natur ist ein ganz enger Freund von mir. Ich liebe es, mit Pflanzen zu arbeiten, sie zu bestaunen. Ich könnte stundenlang Blumen und Wälder fotografieren, mag den Geruch von frischem Heu (auch wenn mein Körper aufgrund meiner Gräser-Allergie das vielleicht manchmal anders sieht), bin ein Campingfan und wähle sogar freiwillig Campingausflüge im Sommer. Ich könnte mich in Moos zum Schlafen einbetten (wenn da nicht die lästigen kleinen Tiere in der Nacht kommen würden) und freue mich jedes Mal, wenn mir Eichkätzchen, Hase, Reh, Maulwurf, Dachs etc. über den Weg laufen. 

Unsere Urlaube sind daher oftmals auf meinen unersättlichen Drang in die Natur rauszugehen abgestimmt. Diesen Sommer haben wir zwischen Arbeits- und Freizeitstress ein verlängertes Wochenende in Tirol, Seefeld, eingeschoben. Ganz ehrlich - wenn man hier nicht abschalten kann, dann weiß ich nicht wo sonst.

Ruhe einkehren lassen

Seefeld ist ein entzückendes Örtchen (Hochplateau) auf ca. 1.200 m Seehöhe, direkt nach Innsbruck. Als berühmte Olympiaregion bekannt, bietet der Ort auch im Sommer so einiges. Zahlreiche Wander- und Spazierwege - für jedes Alter und jeden Schwierigkeitsgrad - bringen einem die Berge und Wälder eine Spur näher und lassen Ruhe in unserer rastlosen Welt einkehren. Zumindest hatte das bei mir diesen Effekt. Der Wildsee, der sich direkt um Seefeld schlängelt, bietet ebenfalls einen Ruheort der Sonderklasse. Zwischen Minigolfen, Schwimmen, Golfen, Spazieren, Kneippen und Entspannen ist hier für jeden ein ansprechendes Programm dabei.

Hier möchte ich bleiben...

Unser Samstagtrip beginnt auf 1.170 m, mit Anstieg auf die Gehrenspitze. Zielpunkt: Das Gipfelkreuz der Gehrenspitze auf 2.367 m Seehöhe. Die Tour ist mit mittelschwer gekennzeichnet und zeigt eine Dauer von etwa 7 Stunden (für Auf- und Abstieg) an. Unser Samstag beginnt daher (für unsere Verhältnisse) recht zeitig in der Früh, damit wir um Punkt 10.00 Uhr unsere Tour beim Parkplatz Stupfer im Gaistal starten können.

Tipp: Die gesamte Tour könnt ihr hier nachlesen.

Der Anstieg beginnt ziemlich steil und heiß - die Sonnenstrahlen brennen uns auf Rücken und Nacken, aber wir sind unermüdlich. Schließlich liegen noch ein paar Höhenmeter vor uns und wir freuen uns schon auf ein kühles Soda-Zitron ;)

Etappen-Aufstieg

Unser erster Stopp ist die Wettersteinhütte. Wir befinden uns jetzt auf etwa 1.700 m. Der Anstieg war wirklich nicht ohne, aber der Wald hat uns vor der Hitze Schutz geboten. Zwsichendurch haben wir uns mit frisch gepflückten Heidel- und Walderdbeeren den Bauch vollgeschlagen. Nach 2,5 Stunden sind wir endlich da. Die Hütte ist gar nicht mal so klein. Das Sacherwürstel haben wir uns jetzt wirklich verdient. Nach ca. 30 Minuten Futter- und Pipi-Pause geht es aber auch schon weiter Richtung Gehrenspitze. Wir passieren die zweite Hütte Wangalm und bestaunen das einzigartige Panorama, das uns geboten wird. Sowohl wenn wir Richtung Berg schauen, als auch wenn wir ins Tal und auf den gegenüberliegenden imposanten Berg "Hohe Munde" blicken - mit seinen stolzen 2.662 m.

Vorbei an Kühen und Schafen, die uns teilweise den Weg versperren, machen wir einen großen Schwenk nach rechts an der steilen Felswand vorbei und direkt weiter zur Erinnerungshütte. Wenn ich ein Schaf wäre, dann möchte ich bitte genau hier leben. Die Tiere haben einen Panoramablick, den man kaum in Worte fassen kann, und wohl das frischeste und grünste Gras, das ich jemals gesehen habe.

Wir sehen erstmals den Kamm der Gehrenspitze. Das Wetter schwenkt sehr schnell um - von super heiß und sonnig auf düster und mit unzähligen dunklen Wolken. Aber so schnell die bösen Wolken kommen, so schnell verschwinden sie auch. Und so geht es unermüdlich weiter Richtung Kamm. Der Weg ist jetzt sehr schmal und rechts von uns geht es einige hunderte Meter bis ins tiefe Tal hinab. Höhenangst darf man hier eindeutig nicht haben. Auch Trittsicherheit ist bei dieser Tour mehr als gefragt. Immer wieder muss ich stehenbleiben, weil ich dieses tolle Panorama nicht einfach so an mir vorbei ziehen lassen kann. Vom Skifahren bin ich ja einige tolle Blicke und Berglandschaften gewohnt - aber das hier im Sommer zu erleben ist dann doch irgendwie etwas anderes.

Mehr als lohnenswert

Ich kann es sehen - das Gipfelkreuz der Gehrenspitze ragt imposant in den Himmel hinauf. Noch ein paar Schritte und wir haben es geschafft. Es ist schon recht windig und kühl. Wir haben uns bereits unsere Jacken angezogen und Kappen aufgesetzt. Der Weg entlang des Kamms ist richtig anstrengend, da das Geröll alles andere als leicht zu betreten ist.

Oben angekommen - wir können unser Glück kaum fassen - grüßen wir zuerst höflich die drei anderen freundlichen Wanderer und setzen uns mit Jausenbrot, Apfel und Trinkflasche gemütlich neben das Kreuz. Für ein paar Minuten sagt niemand etwas - denn wir genießen einfach nur den Moment. Nachdem wir ein paar Sonnenstrahlen noch eingefangen haben, tragen wir uns in das Gipfelbuch ein und treten den Rückweg an. Etwa 3 Stunden Abstieg liegen jetzt noch vor uns. Noch ein letzter Blick auf die umliegenden Berge und einfach kurz noch das Panorama genießen, bevor wir uns auf den Rückweg Richtung Tal machen.

Kleine Liebeserklärung

Der Abstieg ist recht anstrengend, da es eigentlich immer nur bergab geht und unsere Knie und Füße langsam schlapp machen. Aber wir halten tapfer durch und füllen beim kleinen Wildbach noch unsere letzten Wasserreserven mit frischem Quellwasser auf. Köstlich, sage ich euch!

