Dark & Moody

Frühe Morgenstunden

Sechs Uhr Morgens. Die Sonne kämpft sich langsam ihren Weg vom Horizont in die Höhe und zaubert einen rötlich-gelben Schimmer ans Tageslicht. Die Vögel sitzen in den kahlen Bäumen und singen ihr erstes Tageslied. Der Tau hängt noch in den Blättern fest und hinterlässt kleine, runde Tautropfen. Die Spitzen der Bäume drängen sich langsam aus dem dichten Nebel in der Ferne hervor und lassen die Schönheit des Tages erahnen. Es riecht nach kaltem, nassen Laub, das spielerisch entlang des Gehsteigs herumtanzt. Dass alles kann nur der Herbst! 

Die Sonnenseite des Winters

Und was verbindet man mit dem Herbst? Doch immer das Düstere, Mystische und Dunkle. Und diese Mystik findet man im Herbst nicht nur in der Landschaft, sondern auch im Essen. Genau deswegen hat mich die Lust gepackt, Essen - vor allem herbstliches Obst und Gemüse – einmal ein bisschen anders als sonst ab zu fotografieren - nämlich Dark & Moody! Aber seht selbst...

Leckere Feigen

Und ich muss sagen, langsam aber sicher werde ich doch noch ein Fan von düsteren und dunklen Bildern ;) Alles Liebe und bis bald

Der Riese unter den Zwergen

Meine Beziehung zu Champignons

Und heute - knapp 20 Jahre später - hab ich langsam aber doch meinen Gefallen an Schwammerl und Champignons gefunden. Es hat wirklich viele Jahre gedauert, bis ich den kleinen Dingern wieder vertraut habe und mich erstmals an ein Gericht mit Schwammerl getraut habe. Ich habe mich dabei sehr langsam vorgetastet - ein Schwammerl pro Gericht war vollkommend ausreichend - bis ich heute sogar ganze Schwammerl und Champignons in meinem Essen genießen kann. Vor allem gegrillt kann ich den (kleinen) Wunderlingen heute sehr viel abgewinnen. Ich mag den feinen Geruch, den Champignons nach dem Braten und Grillen verströmen - einzige Bedingung dabei ist, dass sie knackig und kross, aber nicht schlabberig sein dürfen.

Schwieriger Start

Die Beziehung zwischen Champignons und mir würde ich eher als schwierig bezeichnen. Sagen wir es so...wir hatten wohl keinen guten Start! Als Kind konnte ich den kleinen glibbrigen Dingern nicht viel abgewinnen. Irgendwie sind die im Mund immer mehr geworden und haben einen unschönen Geschmack verbreitet. Aber am abschreckendsten war wohl für mich die Farbe der Champignons, meist auch noch in Kombination mit einer braunen Saucen. Und als ich als Kind dann auch noch bei einem Italienurlaub mit meinen Eltern (angeblich) Fleisch mit Schwammerl verwechselt habe, war alles aus. Seitdem ist die "Sie-hat-gedacht-es-ist-Fleisch-Geschichte" der absolute Renner in meiner Familie - ich kann sie nur einfach nicht mehr hören.

Rezept mit Riesenchampignons

Bei unserem wöchentlichen Einkauf im Supermarkt haben mich heute doch tatsächlich die wunderschönen Riesenchampignons richtiggehend angelächelt. Ich konnte einfach nicht an ihnen vorbei gehen und hab sie kurzerhand in meine Einkaufstasche gelegt. Ihr fragt euch bestimmt, was man mit den Riesendingern anstellen kann? Meine Abfolge ist dabei meist: 1. Abfotografieren 2. Kochen 3. Essen ;) Ich hab auf jeden Fall zur Sicherheit für euch ein leckeres Champignonsrezept parat.

Rezept:

Gefüllte Riesenchampignons mit Kräutern

Zutaten für 2 Personen
-----------

  • 5 Riesenchampignons
  • 250g Blattspinat
  • 1 Bündel Rosmarin
  • 1 Bündel Thymian
  • 1 Tomate
  • 1 Pkg. passierte Tomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 75 g Frischkäse (Doppelrahm mit Kräutern)
  • nach Bedarf 100 ml Wein
  • 1 El Olivenöl
  • Salz & Pfeffer

Riesenchampignons vorsichtig vom Schmutz befreien und die Stiele herausdrehen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfel schneiden und beides in einer heißen Pfanne mit Olivenöl andünsten. Wenn die Zwiebel- und Knoblauchwürfel eine schöne Farbe haben, die geschnittenen Champignonstiele in die Pfanne hinzugeben und ca. 5 Minuten mitdünsten. Den Blattspinat hinzufügen und alles nochmals für 5 Minuten in der Pfanne dünsten.

