RUSTIC & RAW - TEIL 2

Weil der Rustic & Raw Workshop mit Krautkopf vor 1 Monat so großartig war und ich nicht alle Eindrücke gleichzeitig in einen Blogpost packen konnte/wollte, habe ich euch ja versprochen, meine Erlebnisse auf zwei Teile aufzuteilen. Und hier ist er nun: der 2. Teil des Rustic & Raw Workshops von Krautkopf! Den ersten Teil könnt ihr hier nachlesen ;)

Nachhaltiges Wirtschaften

In den 4 Tagen des Rustic & Raw Workshops in Rensow haben wir nicht nur fotografiert, gegessen und geplaudert, sondern waren auch noch richtig produktiv. Wir haben Karotten fermentiert - eine der nachhaltigsten Formen, um Gemüse zu konservieren und vor dem Wegwerfen zu bewahren. Dabei wird das Gemüse (im Ganzen oder geschnitten) gemeinsam mit einer Salzlake in ein Einmachglas gegeben, danach kommt es 2 Wochen an einen kühlen Ort und den Rest erledigen die darin entstehenden Milchsäurebakterien für euch. Fermentiertes Gemüse ist eine köstliche Beilage und geht mit ganz einfachen Mitteln super leicht. Zahlt sich auf jeden Fall aus, das selbst einmal auszuprobieren.

Tipp: Das Verhältnis von Salz und Gemüse sollte bei der Fermentation immer 2:100 sein (z.B. 20 g Salz bei 1 kg Gemüse). Der Rest wird mit Wasser aufgefüllt.

Im kulinarischen Himmel angekommen

Am vorletzten Tag des Workshops haben wir uns in Sachen Essen besonders viel vorgenommen. Es sollte eine Raw Berry Cake für den Nachmittag sein sowie Gerste mit "Grünzeug" als Mittagessen und der letzte Abend sollte außerdem mit einem köstlichen Mahl gebührend gefeiert werden. 

Ich glaub ich habe selten so lange an einer Torte herumgewerkelt, wie an dieser Raw Cake. Da mussten die Datteln geschnitten und die Nüsse zerstampft, die Beeren püriert und das Agar Agar angerührt werden. Dann ab mit dem leckeren Teil in den Kühlschrank und nach ca. 3 Stunden – voilá! Die Torte war trotz hohem Aufwand wirklich ein wahres Geschmackserlebnis - und das alles ohne Backen.

Das Mittagessen ging in der Zubereitung eigentlich recht flott. Ein paar Brennesselblätter aus dem Garten, Gerste im Topf und ein bisschen angeröstete Zucchinis und Zuckererbsen. Und fertig war unser Mittagessen. Aber nicht für uns Fotografen-Nerds. Denn auf der Suche nach dem perfekten Licht, dem perfekten Untergrund und dem perfekten Winkel für das Abfotografien des Tellers sind wir wie aufgescheuchte Hühner durch die ganze "Alte Schule" gerannt und haben das Gericht - jeder für sich - eigenständig interpretiert und mit der Kamera eingefangen. Mein Magen hat schon Kapriolen geschlagen, aber es hat sich so sehr gelohnt.

La Grande Finale

Und dann war es endlich so weit: Der letzte Abend rückte näher und es sollte ein wahres Festmahl werden. Susann von Krautkopf hat mit ganz viel Liebe zum Detail den schönen Holztisch im Garten der "Alten Schule" für uns hergerichtet und für das perfekte Flair gesorgt. Das Essen, das Yannic auf seinem Feuer gezaubert hat, war nicht weniger beeindruckend. Köstliche Kartoffeln direkt am Feuer erhitzt und dazu Spargel in frischem Heu aus dem Garten geräuchert, mit selbst gemachter Heubutter direkt in der heißen Glut gegrillt. Das war ein kulinarisches Highlight der Sonderklasse und hat den perfekten Abschluss unserer 4 Tage symbolisiert.

Eingemummelt in dicke Decken und Schafsfell haben wir uns am Lagerfeuer platziert (nebenbei noch einen Kampf mit den lästigen Riesengelsen geboten), über das Leben sinniert und Geschichten aus unserem Alltag erzählt. Schließlich waren wir ja größtenteils Fremde und wussten nicht viel voneinander. Aber das hat dem ganzen Abend keinem Abbruch getan, sondern hat ihn eigentlich noch spannender gemacht.

