Irgendwo zwischen Kasnudeln und dem Blau des Sees

Der Zauberort

Es gibt Orte, an denen man einfach die Zeit vergisst. Nicht nur, weil sie so schön sind, sondern vor allem weil sie Balsam für die Seele sind. Für mich liegt dieser "Zauberort" in Kärnten. Seit meiner Kindheit fahren wir jedes Jahr zu Pfingsten an den schönen Längsee auf einen entzückenden Bauernhof. Und nach all den Jahren hat weder der Ort, noch der Bauernhof seinen Charme verloren.

Immer ein bisschen mehr

Irgendwie sind die Grashalme am Längsee immer ein bisschen grüner, die Leute immer ein bisschen netter und die Sonne scheint immer ein bisschen stärker. Selbst die Hunde und Katzen scheinen dort glücklicher zu sein als in Wien. Ganz zu schweigen von dem Essen, das einfach nur zum Niederknien ist - ganz gleich ob die Pippale (Hühner) oder Kärntner Kasnudeln (ein Traditionsgericht aus Kärnten). Genau das ist auch der Grund, warum wir jedes Jahr wieder gemeinsam mit meinen Eltenr nach Kärnten fahren. Eigentlich sollte man meinen, dass die Zeit für gemeinsame Reisen mit den Eltern vor knapp 14 Jahren geendet hat. Aber nein...es ist auch schön, wenn man 3 Tage gemeinsam mit der Familie verbringen kann - ganz ungezwungen und ungebunden.

Und genau diese Szenen und Bilder machen Kärnten und die Gegend rund um den Längsee für mich zum absoluten "Zauberort" und Erholungsaufenthalt:

Neue Liebe zur Heimat

Und irgendwo zwischen dem Grün des Magdalensbergs, den Ruinen der Burg Tagenbrunn, dem Tiefblau des Längsees und dem Geschmack der Kärntner Kasnudeln verliebe ich mich jedes Jahr aufs Neue in dieses wundervolle Fleckchen und lasse es ein Stück mehr zu meiner Heimat werden.

Selbst wenn es regnet, lockt uns der Wald zu einem Spaziergang und das kleine Bächlein mit angrenzender Kuhweide zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. In Wien geht es einfach nicht, dass ich der Natur noch so nahe bin und gleichzeitig die Zeit genießen kann. Vielleicht liegt es am urbanen Stress oder einfach an der Tatsache, dass ich zu Hause bin und nicht richtig abschalten kann. Das geht bei mir eben nur hier in Kärnten.

Los lassen und sich gehen lassen!
Los lassen und in den Tag hinein spazieren!
Los lassen und sich an den kleinen Dingen erfreuen!

Ich wünsche euch einen wundervollen Wochenstart. Alles Liebe und bis bald

 

Wenn Veränderungen gut tun

"Vertrautes" Heim

Nach einigen Stunden anstrengender Autofahrt endlich im Paradies angekommen! Wer hat nicht seinen persönlichen Lieblingsort, der eigentlich weit weg von der eigenen Heimat ist, aber wo man doch jeden Stein kennt, einfach weil nach all den vielen Jahren alles vertraut ist. Und wie jedes Jahr liegen die Steine noch an der selben Stelle und auch die Felder und Menschen haben sich kaum verändert. Das ist irgendwie ein schönes Gefühl - fast wie ein zweites Zuhause, wo man jeden Winkel und jeden Geheimtipp kennt. Auch wenn es längst nicht mehr reizvoll erscheint, aber trotzdem besucht man immer wieder die selben Restaurants, die selben Geschäfte und die selben Ruheorte. Einfach weil man es seit 15 Jahren schon immer so gemacht hat.

Raus aus der Komfortzone

Und was passiert, wenn man diese gewohnte Umgebung doch einmal verlässt? Wenn man über seinen Schatten springt, längst Bekanntes hinter sich lässt und einfach mutig nach vorne schreitet, um Neues kennenzulernen?...