Nun die geputzten Riesenchampignonköpfe mit Pfeffer würzen. Die Tomate kurz in kochendes Wasser legen und anschließend die Haut abschälen. Die Tomate nun in kleine Würfel scheiden und zu den anderen Zutaten in die Pfanne geben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Frischkäse unterrühren. Nun Thymian und Rosmarin fein hacken. Dann die Masse in die Riesenchampignonköpfe einfüllen und mit den passierten Tomaten, sowie Salz, Pfeffer und den Gewürzen verfeinern. Den Weißwein dazugeben und alles in einem großen Topf erhitzen. Die gefüllten Riesenchampignons gemeinsam mit der Sauce für etwa 20-25 Minuten in einem Topf mit Deckel bei geringer Hitze garen lassen.

Zu den gefüllten Riesenchampignons passt übrigens am besten Pasta.
----------

Je genauer ich die tollen Pilze betrachte, desto mehr Achtung habe ich vor ihnen. Ich kann nur sagen: Abneigungen können überwunden werden und auch kleine Traumata sind vor allem beim Essen schnell vergessen, wenn man dann doch einmal den wahren Genuss erkennt :)

Ich wünsche euch einen guten Appetit und genießt eure Riesenchampignons. Alles Liebe und bis bald

 

Lach einmal!

Endlosschleifen

Kennt ihr diese Phasen, wenn über Wochen hinweg irgendwie alle Projekte, die man anfängt, endlos erscheinen und man die unbekümmerten Zeiten, in denen alles so leicht von der Hand geht, so sehr herbei sehnt? Richtig, ich befinde mich wohl schon seit ein paar Wochen inmitten einer solchen Phase. Für jede Kleinigkeit brauche ich ewig und nichts scheint fertig zu werden. Für all jene, die das Gefühl nicht kennen: Das ist unschön! Wirklich einfach nur unschön!

Nicht enden wollende Stunden stecke ich nun schon in ein Projekt für die Uni und trotzdem kommt es mir so vor, als wäre ich noch ziemlich am Anfang. Immer wieder komme ich auf die "gute" Idee, doch meine bereits getane Arbeit nochmals zu überdenken und ganz neu damit zu beginnen. Keine gute Idee, kann ich aus heutiger Sicht sagen. Letztendlich hat mich das nämlich wieder Stunden gekostet und im Endeffekt war es nicht anders als vorher. Ein bisschen wie ein kleiner Goldhamster im Laufrad, der hofft, dass er sich doch irgendwann einmal vom Fleck bewegt.

Lachen als Allheilmittel?!

Und was glaubt ihr ist meine Lösung für das Problem der endlos erscheinenden Phase? Ganz ehrlich? LACHEN! Sich hinsetzen, über seine eigenen (dummen oder auch weniger dummen) Fehler lachen, die man nicht mehr ungeschehen machen kann, und weiter arbeiten. Am besten lacht es sich natürlich zu zweit und über alles, was einem gerade unter kommt. Aber es ist auch spannend, einfach über sich selbst zu lachen. Dabei geht es nicht um ein Auslachen, sondern um ein Über Dinge lachen, die ich ohnehin nicht mehr ändern kann.

Ein Beispiel:

Wir stecken bereits seit 40 Minuten im Stau. Wir möchten einfach nur nach Hause und natürlich haben wir die langsamste Warteschlange erwischt - wie könnte es anders sein. Nach etwa 10 Minuten Herumgenörgel und Schimpferei schauen wir uns beide an. Ich beginne zu grinsen. Er beginnt zu grinsen. Ich schiebe meine Lieblings-CD in das Autoradio und drehe laut auf. Wir fahren beide das Fenster herunter und für genau 3,52 Sekunden singen wir lachend unser Lieblingslied mit. Klar schaut das von außen total beknackt aus, aber "Who cares"?! Denn genau dadurch haben wir den Stress hinter uns gelassen und einfach über die Situation gelacht bzw. das Beste daraus gemacht.