Danke ihr Lieben (sowohl Krautkopf, als auch alle anderen Workshopteilnehmerinnen), dass ihr dieses Wochenende für mich so besonders gemacht habt. Es war wie ein Treffen unter alten Freunden, die das gleiche Hobby teilen. Vielleicht laufen wir uns irgendwann einmal wieder über den Weg ;) Alles Liebe und hoffentlich bis bald ♥

RUSTIC & RAW - Teil 1

Der etwas andere Workshop

Es war ein verlängertes Wochenende der ganz besonderen Art, das ich in dieser Form noch nie erlebt habe! Gespickt voll mit lustigen Momenten, köstlichem Essen und einer tollen Gesellschaft. Ganz klar war mir am Anfang noch nicht, was mich beim Rustic & Raw Fotografie & Food Styling Workshop von Krautkopf in Rensow (Nordeutschland) erwarten wird. Aber ich wollte mich unbedingt auf das Abenteuer einlassen - vor allem auch deswegen, weil der Fotostil von Yannic & Susann so ganz anders als meiner ist. Und ich muss sagen, es war so großartig, dass ich mir fast schwer tue, es in Worte zu fassen. Als wäre man in einer kleinen Familie, die einen versteht, wenn man gefühlte Sekunden, aber in Wirklichkeit Stunden, mit der Kamera bewaffnet vor einem Essen steht und nach DEM Winkel sucht, um das perfekte Bild zu erlangen. Um es mit den Worten von Yannic & Sophia zu sagen: "Kein Foto Jürgen" weit und breit, sondern einfach nur pure Leidenschaft für die Fotografie war unter uns zu spüren.

Dass Yannic und Susann von Krautkopf großartige Bilder machen und köstliche Rezepte gestalten, war mir schon immer klar. Das beweisen sie auch gekonnt auf ihrem Blog, in ihrem Buch, in ihrer App etc. Die Frage für mich war nur, wie schaut ein Rustic & Raw Workshop bei ihnen aus? Was erwartet mich? Wie sind die anderen TeilnehmerInnen? Treffe ich auf Gleichgesinnte, die meine Leidenschaft teilen? Was kann ich aus dem Workshop mitnehmen? Wie arbeiten andere im Food Fotografie Bereich? etc.

Noch besser als gut

Vor etwa 2 Wochen haben wir (also Susann & Yannic von Krautkopf und 5 Workshop-Teilnehmerinnen, darunter Paula, Sophia, Marina, Lisana und ich) uns nacheinander in der "Alten Schule" in Rensow eingefunden. Die "Alte Schule" war früher - wie der Name schon vermuten lässt - eine Schule und verzaubert heute durch einen urigen und zugleich gemütlichen Stil. Luxus ist hier Mangelware, aber genau das macht den Charme des kleinen Häuschens aus. Hinter jeder Ecke verbirgt sich eine andere interessante Kleinigkeit, die es wert ist, fotografiert zu werden. Umgeben von 6 anderen FotografInnen habe ich mich so richtig wohl gefühlt und mich kurzerhand in das kleine Häuschen verliebt. Wir haben uns einfach treiben lassen - von den Motiven, vom guten Essen und von der angenehmen Stimmung.

Rustic Food

Ganz ehrlich: Ich habe selten in vier Tagen so viel leckeres (vegetarisches) Essen gegessen. Vielleicht lag es an der Gesellschaft oder an der Stimmung im Allgemeinen. Ich glaube aber eher, dass es eine Kombination aus allem war. Das hat schon beim Frühstück begonnen, wo selbst gemachte Nougatcreme, Tomatenaufstrich und Rote-Rüben-Aufstrich sowie Erdbeer-Rhabarber-Kompott auf uns gewartet haben. Ein Gaumenschmaus sage ich euch!