Unten angekommen machen wir uns auf den Heimweg Richtung Hotel in Seefeld und setzen uns erschöpft zum Abendessen. Eigentlich wollten wir noch im Ort etwas Trinken gehen, aber wir sind so fertig, dass wir keinen Schritt mehr gehen können. Letztendlich haben wir an diesem Tag über 28.000 Schritte und knapp 19 km zurück gelegt. Der Ausblick alleine hat uns aber für alle Fußschmerzen entschädigt. Und die Stille dort oben, werde ich wohl nicht mehr so schnell vergessen. Als wäre man in einer anderen Welt, wo Zeit und Raum keine Rolle spielen. Es erinnert mich ein bisschen an unseren Aufstieg auf den Vulkan von Maui - das war ebenfalls ein unvergesslich schönes Erlebnis. Nur wir beide! Was sonst wo anders passiert, spielt auf einmal keine Rolle mehr.

Erst als wir wieder auf 1.200 m ins Auto steigen, kommt die Realität langsam wieder zurück. Tirol - ich habe mich in den wenigen Tagen ganz schön in dich verliebt. Ich komme auf jeden Fall wieder, auch wenn es nur für einen Tag ist, damit ich dich endlich wieder sehen kann. Und ganz gleich, ob im Winter oder Sommer. So ganz ohne dich möchte ich einfach nicht mehr sein. Bis bald ;) Alles Liebe ♥

RUSTIC & RAW - TEIL 2

Weil der Rustic & Raw Workshop mit Krautkopf vor 1 Monat so großartig war und ich nicht alle Eindrücke gleichzeitig in einen Blogpost packen konnte/wollte, habe ich euch ja versprochen, meine Erlebnisse auf zwei Teile aufzuteilen. Und hier ist er nun: der 2. Teil des Rustic & Raw Workshops von Krautkopf! Den ersten Teil könnt ihr hier nachlesen ;)

Nachhaltiges Wirtschaften

In den 4 Tagen des Rustic & Raw Workshops in Rensow haben wir nicht nur fotografiert, gegessen und geplaudert, sondern waren auch noch richtig produktiv. Wir haben Karotten fermentiert - eine der nachhaltigsten Formen, um Gemüse zu konservieren und vor dem Wegwerfen zu bewahren. Dabei wird das Gemüse (im Ganzen oder geschnitten) gemeinsam mit einer Salzlake in ein Einmachglas gegeben, danach kommt es 2 Wochen an einen kühlen Ort und den Rest erledigen die darin entstehenden Milchsäurebakterien für euch. Fermentiertes Gemüse ist eine köstliche Beilage und geht mit ganz einfachen Mitteln super leicht. Zahlt sich auf jeden Fall aus, das selbst einmal auszuprobieren.

Tipp: Das Verhältnis von Salz und Gemüse sollte bei der Fermentation immer 2:100 sein (z.B. 20 g Salz bei 1 kg Gemüse). Der Rest wird mit Wasser aufgefüllt.

Im kulinarischen Himmel angekommen

Am vorletzten Tag des Workshops haben wir uns in Sachen Essen besonders viel vorgenommen. Es sollte eine Raw Berry Cake für den Nachmittag sein sowie Gerste mit "Grünzeug" als Mittagessen und der letzte Abend sollte außerdem mit einem köstlichen Mahl gebührend gefeiert werden. 

Ich glaub ich habe selten so lange an einer Torte herumgewerkelt, wie an dieser Raw Cake. Da mussten die Datteln geschnitten und die Nüsse zerstampft, die Beeren püriert und das Agar Agar angerührt werden. Dann ab mit dem leckeren Teil in den Kühlschrank und nach ca. 3 Stunden – voilá! Die Torte war trotz hohem Aufwand wirklich ein wahres Geschmackserlebnis - und das alles ohne Backen.

Das Mittagessen ging in der Zubereitung eigentlich recht flott. Ein paar Brennesselblätter aus dem Garten, Gerste im Topf und ein bisschen angeröstete Zucchinis und Zuckererbsen. Und fertig war unser Mittagessen. Aber nicht für uns Fotografen-Nerds. Denn auf der Suche nach dem perfekten Licht, dem perfekten Untergrund und dem perfekten Winkel für das Abfotografien des Tellers sind wir wie aufgescheuchte Hühner durch die ganze "Alte Schule" gerannt und haben das Gericht - jeder für sich - eigenständig interpretiert und mit der Kamera eingefangen. Mein Magen hat schon Kapriolen geschlagen, aber es hat sich so sehr gelohnt.

La Grande Finale

Und dann war es endlich so weit: Der letzte Abend rückte näher und es sollte ein wahres Festmahl werden. Susann von Krautkopf hat mit ganz viel Liebe zum Detail den schönen Holztisch im Garten der "Alten Schule" für uns hergerichtet und für das perfekte Flair gesorgt. Das Essen, das Yannic auf seinem Feuer gezaubert hat, war nicht weniger beeindruckend. Köstliche Kartoffeln direkt am Feuer erhitzt und dazu Spargel in frischem Heu aus dem Garten geräuchert, mit selbst gemachter Heubutter direkt in der heißen Glut gegrillt. Das war ein kulinarisches Highlight der Sonderklasse und hat den perfekten Abschluss unserer 4 Tage symbolisiert.

Eingemummelt in dicke Decken und Schafsfell haben wir uns am Lagerfeuer platziert (nebenbei noch einen Kampf mit den lästigen Riesengelsen geboten), über das Leben sinniert und Geschichten aus unserem Alltag erzählt. Schließlich waren wir ja größtenteils Fremde und wussten nicht viel voneinander. Aber das hat dem ganzen Abend keinem Abbruch getan, sondern hat ihn eigentlich noch spannender gemacht.

Danke ihr Lieben (sowohl Krautkopf, als auch alle anderen Workshopteilnehmerinnen), dass ihr dieses Wochenende für mich so besonders gemacht habt. Es war wie ein Treffen unter alten Freunden, die das gleiche Hobby teilen. Vielleicht laufen wir uns irgendwann einmal wieder über den Weg ;) Alles Liebe und hoffentlich bis bald ♥

Ostern auf 1.000 m Seehöhe

Dem schlechten Wetter zum Trotz haben wir uns am Ostersamstag auf 1.000 m Seehöhe nach Rohrmoos zur Waldhäuslalm begeben und sind danach bergabwärts zu Fuß nach Schladming spaziert. Eine interessante Wanderroute, zwischen schneebedeckten Bergen, kahlen Wiesen, dichtem Wald und dem wilden Talbach. Der kalte Wind hat uns um die Ohren gepeitscht, aber trotzdem hat sich ab und zu ein kleiner Sonnenstrahl unter der teils dichten Wolkendecke hervor getraut. Und so ging es dick eingepackt mit Fleecepulli, Schal und Regenjacke talabwärts, vorbei an Kuhherden, grasenden Pferden, stillen Orten, rauschendem Wasser, kleinen Holzhütten und dem sogenannten Toteisboden.