Einfach Genießen

Denn irgendwann geht auch diese Phase wieder vorbei - vertraut mir ;) Es gibt nämlich auch schöne Phasen und das sind meistens jene, die direkt auf eine "mühsame" Phase folgen. Und ganz ehrlich, man kann sich "doofe" Phasen auch einfach mit schönen Momenten versüßen. Hier ein kleiner Tipp: Genießt diese schönen Momente besonders und schätzt die Dinge, die mit euch und um euch herum geschehen. Da fällt einem dann auch das Lachen noch viel leichter!

Es stimmt schon, das Leben ist nicht immer ein Zuckerschlecken und nicht jede aussichtslose Situation lässt sich so einfach Weglachen - aber ein Versuch ist es allemal wert. Ich spreche hier aus Erfahrung. Vor allem weil man sich dann auch besser auf die schönen Dinge - die, die nämlich wirklich zählen - konzentrieren kann. Mit diesen Worten wünsche ich euch einen schönen und vor allem lustigen Start in die neue Woche. Alles Liebe und bis bald

Garten- & Balkonfreuden

An allen Ecken und Enden sprießen gerade Früchte und Beeren aus dem Boden und es riecht so unglaublich gut. Auch mein Balkon erstrahlt in seiner vollen Pracht und beschenkt mich neben zahlreichen Kräutern und Beeren, wie etwa Thymian, Erdbeeren, Schnittlauch, Minze und Himbeeren, auch noch mit leckerem Gemüse. Am liebsten habe ich die intensiv schmeckenden Himbeeren und die kleinen roten Cocktailtomaten, die mich richtiggehend anlächeln ;) Was liegt da also näher, mit einer Schüssel bepackt ins Freie zu gehen und die Köstlichkeiten zu ernten, um ein leckeres Menü zu zaubern.

Ich genieße es, bei schönem Wetter mit einem Säckchen bepackt, die welken Blätter meiner zarten Pflänzchen abzuklauben und die zarten Sprossen zu hegen und zu pflegen. Dann freue ich mich nämlich umso mehr, wenn sich im Sommer die Pflanzen prächtig entwickeln und ich im wahrsten Sinne des Wortes auch noch die Früchte davon ernten kann. Vielleicht komme ich so meinem Traum von einem grünen Leben ein bisschen näher!

Diesmal teile ich gerne mit euch ein leichtes Sommerrezept, das trotz geringer Anzahl an Zutaten einfach nur köstlich schmeckt und gleichzeitig in Windeseile fertig ist.


Rezept: Bärlauchspaghetti mit Tomaten

Zutaten (für 2 Personen):

  • ca. 250 g Bärlauchspaghetti (vom Bio-Laden)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 250 g Cocktailtomaten oder große Tomaten
  • 1/4 Bund Thymian
  • 1/4 Bund Basilikum
  • 1 TL Honig
  • einen Schuss Olivenöl
  • Prise Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Die Nudeln in kochendem Salzwasser für etwa 5-8 Minuten köcheln lassen, bis diese bissfest sind. Tomaten waschen und in kleine Würfel schneiden. Knoblauch, sowie Basilikum und Thymian fein hacken. Ein paar Thymianblätter können für die Deko aufgespart werden. Danach Olivenöl in eine Pfanne geben und die Tomaten, gemeinsam mit dem Knoblauch und den Kräutern kurz anbraten. Die Sauce mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen, sowie mit etwas Honig abschmecken. Anschließend - nach Bedarf - etwa 50 ml Wasser zur Sauce hinzufügen, damit diese sämiger wird.

Die Nudeln abgießen und unter die Sauce mischen. Anschließend auf Teller anrichten und mit den restlichen Thymianblättern verzieren.

Tipp: Nach Belieben kann das Gericht auch noch mit Mozzarellastücken verfeinert werden!

Ich wünsche euch einen guten Appetit! Alles Liebe und bis bald 

The American Food Trend

Das ist wohl gerade DER Trend aus Amerika: Mason Jar Salad! Kurz gesagt: Salat bzw. Essen im Marmeladeglas zum Mitnehmen ;) Also für all jene, die ihr Essen gerne schnell, einfach, unkompliziert, frisch und lecker haben möchten, ist dies die perfekte Alternative zu ungesunden Wurstsemmeln, teuren Restaurantmenüs oder sonstigem Fast Food Essen.