Vegetarische Köstlichkeiten

Das Mittag- und Abendessen waren nicht minder lecker. Mit ganz viel Leidenschaft hat Yannic uns ein köstliches Gericht nach dem anderen auf den Tisch gezaubert und offensichtlich seine Leidenschaft für das Kochen mit offenem Feuer entdeckt. Meine Kleidung riecht (trotz mehrmaligem Waschen) heute noch nach Lagerfeuer, aber das war es allemal wert. Es erzeugt eine ganz eigene Stimmung, wenn man sich vor loderndem Feuer versammelt, in die knisternde Glut starrt und sich aufwärmt, während man den Geschichten der anderen lauscht. Fast ein bisschen wie im Ferienlager in der Schulzeit – nur irgendwie besser! Und das Essen versprüht einen ganz eigenen Geschmack, wenn es direkt aus dem Feuer kommt. Oft braucht es gar nicht viel, sondern einfach nur ein gutes Feuer und eine nette Gesellschaft. Absolut nachahmenswert!!! Ich muss gestehen, dass mich die Begeisterung rund um das Kochen mit Feuer auch mitgerissen hat. Bin gerade am überlegen, wie wir auf unserem Balkon unauffällig (!!!) ein offenes Feuer platzieren können – das ist vielleicht weniger nachahmenswert ;)

Neben Rote-Rüben-Burger, Karfiolsuppe mit fermentierten Roten Rüben und Focaccia mit selbst gemachter Paprikasauce (mein persönlicher Favorit), wurden wir mit einer Raw Beerencake und einem leckeren Mittagessen mit Gerste, Zucchini & Zuckererbsen verwöhnt. Wo wir helfen konnten, haben wir uns gegenseitig tatkräftig unterstützt - sei es beim Schnippeln, Abwaschen, Gemüse putzen, Anrichten etc. Ich habe nicht nur in Bezug auf die Fotografie, sondern gerade was die Themen Food Styling und Essenszubereitung angeht, sehr viel Wissen von den anderen und natürlich den lieben Workshopleitern mitgenommen.

Cornelia Kahr Fotografie: Focaccia

Da der Workshop und diese 4 Tage so intensiv und vielfältig waren, würde ich es schade finden, alles in einem einzigen Blogpost zu erzählen. Deswegen teile ich die Erfahrungen und Erlebnisse zum Workshop für euch auf zwei Teile auf. Bei Teil 2 vom Rustic & Raw Beitrag könnt ihr euch auf Fotos und Infos zum Fermentieren sowie über eine der besten Raw Cakes, die ich je gegessen habe, und das atemberaubende Grande Finale des Workshops freuen. Alles Liebe und bis bald ♥

Mini-Freuden in Lila

Was wäre meine Fotografie ohne tolle Dekoartikel, schöne Farben, ein bisschen Natur im Atelier und wirklich leckere Schmankerl?! Oftmals kommen die Eingebungen zu Shootings ganz plötzlich und unkontrolliert, aber dann umso heftiger. Und so hat mich an einem harmlosen Mittwoch die Fotografielaune gepackt, ich habe mich in die Küche gestellt und für meinen Schatz leckere Mini-Gugls gebacken und das Ganze auch noch in feinen Lilatönen festgehalten.

Ich liebe Mini-Gugls, weil sie nicht nur einfach zu machen sind, sondern meist nur kleine Mengen benötigt werden, die ich fast immer zu Hause habe. Besonders leckere Mini-Gugl Rezepte findet ihr im Feine Gugl-Buch von Heigl. Die Rezepte sind wirklich sehr abwechslungsreich und geschmacklich top. Für dieses Shooting habe ich mich für Mini-Gugls mit Honig und Nüssen entschieden und dann noch eine dünne weiße Schokolade Schicht mit Zuckerperlen als Topping verwendet. Bei den kleinen Gugelhupfen (so ein seltsames Wort) kann man einfach zwischendurch ohne schlechtes Gewissen zum Teller greifen und sich einen kleinen Gugelhupf schnappen. Es gibt übrigens auch schon Rezepte für salzige Gugls. Ich bin ehrlich gesagt schwer am Überlegen, ob diese tollen Mini-Freuden nicht auch unsere Hochzeit ein wenig versüßen sollen - einfach weil sie so niedlich und lecker sind :)

Die Dekoartikel (Teller und Glasschale) habe ich übrigens beim Butlers erstanden. Ich liebe diese Farben und Verzierungen - das erinnert mich irgendwie an Urlaub, Freizeit und Entspannen. Ich hoffe ihr kommt auch bald in den Genuss Mini-Gugls herzustellen oder geschenkt zu bekommen. Alles Liebe und bis bald 

Alle Jahre wieder...