Ruhig, ruhiger, Toteisboden

Ein auffälliger Bereich im Rohrmooser Untertal besteht aus dem sogenannten Toteisboden (auch Steilhangmoor genannt). Der Bereich steht seit 1968 unter Naturschutz und stellt aufgrund von Lage und Ausprägungen eine ökologische Besonderheit dar. Bei Toteisboden handelt es sich um "moosüberkleidete Kaltluftblockhalde", wodurch eine besondere Vegetation hervorgerufen wird, wie zum Beispiel Rotes Torfmoos und Zwergbirken. Zusätzlich befindet sich am Toteisboden im Untertal eine hohe Artenvielfalt von Flechten, Moosen, Farnen sowie lichenicolen Pilzen. Der Boden entstand bereits vor über 10.000 Jahren in der Eiszeit, als durch einen Bergsturz eine „Schutthalde“ aus großen Felsblöcken entstand. Die Felsblöcke sind heute locker aufgeschichtet, wodurch ein Windröhrensystem entsteht, das den Boden extrem abkühlt – sogar im Sommer. Der Boden ist teilweise sogar so kalt, dass selbst im Frühsommer Eis vorhanden ist. Toteisboden lässt sich einerseits durch die gelben Wiesen und andererseits die Vegetation, wie etwa Rotes Torfmoos, gut erkennen.

Inmitten des Toteisgebiets befindet sich ein kleiner Lehrpfad, an dem man die besonderen Eigenschaften dieses Bodens nochmals bestaunen kann. Tief rosarote kleine Pflänzchen tummeln sich auf dem wilden und teils urig wirkenden, muggeligen Boden und versetzen einen kurzerhand in eine andere Welt. Ich fühle mich so, als würden umgehend kleine Hobbits aus ihren Höhlen gekrochen kommen und mich auf eine besondere Reise entführen.

Es wirkt sehr still hier - weder Vogel, noch Eichkätzchen lassen sich blicken. Ich könnte stundenlang auf die kleinen roten Pflänzchen starren und ihrem Grund nachgehen, wohin sie verlaufen bzw. wo und wann sie sich mit anderen Pflanzen verbünden. Denn so schnell kann man gar nicht schauen, verschwimmen die tiefroten Töne auf einmal mit einem satten Hellgrün und dieses Grün wird wiederum langsam zu einem Braunton, bis schließlich der natürliche Waldboden beginnt. Das hier ist ein wahres Naturschauspiel, das ihr euch unbedingt einmal anschauen müsst.

Nähere Infos zum Wanderweg Wilde Wasser und die Eigenschaften von Toteisboden findet ihr hier

Für die knapp 7 km vom Untertal nach Schladming benötigt man zu Fuß in etwa 1,45 Std. Der Schluss des Wanderweges führt über den Talbachweg – über den ich euch hier bereits ausführlich erzählt habe – und man wird mit einem beeindruckenden Panorama über das Dachsteingebirge belohnt.

Nach dem beeindruckenden Spaziergang/Wanderweg ging es für uns ab zur Familie und zur Spielesession mit den Kids. Hoffentlich hattet ihr ebenfalls ein schönes und vor allem erholsames verlängertes Osterwochenende, mit ganz viel Freude, Spaß und Genuss, einer gesunden Portion Familientalk und einem köstlichen Osterschmaus. Alles Liebe und bis bald ♥ 

Der Natur so nah

Von wegen "Stille & Einsamkeit"

Das Wasser rauscht in Windeseile das Flussbett entlang und schmeißt sich wagemutig die Felswand talabwärts. Von weitem kann man schon die Wassermassen aufgrund des lauten Getöses erahnen. Links und rechts neben dem Weg hängen meterlange Eiszapfen herunter und zeigen den Weg hin zum reißenden Talbach. Unglaublich, wie viel Kraft Wasser doch haben kann. Die Sonne kämpft sich mutig zwischen Zweigen und Ästen ihren Weg durch die Wälder hindurch und es scheint so, als würden die Sonnenstrahlen versuchen auf der Wasseroberfläche zu tanzen. Vögel sitzen in den hohen Bäumen und erzählen bzw. singen uns ihre Geschichte der Welt. Beim Blick gegen die Sonne wirkt es so, als würde es regnen, da dicke Tropfen von den Bäumen herunterpurzeln, die bis vor ein paar Sekunden noch als schwere Schneemasse auf den Tannen lagen. Der Schnee unter meinen Füßen hinterlässt ein knirschendes Geräusch, die Kälte scheint mir gar nichts auszumachen, denn der Moment ist nahezu perfekt. Versunken in dem Schauspiel der Natur, wo weder Stille noch Einsamkeit herrscht, gehe ich den Talbach entlang. 

Knapp 1 1/2 Stunden dauert der Talbachklamm-Rundweg von Schladming nach Rohrmoos-Untertal (Steiermark, Österreich) und jedes Mal schaffe ich den Weg nicht unter 3 Stunden, da ich von Wasser, Licht, Stimmung & Moment so gefesselt bin, dass ich nicht weiß, ob ich mich für den Blick durch die Kamera oder doch lieber einfach nur für das Genießen entscheiden soll. Meistens mache ich beides und genau darum gehen meine Mitmenschen nicht so gerne mit mir Spazieren bzw. Wandern - denn da können einfache Wanderungen schon einmal doppelt so lange dauern, wie angegeben ;)

Zwischen Sonne & Wald

Am Ende der Talbachklamm kommt man an eine wunderschöne Lichtung, mit (meist) viel Sonne, alten Holzhütten, unzählige im Winter mit Schnee bedeckte Wiesen und wir mit einem tollen Blick auf die Planai-West-Gondel und das Hochwurzen-Skigebiet belohnt. Genau hier steht man sozusagen am Beginn des Untertals. Plötzlich ist vom tosenden Wasserrauschen nichts mehr zu hören - viel eher machen sich Wiesen, so weit das Auge reicht, ein schmaler Weg zwischen Bergen Richtung "Wilde Wasser" und wunderschönen Bergseen (z.B. Riesachsee) sowie ein unbezahlbarer Blick auf das Dachsteingebirge bemerkbar. Der Weg zurück nach Schladming ist genauso schön und führt ein bisschen oberhalb vorbei an der Mittelstation der Planai-Gondel direkt in die Stadt.