Was braucht ihr dafür?

  • ein mittelgroßes Marmeladenglas (für ca. 500 ml) mit Deckel
  • frisches Gemüse, wie Tomaten, Gurken, Salatblätter, Mais, Bohnen, Karotten, Paprika, Erbsen etc.
    Euren Vorlieben sind hierbei keine Grenzen gesetzt
  • Käse, wie z.B. Mozzarella oder Hartkäse in kleinen Stücken, wie etwa Emmentaler
  • Joghurt oder Essing & Öl für das Dressing 
  • Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker
  • nach Belieben:
    • Thunfisch, Tofu oder Hühnerfleisch; 
    • Nudeln
    • Croutons oder Brotstücke
    • Kresse, Schnittlauch, Petersilie etc.

Easy-Cheesy Zubereitung

Stellt sich aber noch die Frage, wie das Ganze zubereitet wird. Ganz wichtig ist, dass als Erstes alle nassen bzw. wässrigen Zutaten ins Glas kommen, wie zum Beispiel Gurken, Mais und Bohnen. Danach folgt eine Schicht aus trockenen Zutaten, wie etwa Karottenraspeln. Anschließend folgt der Salat und alle weiteren trockenen Zutaten, wie etwa Käse und Croutons. Meinen Mason Jar Salad habe ich wie folgt befüllt:

  1. Gurken
  2. Mais
  3. Mozzarella
  4. Salat
  5. Tomaten
  6. Croutons
  7. Kresse

Das Dressing solltet ihr in einer eigenen kleinen Schüssel mitnehmen, damit der Salat bis Mittag nicht verwelkt. Ich liebe ja leckeres Joghurt-Dressing, aber natürlich schmeckt ein simples Essig- und Öl-Dressing genauso gut. Und dieser tolle Trend funktioniert nicht nur mit Salaten, sondern auch mit Eintöpfen, Desserts, Müslis, Nudelgerichten etc. Nicht vergessen: Wenn ihr die Croutons selbst macht, haltet sie von allen nassen Zutaten fern. Und den Salat vorher waschen! Wenn ihr euch noch mehr Inspirationen zu Zutaten und Zusammenstellungen von eurem Mason Jar-Essen holen wollt, dann schaut doch einmal auf Pinterest - da werdet ihr bestimmt fündig!

Ich wünsche euch einen wundervollen Start in die Arbeitswoche und ein gesundes und vor allem schmackhaftes Mittagessen ;) Alles Liebe und bis bald 

Ich bin dann mal am Markt...

Die Qual der Wahl

Bio-Karotten um 2 € oder doch lieber den Kilosack "normale" Karotten um 1,30 €?! Bio Suppengemüse das eigentlich nicht mehr so frisch aussieht oder dann doch eher das "normale" Suppengrün, das zwar nicht bio ist, aber dafür günstiger und frischer wirkt? Oder soll ich nicht überhaupt lieber zum Markt fahren, wo alles super frisch, aber auch super teuer ist?!

Nicht selten stelle ich mir jeden Freitag genau diese Frage! Und wie glaubt ihr entscheide ich mich? Natürlich für das Mittelding: Bio-Karotten vom Supermarkt. Aber ich kann sagen, dass ich darauf keineswegs stolz bin! Jedoch für das "normale" Gemüse nagt das schlechte Gewissen zu sehr an mir und für die Extrafahrt zum Markt bin ich zu bequem :( Im Endeffekt wäre alles so viel einfacher, wenn wir unsere Produkte bei unseren regionalen Bauern kaufen würden. Ganz ohne erhöhten CO2-Ausstoß für Transport und Lieferung und ganz ohne Massentier- oder Pflanzenhaltung, wo einem schon beim bloßen Zuschauen nicht nur die Tiere, sondern auch die Pflanzen leid tun. Und vor allem wenn man weiß, dass es auch anders geht...