...kommt die Keksezeit ;) Normalerweise mache ich in der Vorweihnachtszeit ca. 2-3 Kekssorten, aber letztes Jahr habe ich es ganz sein lassen und mich von Freunden und der Familie mit leckeren Keksen verwöhnen und beschenken lassen. Und weil das so gut geklappt hat, war dies auch mein Plan für dieses Jahr. Auf das Selberbacken verzichten und mich verwöhnen lassen! Aus diesem Grund habe ich mir kurzerhand für mein Weihanchtsshooting eine überaus begabte Food Stylistin & Rezeptentwicklerin in mein Atelier geholt. Sabine Hasenauer von food-styling.at hat sich wohl genauso wie ich auf unser gemeinsames Shooting gefreut und wahre Kunstwerke in der Backstube gezaubert! Mit einer Vielzahl an vorzüglichen Keksen hat sie mich also verwöhnt und dieses Weihnachtsshooting zu etwas ganz Besonderem gemacht :)

Unser Motto für dieses Weihnachtsshooting war Gold und Weiß und so haben wir zwischen weißen kleinen Engerln und Pferdchen nicht nur weiße Rum- und Eierlikörkugeln, sondern auch Vanillekipferl und Mürbteigkekse mit einer sehr schmackhaften Füllung platziert. Besonderes Highlight war die Kokostorte mit Frosting, die nicht nur entzückend auf der Etagere aussah, sondern auch noch sehr lecker schmeckte. Als Krönung haben wir dem Gold-Weiß-Setting auch noch Mini-Cupcakes und Lebkuchen hinzu gefügt, die ganz liebevoll mit Goldglitter und -kugeln verziert wurden. Die kleinen Tassen, Etageren und Teller stammen aus dem gemeinsamen Fundus von Sabine und mir, den wir auf Flohmärkten oder in individuellen Shops zusammengesammelt haben. Gerade die süßen filigranen Tässchen und Schüsselchen machen dann auch oft den individuellen Touch aus.

Wer noch auf der Suche nach leckeren Keksrezepten ist, dem sei mit dem tollen Schokotaler-Rezept von Fiona geholfen:

Schokotaler mit Cashews und Meersalz

Für den Mürbteig (für ca. 40 Stk.):

290 g glattes Mehl
10 g Kakaopulver
200 g kalte Butter (in Stücke geschnitten)
100 g Zucker
1 Dotter
1 Prise Salz
1/4 TL Vanille
Schale 1 Bio-Zitrone

Für die Fülle und Deko:

200 g schwarze Johannisbeer-Marmelade
2 EL Rum
200 g dunkle Kuvertüre
50 g Milchkuvertüre
1 Handvoll Cashewnüsse
1 EL grobes Meersalz

Zubereitung:

Für den Mürbteig das Mehl und den Kakao auf die Arbeitsfläche sieben und mit den restlichen Zutaten rasch verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Das Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Den Mürbteig auf eine bemehlte Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausrollen und runde Taler ausstechen (ca. 5 cm Durchmesser). Die Taler auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ca. 15 Minuten nach Sicht backen. Auskühlen lassen.

Die Marmelade mit dem Rum glatt rühren und jeweils zwei Taler mit der Marmelade zusammensetzen. Die Taler über Nacht trocknen lassen.

Die Cashewnüsse grob hacken und die Kuvertüren im Wasserbad schmelzen und glatt rühren. Dann die Taler mit einer Seite in die Schokolade tunken und auf Backpapier leicht antrocknen lassen. Abschließend die Taler mit den Cashewnüssen und dem groben Meersalz bestreuen und trocknen lassen.