Tipp: Die Talbachklamm ist bis 24 Uhr beleuchtet und daher auch nachts zu begehen und ein absolutes Highlight. Mit all dem Schnee und dem reißenden Talbach eine wirklich lohnende Tour - auch für Anfänger & Kinder geeignet, da der Weg sehr breit und nur leicht ansteigend ist.

Ich denke man muss kein Naturliebhaber (wie ich) sein, um solch ein Naturschauspiel genießen zu können. Einfach Mütze, Schal und Handschuhe packen, wasserfestes Schuhwerk anziehen, Kamera um den Hals hängen und ab geht es in die Natur. Versprochen: Es lohnt sich! Alles Liebe und bis bald ♥

Zeit für die Liebsten

Die Vorweihnachtszeit

Wenn ich durch die Straßen von Wien gehe und – gerade in der Vorweihnachtszeit – überall die Plakate von Hilfsorganisationen sehe, wird mir regelrecht flau im Magen. Es ist nur ein Beispiel, aber trotzdem eines, das mich beschäftigt! All die Menschen, die unsere Hilfe benötigen - aber eben NICHT NUR in der Weihnachtszeit! Warum sind wir zu Weihnachten hilfsbereiter? Ist es das schlechte Gewissen oder schickt es sich besonders zu Weihnachten anderen zu helfen? Ist Spenden unser Geschenk an andere, denen es vielleicht nicht so gut geht? Warum brauchen wir einen Grund, um Gutes zu tun bzw. warum müssen wir überhaupt daran erinnert werden? Fragen über Fragen, die mich gerade in der Vorweihnachtszeit beschäftigen, aber auf die ich so schnell und einfach keine Antwort weiß. Und ich muss gestehen: Ich darf mich unter all den Fragen nicht ausnehmen! Denn was bedeutet für mich Weihnachten?

Irgendwas zwischen Familie, Heim kommen, Regeneration und Genuss

Jeder feiert und definiert Weihnachten anders und hat in gewisser Weise auch seine eigene To-do-Liste, die er bzw. sie zu Weihnachten abarbeitet. Sei es nun das Besorgen von Weihnachtsgeschenken, das Mithelfen bei gemeinnützigen Organisationen, das Spenden, das Zusammenkommen mit Freunden/Familie oder das Vorbereiten mit Keksen und Festmahl auf den großen Abend. Weihnachten bedeutet für mich vor allem Familie, Heim kommen sowie Regeneration und Genuss: 

  • Feiern nicht nur mit meiner Familie, sondern auch mit jener meines Mannes und mit unseren Freunden ist mir sehr wichtig und macht Weihnachten erst richtig zu einem besinnlichen Fest unter jenen Menschen, die mir so viel bedeuten. Denn es sind jene Menschen, die mir in schlechten Zeiten beistehen.
  • Heim kommen – nicht nur in unser Zuhause, sondern in das Heim von unseren Freunden und unserer Familie. Genau das macht für mich Weihnachten erst zum richtigen Fest.
  • Die Regeneration von all den schlechten Tagen im Jahr, die einem viel Kraft geraubt haben. Erholung von Rückschlägen sowie nicht erreichten Zielen und Auftanken von wichtigen Energiereserven und Glückshormonen sind mein Hauptziel in der Weihnachtszeit.
  • Der Genuss spielt gerade zu den Festtagen eine entscheidende Rolle für Augen, Gaumen und das Herz. Köstliches Essen, guter Wein, vom Herzen kommende Geschenke, lustige (Spiele-)Abende unter Freunden, tiefgründige Gespräche und der Genuss von Momenten machen diese Zeit für mich so besonders.

Ruhezeit am See

Heuer hat sich meine Familie den Mondsee als Ort zum (Vor-)Feiern von Weihnachten, Ausruhen, Heim kommen und Genießen ausgesucht. Für kurze Zeit Abschalten - auch wenn es nur für 2 Tage ist. In der stressigsten Zeit im Jahr für kurze Zeit Essen und Trinken genießen - auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Und für kurze Zeit mit der Familie an einem großen Tisch sitzen, sich unterhalten, Geschichten erzählen und aufmerksam zuhören - auch wenn es nur für den Moment ist. Genau das macht doch Weihnachten aus, oder!?

Still stehe ich vor dem großen See und betrachte das spiegelglatte Wasser, das lediglich durch kleine Wellen des Schwans, der in weiter Ferne durch das Wasser streicht, bewegt wird. Ich lasse das Jahr nochmals Revue passieren und blicke auf die schönen und schwierigen Zeiten zurück. Ich höre nichts, außer das Klicken meines Fotoapparats und für einen kurzen Moment fühle ich mich wie in einem Film. Durch den Sucher beobachte ich die Szenerie, die sich vor mir abspielt. Möwen landen auf dem alten Holzsteg am Ufer, um nach Fischen Ausschau zu halten. Schwäne strecken gierig ihre Hälse den Menschen am Ufer entgegen, um endlich ein Stück Brot zu erhaschen. In der Ferne erstreckt sich der Schafberg mit einer leicht angezuckerten Spitze empor und zwischen Wasser und Berg schlängelt sich langsam eine leichte Nebeldecke entlang. Man könnte meinen ich stehe hier ganz alleine und bin nur für mich. Aber so ist es nicht. Ich bin umgeben von mir besonders wichtigen Menschen - meiner Familie. Sie macht mich zu dem, was ich bin. Sie bringt mich zum Lachen und steht zu mir. Und es kommt mir so vor, als würde es mir gerade gleich machen. Stillschweigen und Genießen! Was für ein schönes Gefühl hier mit meinen Liebsten einfach nur zu stehen :)

Wenn ich könnte, würde ich diesen Moment, diese Ruhe und das Beisammensein für die schlechten Tage im Jahr aufbewahren und immer dann abrufen, wenn ich es brauche. Mögen eure Weihnachten unvergesslich werden. Mit viel Liebe, viel Freude, viel Genuss, viel Erholung, viel Zeit mit Familie & Freunden und einem gemütlichen Ort zum Heim kommen. Mögen alle Sorgen in den Hintergrund rücken und die glücklichen Stunden und Momente die Oberhand gewinnen. Mögen die wundervollen Tage unvergesslich werden und euer Buch an Erinnerungen mit vielen neuen Gedanken gefüllt werden. Möge jedem von euch ein Mensch zur Seite stehen, der euch zum Lachen bringt und Glück ausstrahlt. Denn genau dann wird es ein wunderschönes, unvergessliches Weihnachten. Alles Liebe und bis bald

10 Gründe, warum ich Kroatien liebe

Die letzten beiden Jahre sind wir für unsere Sommerurlaube nach Maui und Mauritius sehr weit gereist - man möchte fast sagen "ans Ende der Welt". Es war schön und es war aufregend, aber dabei vergisst man oft, dass es auch in der näheren Umgebung von Österreich sehr schön und erholsam sein kann. Ganz ohne 24-Stunden Flug und Luxushotel. Darum haben wir uns heuer mit Zelt und vollbepacktem Auto (inkl. Schlauchboot und Paddel) auf den Weg nach Kroatien gemacht. Unsere Ziele: Split - Insel Vis - Insel Hvar. Auch wenn das Wetter teilweise ein paar Faxen gemacht hat, war es ein toller Trip. Wir haben sehr viel gesehen und werden bestimmt wieder kommen. Einfach weil man hier noch die abgelegenen und ruhigen Plätze findet, an denen man ganz alleine bzw. nur zu zweit vor sich hin träumen kann. Ich kann euch sagen, das hilft ungemein beim Entspannen.