Es muss sich etwas ändern

Ich will hier keine Schimpftirade loslassen, aber viel zu selten denken wir an die Konsequenzen nach, die ein unüberlegter Kauf oftmals mit sich zieht. Nehmen wir ein 5 € T-Shirt von einem Billigshop her. Das geht gar nicht, dass hier Menschen gerecht behandelt bzw. bezahlt werden, die Produktion in China stattfindet, der Transport einen gewissen Betrag kostet und das Unternehmen auch noch einen Gewinn aus dem Verkauf schlagen kann. Da muss unweigerlich ein Haken daran sein und dasselbe gilt für den industrialisierten Lebensmittelhandel. Wenn wir in günstigen Lebensmittelketten einkaufen, erhöhen wir gewissermaßen parallel dazu den CO2-Ausstoß genauso, wie die tier- und pflanzenunwürdigen Produktionsbedingungen und "füttern" damit regelrecht die wenigen ganz großen (Lebensmittel-)Konzerne, die letztendlich nur auf Profit aus sind. Und das alles auf Kosten der Konsumenten. Aber das Traurige daran ist, dass dies an die Konsumenten nicht kommuniziert wird und sie daher oftmals nicht wissen, was sie durch ihre Käufe unterstützen.

Was ist Bio?

Ich bin mir auch langsam darüber im klaren, dass nicht überall wirklich Bio drin ist, wo auch Bio drauf steht. Das ist einfach nur eine Spitzfindigkeit, weil irgendwelche Werte noch nicht ganz überschritten wurden und genau deswegen darf dieses Produkt ein Bio-Gütesiegel tragen. Dass aber trotzdem gespritzt bzw. Chemikalien verwendet wurden, steht anscheinend nicht zur Debatte. Wozu kaufe ich dann Bio? Ich denke diese Frage muss jeder für sich selber beantworten. Jeder gewichtet Dinge anders und hat andere Prioritäten.

Mir ist auch vollkommen klar, dass sich nicht von heute auf morgen alles bzw. jeder ändern wird. Aber wenn zumindest 2 von 5 Familien ihre Einstellung, sowie ihr Kaufverhalten ändern, ist dies schon enorm viel wert. Ich möchte wieder auf glückliche Kühe, artgerecht gehaltene Schweine und natürlich wachsende Pflanzen blicken können. Also quasi zurück zum Ursprung gehen und der Natur freien Lauf lassen. Ich weiß, dass das gerade in der Massenproduktion kein einfaches Unterfangen ist. Aber von mir aus darf die Karotte ruhig krummer als sonst sein und  der Paprika kleiner und runder als üblich ausfallen. Also...ich bin dann mal am Markt einkaufen ;)

Dies soll nur einen kleinen Denkanstoß liefern. Vielleicht wollt ihr euch selbst erkundigen, wie es hinter den Kulissen der Lebensmittelindustrie aussieht. Ein Einblick schadet nicht und dann könnt ihr selbst entscheiden, was euch wichtig ist. In diesem Sinne möchte ich euch noch eine Kleinigkeit verraten: Das Ei von glücklichen Freilandhühnern ist nicht nur wesentlich größer und nahrhafter, sonder auch noch geschmacklich ein wahres Erlebnis ;) Alles Liebe und bis bald   

Vielfalt und Einzigartigkeit auf Mauritius

Heute geht es einmal nicht (nur) um Essen und Essenfotografie. Denn ich durfte mit meinem Freund zwei wunderschöne Wochen auf der Trauminsel Mauritius verbringen und war von dem Eiland mehr als beeindruckt. Die Insel verzaubert in vielerlei  Hinsicht. In Mauritius sind über 85 Religionen vertreten und es gibt mehrere Hauptsprachen, wie etwa Englisch, Französisch, Kreolisch etc. Die meisten Einwohner sprechen 4-7 Sprachen und kommen aus den verschiedensten Teilen der ganzen Welt, dazu zählt vor allem Indien und Südafrika. Dies alleine zeigt schon, wie vielfältig und aufgeschlossen das schöne Land ist. Da könnten wir Europäer uns ruhig ein Stückchen abschauen.