Hiermit wünsche ich euch ein gutes Gelingen beim Backen und eine super schöne Vorweihnachtszeit! Nur noch ein paar Mal schlafen und dann steht das Christkind auch schon wieder vor der Türe. Alles Liebe und bis bald 

Info: Das Shooting entstand in Kooperation mit Sabine von foodstyling.at

Farbenfrohes Herbstshooting

Ich gebe es zu, ich bin ein richtiges Herbstkind! Das liegt wohl vor allem daran, dass mein Geburtstag im November ist und ich dadurch schon von Grund auf mit dem Herbst und Winter eine recht innige Beziehung habe ;)

Dieses Jahr habe ich mir gedacht, dass ich den Garten meiner Mutter etwas besser und ausgiebiger nutzen könnte, gerade wenn der Herbst eine so tolle Atmosphäre versprüht. Nach kurzen Überlegungen und einer sehr intensiven aber ebenfalls kurzen Inspirationssuche ist der Plan schließlich festgestanden. Mit an Bord für dieses  farbenfrohe Herbstshooting waren diesmal zwei super talentierte und herausragende KünstlerInnen aus den Bereichen Floristik und Textil.

Die Vorgaben waren recht simpel und schlicht - es sollte einfach eine tolle Herbststimmung entstehen, die sich auf die Farbe Grün stützt und zu Messing passt. Und herausgekommen ist ein wundervolles Blumengesteck, welches mir Evelyn von Lebendiges Gestalten zur Verfügung gestellt hat. Ich war hin und weg von der tollen Blumenvariation, die sich im riesigen Gesteck teilweise schon fast versteckt hat. Die Farben haben sich gegenseitig perfekt ergänzt und die Herbststimmung perfekt hervorgehoben. Danke liebe Evelyn für deine Mühe und Zeit, sowie vielen Dank für deine wundervolle kreative Arbeit :)

Da für mich bei jedem Shooting ein paar Schmankerl und kulinarische Kleinigkeiten nicht fehlen dürfen, habe ich mich dieses Mal für Birnen mit Zartbitter-Kuvertüre und Mandelkrokant entschieden, die perfekt zu den Farben der Tischdecke gepasst haben.

Ihr braucht dafür:

  • 6 Birnen
  • ca. 70g Zartbitter Kuvertüre
  • ca. 100 g Mandelkrokant

Rezept:

Etwa 6 Birnen zuerst gründlich waschen und abputzen. Dann Zartbitter-Kuvertüre (etwa 70g) im Wasserbad schmelzen, aber Achtung, dass die Schokolade nicht zu heiß wird. Sobald die Schokolade vollständig zergangen ist die Birnen mit dem unteren Teil in die Schokolade setzen und ein bisschen schwenken. Anschließend die mit Schokolade überzogenen Birnen gleich in eine Schüssel mit Mandelkrokant (ca. 100g) setzen und ebenfalls wieder schwenken. Danach werden die Birnen zum Abkühlen auf einen Teller gestellt. Gebt die Birnen aber nicht in den Kühlschrank, da sonst die Schokolade anläuft.

Das herausragende Design der Tischdecken und Pölster stammt von Christiane Wery von prater&stern. Baumwoll- und Leinenstoffe werden bei prater&stern nach eigenen Designs von Hand bedruckt, mit einer wasserbasierten Textilfarbe. Ich liebe die Farben, Formen und Design von diesen Textilien besonders. Aber letztendlich macht es wohl die Kombination aus allem aus, die mich an diesem super sonnigen Tag einfach nur begeistert hat ;) Auch an dich, liebe Christiane, ein ganz herzliches Dankeschön für deine tollen Kunstwerke.

Die Dekorationsartikel für dieses Herbstshooting sind von H&M Home, der Glasteller und die Mini Glasetagere vom Flohmarkt und die Kerzen von Ikea. die Tischdecken und Pölster könnt ihr im 2. Bezirk direkt bei prater&stern kaufen. Bei Interesse wendet euch bitte an Christiane. Ich wünsche euch einen super schönen Herbst. Alles Liebe und bis bald 

Info: Christiane von prater&stern hat mir die Tischdecken und Pölster für das Shooting gratis zur Verfügung gestellt. Evelyn von Lebendiges Gestalten hat dieses wundervolle Blumengesteck für das Shooting gratis beigestellt. Vielen lieben Dank an euch beide!

Food Photography?!?