Mein Reisetagebuch

Wie eine Verrückte habe ich heuer schon 1 Monat vor der Abreise in unseren wohlverdienten Urlaub begonnen, die beiden (ja wir hatten 2) Reiseführer durchgestöbert und wichtige bzw. sehenswerte Orte markiert. Das kann ich euch nur empfehlen, damit man sich nachher nicht ärgert, dass man irgendetwas Tolles verpasst hat. Und dann war es endlich so weit und es ging ab nach Split. Die 8-stündige Fahrt war eigentlich recht mühelos, da man von Wien aus fast nur Autobahn fahrt. Damit ich während unseres Urlaubs auch wirklich kein Missgeschick oder eine lustige Geschichte vergesse, habe ich gleich am ersten Tag mit meinem Reisetagebuch begonnen. Ist manchmal ganz lustig, witzige Geschichten nachher nochmals aufzuschreiben und beim Schreiben nochmals zu schmunzeln. Und natürlich möchte ich euch eine lustige Szene aus meinem Reisetagebuch nicht vorenthalten:

"Nach einer etwas mühsamen Fahrt auf der Fähre (Dauer 2,5 Stunden und 7 Uhr Früh Abfahrt) sind wir nun endlich auf der Insel Vis angekommen. Wir haben unser Apartment gleich gefunden, jedoch ist es überbucht. Wir können uns gerade etwas Schöneres vorstellen als das hier. Aber naja zum Glück wird uns gleich ein alternatives Apartment angeboten. Randnotiz: die Besitzerin des Apartments spricht nur kroatisch und französisch. Ich hab keine Ahnung, was sie uns sagt oder erzählt! Irgendwas mit Schlüssel, Markise und Bett. Haha, sie spricht auch ständig Niki an, obwohl der kein Wort versteht. Ich könnte Tränen lachen, überwinde mich nach ein paar Minuten aber doch ihm ein bisschen mit dem Französisch zu helfen. Die erste Nacht war übrigens weniger fein, da mein Polster einem Sandsack gleicht. Werde ihn wohl morgen mit Niki's Polster austauschen ;)"

Mein Top 10 Ranking, warum ich Kroatien so liebe:

1. Die Secret Caves

2. Die Geschichte & Tradition

3. Die wundervolle Unterwasserwelt

4. Die Sonnenuntergänge

5. Das unbeschreibliche Licht #nofilterneeded

6. Die scheinbar unendlichen Weiten

7. Die leeren Gässchen

8. Die kleinen Kirchen und Denkmäler

9. Das wundervoll türkisblau leuchtende Meer und die Kies-/Felsstrände

10. Die Stille

Natürlich fehlt hier noch die liebevolle Art der Einheimischen und das Flair von Kroatien - das ist nur recht schwer fotografisch einzufangen ;)

Ich hoffe ihr hattet ebenfalls einen super schönen entspannenden, erholsamen, lustigen, abenteuerlichen und unvergesslichen Sommerurlaub. Also ich bin schon bereit für die Planung des nächsten Sommerurlaubs. Vielleicht wieder die Insel Vis oder doch wieder ein bisschen weiter weg nach Sri Lanka oder Vietnam?! Wir werden es sehen. Ich lass mich da einmal von Pinterest inspirieren und entscheide dann gemeinsam mit meinem Mann aus dem Bauch heraus.

Kleiner Tipp: Wer es weniger touristisch, aber dafür umso ruhiger und verlassener mag, den lege ich die Insel Vis sehr ans Herz. Die Örtchen auf Vis sind klein, aber sehr schön angelegt. Die Kroaten sind sehr gastfreundlich und wissen, wie man gutes Essen macht. Vor allem der Fisch ist ein Hammer - und das sage ausgerechnet ich, als altbekannte Fischverweigerin. Am besten ist es, mit dem eigenen Auto anzureisen oder sich ein Moped auszuleihen, denn viele verlassene Buchten sind nur mit dem Auto und einem anschließenden breiten Fußweg erreichbar. Oder man kommt gleich über das Wasser mit dem eigenen Boot - das wäre natürlich das Optimum :)

Von mir aus kann der Herbst jetzt kommen. Ich bin bereit! Alles Liebe und bis bald

Irgendwo zwischen Kasnudeln und dem Blau des Sees

Der Zauberort

Es gibt Orte, an denen man einfach die Zeit vergisst. Nicht nur, weil sie so schön sind, sondern vor allem weil sie Balsam für die Seele sind. Für mich liegt dieser "Zauberort" in Kärnten. Seit meiner Kindheit fahren wir jedes Jahr zu Pfingsten an den schönen Längsee auf einen entzückenden Bauernhof. Und nach all den Jahren hat weder der Ort, noch der Bauernhof seinen Charme verloren.

Immer ein bisschen mehr

Irgendwie sind die Grashalme am Längsee immer ein bisschen grüner, die Leute immer ein bisschen netter und die Sonne scheint immer ein bisschen stärker. Selbst die Hunde und Katzen scheinen dort glücklicher zu sein als in Wien. Ganz zu schweigen von dem Essen, das einfach nur zum Niederknien ist - ganz gleich ob die Pippale (Hühner) oder Kärntner Kasnudeln (ein Traditionsgericht aus Kärnten). Genau das ist auch der Grund, warum wir jedes Jahr wieder gemeinsam mit meinen Eltenr nach Kärnten fahren. Eigentlich sollte man meinen, dass die Zeit für gemeinsame Reisen mit den Eltern vor knapp 14 Jahren geendet hat. Aber nein...es ist auch schön, wenn man 3 Tage gemeinsam mit der Familie verbringen kann - ganz ungezwungen und ungebunden.