Public Beach in Mont Choisy, Mauritius

Public Beach in Mont Choisy, Mauritius

Unser Hauptaugenmerk in unserem Urlaub galt nicht nur dem wunderschönen Strand, mit seinen Filaoswäldern und Palmen, sondern vor allem auch der Kultur und den Eigenheiten des Landes. Da wir nämlich nicht nur Strandlieger, sondern auch Weltenbummler sind, haben wir die Insel an allen erdenklichen Ecken erkundet. Natürlich durfte da ein Besuch in der Hauptstadt Port Louis nicht fehlen. Die Stadt überrascht mit ganz viel Getummel und Gedränge, aber gleichzeitig auch mit Vielfalt und Individualität. Im Herzen der Stadt gibt es einen riesigen Markt, auf dem man ALLES bekommt. Und wenn ich ALLES sage, dann meine ich auch wirklich alles. Dazu gehört frisches Obst & Gemüse genauso, wie Tee, Kaffee, Gewürze, Plastikwaren, Bekleidung, Fleisch & Fisch, Sonnenbrillen, Bücher, CDs, Fleisch, sowie Tücher und Baumwollprodukte :) Gerade im Vergleich  mit den Wiener Märkten - die ich ja vor ein paar Wochen erst erkundet habe - zeigen sich ganz große Unterschiede. Schon alleine die riesigen Mengen, die sich auf den Standtischen stapeln, sind mit Wiener Verhältnissen nicht zu vergleichen. Aber verschafft euch selbst einen Eindruck von der Vielfalt des Obst- & Gemüse-Marktes der Hauptstadt von Mauritius.

Und weil ich euch die wunderschöne Vielfalt des übrigen Landes keinesfalls vorenthalten möchte, zeige ich euch noch ein paar Fotos von unserem Urlaub. Besonders beeindruckt hat uns der Botanical Garden in Pamplemousse, die Touristenstadt Grand Baie, sowie der Champ du Mars in Port Louis. Weiters war die Landschaft einfach atemberaubend und hat uns teilweise sogar an die österreichischen Berge erinnert. Zu unseren Highlights gehörten aber auch die Rochester Falls, 7 Colored Earth in Chamarel und natürlich Le Morne - wo sich auch unser zweites Traumhotel "Le Paradis" befand.

Ich kann nur sagen, dass ich diesen Urlaub total genossen habe und jedem eine Reise dort hin empfehlen kann. Der Süden hat genauso seine Vorzüge, wie der Norden, Westen und Osten. Es ist wirklich schwierig, sich hier für ein oder zwei Orte zu entscheiden. Aber es macht auch so unendlich viel Spaß, das Eiland zu erkunden und Neues kennen zu lernen. Ich hoffe ihr hattet einen genauso tollen Urlaub oder konntet euch zumindest für eine Weile irgendwo erholen. Von mir aus kann der Herbst jetzt kommen - ich bin bereit ;)

Alles Liebe und bis bald 

Auf Wien's Märkten unterwegs...

Im Zuge des Tastemakers Projekts von The Coolinary Society, an dem ich mitarbeite, habe ich mit meiner Kamera Wien unsicher gemacht und ein paar Wiener Märkte abgeklappert. Ich muss sagen ich war erstaunt, wie viele Leute täglich auf den Märkten ihre Produkte anbieten; nämlich nicht nur am Wochenende für ein paar Stunden, sondern oftmals die ganze Woche über von ganz in der Früh bis in die Abendstunden hinein.

Und erst die Auswahl - einfach nur phänomenal. Das Angebot beginnt bei ganz einfachen Obst- und Gemüsevariationen und endet bei exotischen Früchten, von denen ich wohl noch nie etwas gehört habe. Letztendlich liegt es aber bei einem selbst, ob man auf regionale oder ausländische Produkte setzt. Denn von der heimischen Tomate bis hin zur italienischen Blutorange lässt sich alles finden. Ich war auch von der tollen Qualität der Produkte mehr als überzeugt.

Meine erste Station führte mich zum Karmelitermarkt im 2. Wiener Bezirk. Der Markt bietet eigentlich alles, was ein anspruchsvoller Markt so zu bieten hat. Auf einem kleinen Plätzchen inmitten der Stadt befinden sich kleine Häuschen, in denen teilweise Obst und Gemüse, aber auch frisches Hühnchen verkauft wird. In anderen Häuschen wiederum kann man ein köstliches Frühstück oder gar Mittagessen genießen. Aber auch die Lokale in unmittelbarer Umgebung können sich sehen lassen. Etwa das Fett+Zucker ist ein absoluter Geheimtipp für Kuchenfans.