Wenn mich jemand fragt, was man unter Food Photography versteht, könnte ich das natürlich in einem kurzen und prägnanten Satz erläutern. Ich denke mir aber, dass ich damit die eigentliche Frage, die mein Gegenüber mir stellt, nicht wirklich beantworte. Denn meiner Ansicht nach werde ich nicht gefragt: "Was ist Food Photography?" sondern eher "Wozu brauche ich einen Food Fotografen, wenn ich mit meinem Handy oder meiner Spiegelreflexkamera auch schöne Fotos machen kann?!".

Food Photography ist komplexer als man denkt und in sich nochmals in mehrere Zweige unterteilt. Aber prinzipiell gilt:

  • Food FotografInnen arbeiten meistens gemeinsam mit einem Food Stylisten bzw. einer Food Stylistin zusammen, der bzw. die das Essen vor allem so anrichtet, damit es zum Abfotografieren optimal präsentiert wird. In der Regel werden die Speisen von Köchen zubereitet, aber oftmals übernimmt diese Aufgabe auch gleich die Food Stylistin bzw. der Food Stylist. Beim Styling wird darauf geachtet, dass nur mit hochwertigen und frischen Produkten gearbeitet wird, da Frische und Qualität jedenfalls im Foto sichtbar werden. 
     
  • Der Food Fotograf bzw. die Food Fotografin ist im Gegensatz zum Stylisten bzw. zur Stylistin für das perfekte Licht und eine exzellente Ausleuchtung, aber auch für den perfekten Winkel und die optimale Perspektive zuständig. Da sind oft nur ein paar Zentimeter Höhenunterschied wirklich entscheidend, um das Produkt im Foto schön wirken zu lassen. Und gerade das Licht ist in der Fotografie so extrem wichtig, denn erst dadurch werden Dinge sichtbar gemacht, die beim bloßen Betrachten vielleicht nicht aufgefallen wären.
     
  • Die einen FotografInnen spezialisieren sich auf informative Fotografie, das heißt, die Produkte werden vor weißem Hintergrund abgelichtet und können im Anschluss daran auch freigestellt werden. Andere wiederum beschäftigen sich größtenteils mit der emotionalen Fotografie, in der ganz viel mit Dekoration und verschiedenen Szenen gearbeitet wird, um den Betrachter bzw. die Betrachterin emotional einzufangen. Hier geht es vor allem um die Vermittlung von Gefühlen. Man glaubt gar nicht, wie wichtig Dekoration sein kann und wie sehr sie ein Bild beleben (natürlich nur, wenn man es nicht übertreibt :)!
     
  • Manche Food FotografInnen sehen sich auch ein bisschen als Vermittler. Das heißt, sie möchten UnternehmerInnen aufzeigen, wie wichtig Bilder, insbesondere Fotos, für den Verkauf von Produkten sind. Österreich muss in Bezug auf Fotografien noch ein bisschen umdenken und schätzen lernen, welche Kraft (gut gemachte) Fotos haben können. Nämlich im besten Fall erhöhen sie die Aufmerksamkeit der KundInnen und somit auch den Umsatz des Unternehmens.

Ich will nicht sagen, dass HobbyfotografInnen keine tollen Fotos von Speisen und Getränken machen können. Denn mit viel Glück ist das Licht gerade perfekt, die Perspektive optimal und die Kamera für die Lichtverhältnisse ausreichend. Da können dann auch wirklich schöne Bilder entstehen. Aber bei jeder professionellen Dienstleistung geht es nicht um Zufälle oder Glücksfälle, sondern um Professionalität und Können. Darunter versteht man, dass ich die Vorstellungen der KundInnen exakt umgesetzt werden können und das Bild reproduzierbar ist. In der Food Photography wird nichts dem Zufall überlassen, sondern (fast) alles ist genauestens geplant und durchdacht. Dadurch entstehen oftmals wirklich wunderschöne Bilder, die einen in den Bann ziehen :)

Ich hoffe, ich konnte euch durch meine Ausführungen ein bisschen in die Welt der Food FotografInnen einführen und allfällige Fragen klären. Wenn nicht, könnt ihr mich natürlich gerne kontaktieren. Alles Liebe und bis bald 

P.S. Großer Dank an Fiona, die diese tolle White Chocolate Tarte für mich zubereitet hat :)