...Genau dann erscheint das bekannte Umfeld auf einmal in einem neuen Licht. Und es ist nicht mehr einfach nur der Ort, den man schon seit Jahren besucht, sondern es ist wie eine Reise in ein fernes Land. An dem man Dinge dazulernen kann und wo noch nicht jedes Blatt einen Namen bekommen hat. 

Seit Jahren fahre ich mit meinen Liebsten nach Kärnten. Immer an den gleichen Ort. Immer in die gleiche Unterkunft. Und immer besuchen wir die gleichen Restaurants. Das mag schon nett sein, aber heuer haben wir etwas Neues ausprobiert. Dem tristen Wetter getrotzt und einfach den Weg in die andere Richtung genommen. Das Altbekannte hinter uns gelassen und Neues entdeckt! Und es hat sich total gelohnt ;)

Ich wünsche euch einen wunderschönen Spätsommer und freue mich schon tierisch auf den Herbst! Alles Liebe und bis bald

Hollerzeit in Kärnten

Rund um mich herum blüht gerade alles, was nur blühen kann. Von den kraftvoll roten Mohnblumen, über die zartrosa farbenen Orchideen bis hin zum hellgelb leuchtenden Holler. Und weil dieses Jahr zu Pfingsten seit langem wieder einmal das Wetter super mitgespielt hat, sind wir für ein verlängertes Wochenende nach Kärnten auf den wunderschönen Längsee gefahren. Ich liebe es in den duftenden Wald rund herum um den Längsee rein zu gehen, während die Vöglein fröhlich vor sich hin zwitschern und die Natur noch so richtig frei sein kann.

Hier ein paar Eindrücke von dem schönen Stück Land :)

Aber besonders ins Auge gestochen ist mir bei unserem kleinen Spaziergang durch den Wolschartwald rund um den See der stark blühende und duftende Holler (Hollunder), der in Wien eigentlich schon seit ein paar Wochen nicht mehr blüht, aber in Kärnten anscheinend gerade Hochsaison hat. Aus diesem Grund habe ich meine (Fotoapparat-) Linse dieses Mal vor allem auf den schönen Holler gerichtet und mich wieder an das tolle Hollershooting mit meiner Lieblingshobbyköchin Fiona vom letzten Jahr erinnert. Also lange Rede, kurzer Sinn...lasst euch einfach von den nachstehenden Bildern inspirieren und genießt ein Stückchen Natur aus Österreich ;)

Ich habe auch ein leckeres Rezept für einen Hollersirup für euch, den die liebe Fiona für uns zubereitet hat.

Rezept für Hollersirup:

Dazu einfach ca. 10 Holunderblütendolden abschneiden und vorsichtig von Insekten befreien. Danach ca. 1,5 l Wasser mit 1 kg Zucker mischen und aufkochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend 1,5 unbehandelte Zitronen auspressen und den Saft, sowie 30 g Zitronensäure – nach Belieben kann auch eine Messerspitze einer Vanilleschote hinzugefügt werden – vorsichtig zur Wasser-/ Zucker-Mischung geben. Die Mischung dann nochmals gut verrühren und über die Holunderblüten gießen. Nun die Blüten 5 Tage zugedeckt ruhen lassen. Anschließend wird der Sirup abgeseiht und nochmals aufgekocht. Der fertige Sirup kann nun in saubere (ausgekochte) Gläser gefüllt werden und hält sich an einem dunklen, kühlen Ort (z.B. Keller) einige Monate.

Und so sieht das Ergebnis dann aus! Der entzückende Sticker für die Hollundersirup-Flasche wurde von papierhimmel zur Verfügung gestellt - danke nochmals an dieser Stelle!

Ich wünsche euch ein frohes Schaffen und viel Spaß beim Hollersirup machen. Bis nächstes Mal und alles Liebe.