Und genau diese Szenen und Bilder machen Kärnten und die Gegend rund um den Längsee für mich zum absoluten "Zauberort" und Erholungsaufenthalt:

Neue Liebe zur Heimat

Und irgendwo zwischen dem Grün des Magdalensbergs, den Ruinen der Burg Tagenbrunn, dem Tiefblau des Längsees und dem Geschmack der Kärntner Kasnudeln verliebe ich mich jedes Jahr aufs Neue in dieses wundervolle Fleckchen und lasse es ein Stück mehr zu meiner Heimat werden.

Selbst wenn es regnet, lockt uns der Wald zu einem Spaziergang und das kleine Bächlein mit angrenzender Kuhweide zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. In Wien geht es einfach nicht, dass ich der Natur noch so nahe bin und gleichzeitig die Zeit genießen kann. Vielleicht liegt es am urbanen Stress oder einfach an der Tatsache, dass ich zu Hause bin und nicht richtig abschalten kann. Das geht bei mir eben nur hier in Kärnten.

Los lassen und sich gehen lassen!
Los lassen und in den Tag hinein spazieren!
Los lassen und sich an den kleinen Dingen erfreuen!

Ich wünsche euch einen wundervollen Wochenstart. Alles Liebe und bis bald

 

Paradiesisch

Hoch hinaus

Es ist 2 Uhr am Morgen und wir stehen voll bepackt mit unseren Turnschuhen, 2 Wasserflaschen und einem kleinen Lunchpaket in der Lobby unseres Hotels. Weit und breit niemand, außer die Rezeptionistin, der wir verschlafen unseren Autoschlüssel in die Hand drücken, damit sie unser Auto vorfährt. Wir steigen bei lauschigen 22° Celsius ins Auto ein und machen uns auf eine 2,5 stündige Fahrt auf den höchsten Berg von Maui bereit, der zugleich ein erloschener Vulkan ist. Die Strecke kommt mir ewig vor. Alles rund herum ist stockfinster, man sieht weder das Meer, noch die Bäume entlang der Küstenstraße. Mir wird schon flau im Magen, wenn ich daran denke, dass noch 3.000 Höhenmeter auf uns zukommen.

Es ist 4.45 Uhr am Morgen! Wir haben es geschafft! Wir befinden uns auf 3.050 Höhenmeter - rundherum nichts, außer Dunkelheit und vereinzelt ein paar andere Touristen. Es ist eisig kalt! Das Autothermometer zeigt 8°C an; es fühlt sich aber wie 2°C an. Ich schmiege mich in meinen warmen Pullover hinein und genieße ein leckeres Banana Bread aus meiner Lunchbox direkt am Summit vom Haleakala Vulkan.

Es ist 6.10 Uhr am Morgen! Es dauert nicht mehr lange - die Sonne erhellt schon leicht den Himmel und lasst ihn in einem strahlenden Gelb-Orange erleuchten. Langsam ziehen unzählige Wattebausch-Wolken an uns vorüber und machen Platz für die gewaltige Kraft der Sonne. Selten habe ich so ein wundervolles Naturschauspiel gesehen. Keiner sollte sich so einen wundervollen Sonnenaufgang entgehen lassen. Denn auch das, was danach folgt, hat so einiges zu bieten.

Stille & Grün

Es gibt mehrere Wanderwege am Haleakala Vulkan von Maui, wovon zwei wirklich sehenswert sind. Der Sliding Trail führt entlang eines extrem kargen, rotsandigen Weges. Weit und breit nichts. Keine Bäume, keine Tiere, kleine Blumen. Stille. Ich höre nichts und für ein paar Sekunden läuft mir ein kurzer Schauer über den Rücken. So stelle ich mir das Weltall vor - Ruhe und Stille, überall wo man hinsieht.

Der andere Wanderweg stellt das genaue Gegenteil dar und befindet sich auf ca. 2.500 Höhenmeter. Der Weg schlängelt sich entlang von grünen Büschen und Bäumen, die Vögel singen, die Nénés (eine endemische Gänseart) schnattern und die Natur zeigt sich in einem satten Grünton. Hier wandert man in Serpentinen einen Berg hinunter, passiert erloschene Lavasteine und gelangt schließlich inmitten des Vulkanbeckens.

Die andere Seite von Maui

Und dann gibt es da auch noch die andere Seite von Maui. Nämlich jene Seite, die man aus zahlreichen Filmen und von Fotos kennt.

Ein Maui mit wundervollen Stränden und Buchten.

Ein Maui mit kristallklarem Wasser und einer atemberaubenden Unterwasserwelt, wo sich Schildkröten (auch Honu genannt) und Manterrochen die Flosse reichen.

Ein Maui, das tropischer nicht sein könnte.

Ein Maui, das mit Sandstränden in den Farben Rot, Schwarz und Gelb aufwartet.

Und zu guter Letzt ein Maui, das eine atemberaubende Natur bereit hält.

Schmankerl auf Maui

Das Essen auf Maui ist sehr amerikanisch. Neben Bacon und Pancakes findet man noch zahlreiche Fastfood-Ketten und Fischspezialitäten. Aber auch die Hawaiianische Küche hat so einiges zu bieten. Besonders Fisch und Hühnchen mit Macadamia Nut und Kalua Pork (Schwein in Bananenblättern geräuchert) sind exzellent.

Ihr wollt dem Paradies ganz nahe sein? Ihr wollt einzigartige Stille erleben und einen der schönsten Sonnenaufgänge genießen? Dann seid ihr auf Maui genau richtig. Genießt die Ruhe, lasst euch vom Rhythmus der Insel mitreißen und sondert euch vom Massentourismus ab, denn nur dann kann man die wundervolle Vielfalt der Insel wirklich erleben. Alles Liebe und bis bald



Plated Stories in Chinon

Food Photography Workshop in Frankreich

Nicht die Aufregung, sondern die Vorfreude machte dieses verlängerte Wochenende letzte Woche in Chinon (Frankreich) so unglaublich besonders. Für 4 Tage konnte ich den Alltag hinter mir lassen, mich voll und ganz meiner Leidenschaft zur Fotografie und zum Schreiben zuwenden und den Ausführungen von Jamie und Ilva von Plated Stories in deren individuell gestalteten Workshop folgen.

 Hôtel Diderot

Hôtel Diderot

Meine Intuition

Was mich dazu bewegt hat, einen Workshop in Frankreich zu besuchen, war vor allem die Tatsache, mit zwei herausragenden Frauen und Künstlerinnen zusammen zu kommen, die von ihrem Handwerk auf so wundervoll individuelle Weise etwas verstehen und versuchen, die Unmenge an Wissen an uns Workshopteilnehmerinnen weiterzutragen. Der zweite Grund war wohl die Jahreszeit und Gegend. Wie oft kommt man Anfang April nach Frankreich, um die Landschaft zu genießen und neue Erfahrungen zu sammeln?!