Mein zweites Ziel war der Volkertmarkt, der weit weniger berühmt wie der Karmelitermarkt ist, aber gerade im Bereich Essen und Trinken wirklich tolle Lokale zu bieten hat. Die Stände haben hier von Montag bis Samstag von 6.00 Uhr in der Früh bis in die Abendstunden, so gegen 18.00 Uhr geöffnet. Die Gastronomie hat sogar bis 22.00 Uhr offen.

Meine dritte und letzte Station führte mich zum Obst- und Gemüsemarkt bei der U6-Station Handelskai direkt vor der Millennium City. Und ich kann euch nur sagen, hier wird wirklich jeder fündig. Schon alleine beim Betreten des großen Areals unter der Ubahn-Brücke kommt sofort Marktstimmung auf. Und alle Standbesitzer waren überaus freundlich. Jeder einzelne hat mich seine prachtvollen Produkte fotografieren lassen und mich neugierig beobachtet. Die Ware ist hier sehr frisch und in rauen Mengen vorhanden. Je nach Saison findet man sowohl regionale als auch ausländische Obst- und Gemüsespezialitäten zu wirklich günstigen Preisen. Kurz gesagt: Mein absoluter Insidertipp unter den MarktbesucherInnen.

Ich hoffe ihr schafft es auch einmal zu einen der zahlreichen Wiener Märkte. Natürlich gibt es auch stark touristische Märkte, wie den berühmten Naschmarkt, aber ich wollte pures Marktfeeling erleben und habe genau das bekommen, wonach ich gesucht habe. Übrigens ist der Kutschkermarkt im 18. Bezirk ebenfalls ein Geheimtipp für mich, mit seinen tollen regionalen Produkten und der gemütlichen Atmosphäre zwischen den Gassen. Alles Liebe und bis bald 

Im Tomaten-Paradies angekommen

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Der Freund ist den ganzen Samstag nicht zu Hause, ich bin also in der großen Wohnung ganz alleine und weiß nicht so recht, was ich mit meiner ganzen Freizeit alles anfangen soll. Was ist da die logische Schlussfolgerung? Richtig, sich mit Essensfotografie die Zeit vertreiben und wirklich tolles Gemüse vor die Linse bringen, das natürlich im Nachhinein auch noch verspeist wird! Praktisch Vergnügen und Zeitvertreib also mit einer Klappe schlagen ;)

Die schönen Tomaten-Raritäten (Saison bedingt erhältlich; vor allem in größeren Lebensmittelgeschäften) machen sich nicht nur vor der Kamera gut, sondern sind vor allem auch im Essen bzw. als Salat ein wirklich schöner Hingucker. Das liebe ich so am Sommer - diese unbeschreibliche Vielfalt an Farben. Und wenn sich die Vielfalt an Farben auch noch im Essen bemerkbar macht, bin ich natürlich völlig begeistert :)

Also durfte ich Bekanntschaft mit der tollen Black Plum Tomate (Bild: 1. Reihe, Mitte) und den kleinen Yellow Submarines (Bild: 2. Reihe, Mitte) machen. Bereits letztes Jahr hatte ich das Vergnügen, eine Ochsenherz Tomate vor die Kamera zu bekommen und sie ist immer wieder beeindruckend! Dazu gesellten sich im Laufe des Shootings noch ein paar Marglobe Tomaten sowie eine Black Cherry und ein paar Marmande Tomaten. Petersilie und Rosmarin vom eigenen Balkon rundeten die Farbenpracht nicht nur perfekt ab, sondern bildeten auch die Zugabe für einen tollen Tomatensalat. Ich bin ja ein ganz großer Fan vom Grillen und in Kombination mit einem Tomatensalat ist das einfach nur perfekt!

Der Teller für die Tomaten & die Schüssel für die Kräuter stammen übrigens aus der "Sel de Mer" Kollektion von H&M Home. Ich liebe diese Kollektion, da sie so schlicht und unaufdringlich ist, aber das gewisse Etwas hat!

Mit diesen Worten wünsche ich euch eine wundervolle Grillsaison - Tomatensalat ist für mich ja der beste Grillbegleiter - und viel Spaß mit der Tomaten-Vielfalt. Alles Liebe und bis bald!

Logo_RGBklein.jpg