Chinon und der Rest der Welt

Vorbei an unzähligen Kreisverkehren, die auf den ersten Blick wie undefinierbare Kreise am Boden aussehen, und entlang der Le Vienne bis hin zum Centre Ville von Chinon. Überall Blumen und Ranken in den schönsten Farben, die der Frühling nur so zu bieten hat. Da reiht sich das blasse Lila ungeniert neben das satte Grün und verbindet sich vor dem Lichtgrau der Hausmauern. Versteckt zwischen zwei kleinen Gässchen, die entzückender gar nicht sein könnten, befindet sich das liebevoll von Jamie und Jean-Pierre geführte Hotel Diderot. Man stelle sich hierbei ein weißes zwei stöckiges Gebäude vor, welches von einer wundervollen Wendeltreppe nach außen geziert wird und umgeben von Bäumen, Sträuchern, Blumen und Kakteen ist. Jedem ist selbst überlassen, ob er kurz im Garten verweilt und die Stimmung genießt oder in das anfangs recht dunkel wirkende Entrée des Hotels hinein geht und sich von Möbelstücken vergangener Zeiten inspirieren lässt. Ein paar Stufen aufwärts und man steht mitten in einem entzückenden kleinen Zimmer, das sehr geschmackvoll eingerichtet und mit herzlichen Details verfeinert ist. 

Sobald man den Schritt vor die Pforten des Hotels wagt, befindet man sich quasi inmitten der kleinen Stadt. Hier treffen Junge auf Alte und Vögel auf Hunde, aber irgendwie wirkt es trotzdem ein bisschen leer. Die Geschichte der Stadt geht auf das 14. Jahrhundert zurück, mit all seinen Burgen und Königen bis hin zur Jungfrau von Orléans. Und trotz dieses geschichtsträchtigen Hintergrundes der Stadt und der wunderschönen alten Häuser, die sich durch das ganze Zentrum der Stadt ziehen, findet man in jedem zweiten Haus ein Schild mit "À vendre" (zu Verkaufen). Eigentlich schade, aber es wirkt so, als hätte die Stadt ihre Bewohner verloren und nur noch die Touristen beleben das  Zentrum der Stadt.

Aber trotz des Mangels an Menschen (oder gerade deswegen?!) ist es interessant, den Hintergrund von Chinon kennenzulernen, gedanklich in fast vergessenen Geschichten zu wühlen und die Natur von Frankreich auf sich wirken zu lassen. Wenn man den Blick hoch oben am Kirchturm des Châteaus schweifen lässt, blickt man in der Ferne auf Wein- und Rapsfelder, sowie auf wunderschöne Maisons und Grünflächen, die sich neben dem Fluss entlangschlängeln. Das grenzt schon fast ein bisschen an Voyeurismus, wenn man entlang in der Schatzkammer der Könige deren Geschichte erfährt. Auf einer hellen Steinbank sitzend, mit halb verschlossenen Fenstern rundherum, kann man in einem abgedunkelten Raum den Filmen, die das Leben damals zeigen, folgen und sich einen ersten Eindruck verschaffen. Vielleicht nicht jedermann's Vorliebe, aber durchaus interessant ;)

Es ist so schön, ein anderes Land fernab von den Touristenmassen kennen zu lernen und in die Gewohnheiten der Kultur einzutauchen. Für kurze Zeit einfach ein Teil der Gesellschaft sein und sich verzaubern lassen ;) Alles Liebe und bis bald 

Welcome 2015!

1, 2, 3...und schon ist die Weihnachtszeit wieder vorbei und wir befinden uns bereits in den Anfängen des neuen Jahres 2015. Schluss mit niedlichen Rentieren, glänzenden Sternen und kitschigen Engeln. Jetzt wird schnell wieder alles eingemottet und bereits an das nächste Event gedacht. Ist das bei euch auch so? Ich verrate euch etwas - bei mir steht der Baum bis Ende Jänner, mein Holzrentier mit rot-weißer Mütze steht noch immer am Esstisch und sogar die Weihnachtsplätzchen haben noch immer einen Ehrenplatz auf unserem Couchtisch. Ich weigere mich nämlich diese wundervollen Accessoires, die eine beharrliche Stimmung in unserer Wohnung verbreiten, wieder wegzusperren und erfreue mich an leisem Schneefall und Kerzenschein :) Ich möchte doch auch mit diesem wundervollen Gefühl im Bauch das neue Jahr einläuten.

 Planai, Rohrmoos/Schladming, Steiermark

Planai, Rohrmoos/Schladming, Steiermark

Auch dieses Weihnachten haben wir wieder eine wunderschöne Zeit in Schladming (Steiermark) mit der Familie meines Freundes verbracht und nicht nur die stille Zeit genossen, sondern auch den Schneeflocken beim Tanzen zugesehen - obwohl es anfangs so gar nicht nach Schnee und Winterstimmung ausgesehen hat! Und zwischen Schifahren, Schitouren gehen und Wandern habe ich meine Liebe zu Granatäpfeln neu entdeckt. Und zwar so richtig! Garantäpfelkerne im Salat, im Müsli, als Vorspeise, für zwischendurch etc. - meiner Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Und am liebsten habe ich den Granatapfel mit meinem Neffen ausgelöst und nahezu Stunden für das "Entkernen" benötigt - aber es hat sich jedes Mal gelohnt. Aber seht selbst, wie der wunderschöne Rotton des Granatapfels wundervoll mit dem Grünton des Rosmarins harmoniert. 

Zu guter Letzt möchte ich euch auch keinesfalls die schöne Schneelandschaft auf der Hochwurzen vorenthalten, die mich richtig verzückt hat. Mit den vom Schnee bedeckten Zweigen und einsamen Winterwanderwegen war ich wohl richtig in meinem Element. Und nach den ganzen Erholungstagen bin ich nun wirklich top-fit für das neue Jahr! 2015 kann kommen, denn ich stehe schon in den Startlöchern und bin für den Absprung bereit ;)

 Hochwurzen, Rohrmoos/Schladming, Steiermark

Hochwurzen, Rohrmoos/Schladming, Steiermark

Ich freue mich auf ein wundervolles und vor allem spannendes Jahr. Ich hoffe auch dieses Jahr begleiten mich wieder herausragende Talente, die meine Arbeit so lohnenswert machen und ihr lasst euch von mir ein paar Tipps und Tricks oder einfach nur Inspirationen geben. Natürlich bin ich gespannt, was mich heuer erwartet, aber ich weiß, dass es ein ganz tolles Jahr werden wird. Hoffentlich seid ihr auch schon so in einer "Das-neue-Jahr-wird-super"-Stimmung :) Alles Liebe und bis bald 

Vielfalt und Einzigartigkeit auf Mauritius

Heute geht es einmal nicht (nur) um Essen und Essenfotografie. Denn ich durfte mit meinem Freund zwei wunderschöne Wochen auf der Trauminsel Mauritius verbringen und war von dem Eiland mehr als beeindruckt. Die Insel verzaubert in vielerlei  Hinsicht. In Mauritius sind über 85 Religionen vertreten und es gibt mehrere Hauptsprachen, wie etwa Englisch, Französisch, Kreolisch etc. Die meisten Einwohner sprechen 4-7 Sprachen und kommen aus den verschiedensten Teilen der ganzen Welt, dazu zählt vor allem Indien und Südafrika. Dies alleine zeigt schon, wie vielfältig und aufgeschlossen das schöne Land ist. Da könnten wir Europäer uns ruhig ein Stückchen abschauen.

 Public Beach in Mont Choisy, Mauritius

Public Beach in Mont Choisy, Mauritius

Unser Hauptaugenmerk in unserem Urlaub galt nicht nur dem wunderschönen Strand, mit seinen Filaoswäldern und Palmen, sondern vor allem auch der Kultur und den Eigenheiten des Landes. Da wir nämlich nicht nur Strandlieger, sondern auch Weltenbummler sind, haben wir die Insel an allen erdenklichen Ecken erkundet. Natürlich durfte da ein Besuch in der Hauptstadt Port Louis nicht fehlen. Die Stadt überrascht mit ganz viel Getummel und Gedränge, aber gleichzeitig auch mit Vielfalt und Individualität. Im Herzen der Stadt gibt es einen riesigen Markt, auf dem man ALLES bekommt. Und wenn ich ALLES sage, dann meine ich auch wirklich alles. Dazu gehört frisches Obst & Gemüse genauso, wie Tee, Kaffee, Gewürze, Plastikwaren, Bekleidung, Fleisch & Fisch, Sonnenbrillen, Bücher, CDs, Fleisch, sowie Tücher und Baumwollprodukte :) Gerade im Vergleich  mit den Wiener Märkten - die ich ja vor ein paar Wochen erst erkundet habe - zeigen sich ganz große Unterschiede. Schon alleine die riesigen Mengen, die sich auf den Standtischen stapeln, sind mit Wiener Verhältnissen nicht zu vergleichen. Aber verschafft euch selbst einen Eindruck von der Vielfalt des Obst- & Gemüse-Marktes der Hauptstadt von Mauritius.

Und weil ich euch die wunderschöne Vielfalt des übrigen Landes keinesfalls vorenthalten möchte, zeige ich euch noch ein paar Fotos von unserem Urlaub. Besonders beeindruckt hat uns der Botanical Garden in Pamplemousse, die Touristenstadt Grand Baie, sowie der Champ du Mars in Port Louis. Weiters war die Landschaft einfach atemberaubend und hat uns teilweise sogar an die österreichischen Berge erinnert. Zu unseren Highlights gehörten aber auch die Rochester Falls, 7 Colored Earth in Chamarel und natürlich Le Morne - wo sich auch unser zweites Traumhotel "Le Paradis" befand.

Ich kann nur sagen, dass ich diesen Urlaub total genossen habe und jedem eine Reise dort hin empfehlen kann. Der Süden hat genauso seine Vorzüge, wie der Norden, Westen und Osten. Es ist wirklich schwierig, sich hier für ein oder zwei Orte zu entscheiden. Aber es macht auch so unendlich viel Spaß, das Eiland zu erkunden und Neues kennen zu lernen. Ich hoffe ihr hattet einen genauso tollen Urlaub oder konntet euch zumindest für eine Weile irgendwo erholen. Von mir aus kann der Herbst jetzt kommen - ich bin bereit ;)

Alles Liebe und bis bald 

Hollerzeit in Kärnten

Rund um mich herum blüht gerade alles, was nur blühen kann. Von den kraftvoll roten Mohnblumen, über die zartrosa farbenen Orchideen bis hin zum hellgelb leuchtenden Holler. Und weil dieses Jahr zu Pfingsten seit langem wieder einmal das Wetter super mitgespielt hat, sind wir für ein verlängertes Wochenende nach Kärnten auf den wunderschönen Längsee gefahren. Ich liebe es in den duftenden Wald rund herum um den Längsee rein zu gehen, während die Vöglein fröhlich vor sich hin zwitschern und die Natur noch so richtig frei sein kann.

Hier ein paar Eindrücke von dem schönen Stück Land :)

Aber besonders ins Auge gestochen ist mir bei unserem kleinen Spaziergang durch den Wolschartwald rund um den See der stark blühende und duftende Holler (Hollunder), der in Wien eigentlich schon seit ein paar Wochen nicht mehr blüht, aber in Kärnten anscheinend gerade Hochsaison hat. Aus diesem Grund habe ich meine (Fotoapparat-) Linse dieses Mal vor allem auf den schönen Holler gerichtet und mich wieder an das tolle Hollershooting mit meiner Lieblingshobbyköchin Fiona vom letzten Jahr erinnert. Also lange Rede, kurzer Sinn...lasst euch einfach von den nachstehenden Bildern inspirieren und genießt ein Stückchen Natur aus Österreich ;)

Ich habe auch ein leckeres Rezept für einen Hollersirup für euch, den die liebe Fiona für uns zubereitet hat.

Rezept für Hollersirup:

Dazu einfach ca. 10 Holunderblütendolden abschneiden und vorsichtig von Insekten befreien. Danach ca. 1,5 l Wasser mit 1 kg Zucker mischen und aufkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend 1,5 unbehandelte Zitronen auspressen und den Saft, sowie 30 g Zitronensäure – nach Belieben kann auch eine Messerspitze einer Vanilleschote hinzugefügt werden – vorsichtig zur Wasser-/ Zucker-Mischung geben. Die Mischung dann nochmals gut verrühren und über die Holunderblüten gießen. Nun die Blüten 5 Tage zugedeckt ruhen lassen. Anschließend wird der Sirup abgeseiht und nochmals aufgekocht. Der fertige Sirup kann nun in saubere (ausgekochte) Gläser gefüllt werden und hält sich an einem dunklen, kühlen Ort (z.B. Keller) einige Monate.

Und so sieht das Ergebnis dann aus! Der entzückende Sticker für die Hollundersirup-Flasche wurde von papierhimmel zur Verfügung gestellt - danke nochmals an dieser Stelle!

Ich wünsche euch ein frohes Schaffen und viel Spaß beim Hollersirup machen. Bis nächstes Mal und alles Liebe.