Der Natur so nah

Von wegen "Stille & Einsamkeit"

Das Wasser rauscht in Windeseile das Flussbett entlang und schmeißt sich wagemutig die Felswand talabwärts. Von weitem kann man schon die Wassermassen aufgrund des lauten Getöses erahnen. Links und rechts neben dem Weg hängen meterlange Eiszapfen herunter und zeigen den Weg hin zum reißenden Talbach. Unglaublich, wie viel Kraft Wasser doch haben kann. Die Sonne kämpft sich mutig zwischen Zweigen und Ästen ihren Weg durch die Wälder hindurch und es scheint so, als würden die Sonnenstrahlen versuchen auf der Wasseroberfläche zu tanzen. Vögel sitzen in den hohen Bäumen und erzählen bzw. singen uns ihre Geschichte der Welt. Beim Blick gegen die Sonne wirkt es so, als würde es regnen, da dicke Tropfen von den Bäumen herunterpurzeln, die bis vor ein paar Sekunden noch als schwere Schneemasse auf den Tannen lagen. Der Schnee unter meinen Füßen hinterlässt ein knirschendes Geräusch, die Kälte scheint mir gar nichts auszumachen, denn der Moment ist nahezu perfekt. Versunken in dem Schauspiel der Natur, wo weder Stille noch Einsamkeit herrscht, gehe ich den Talbach entlang. 

Knapp 1 1/2 Stunden dauert der Talbachklamm-Rundweg von Schladming nach Rohrmoos-Untertal (Steiermark, Österreich) und jedes Mal schaffe ich den Weg nicht unter 3 Stunden, da ich von Wasser, Licht, Stimmung & Moment so gefesselt bin, dass ich nicht weiß, ob ich mich für den Blick durch die Kamera oder doch lieber einfach nur für das Genießen entscheiden soll. Meistens mache ich beides und genau darum gehen meine Mitmenschen nicht so gerne mit mir Spazieren bzw. Wandern - denn da können einfache Wanderungen schon einmal doppelt so lange dauern, wie angegeben ;)

Zwischen Sonne & Wald

Am Ende der Talbachklamm kommt man an eine wunderschöne Lichtung, mit (meist) viel Sonne, alten Holzhütten, unzählige im Winter mit Schnee bedeckte Wiesen und wir mit einem tollen Blick auf die Planai-West-Gondel und das Hochwurzen-Skigebiet belohnt. Genau hier steht man sozusagen am Beginn des Untertals. Plötzlich ist vom tosenden Wasserrauschen nichts mehr zu hören - viel eher machen sich Wiesen, so weit das Auge reicht, ein schmaler Weg zwischen Bergen Richtung "Wilde Wasser" und wunderschönen Bergseen (z.B. Riesachsee) sowie ein unbezahlbarer Blick auf das Dachsteingebirge bemerkbar. Der Weg zurück nach Schladming ist genauso schön und führt ein bisschen oberhalb vorbei an der Mittelstation der Planai-Gondel direkt in die Stadt.

Tipp: Die Talbachklamm ist bis 24 Uhr beleuchtet und daher auch nachts zu begehen und ein absolutes Highlight. Mit all dem Schnee und dem reißenden Talbach eine wirklich lohnende Tour - auch für Anfänger & Kinder geeignet, da der Weg sehr breit und nur leicht ansteigend ist.

Ich denke man muss kein Naturliebhaber (wie ich) sein, um solch ein Naturschauspiel genießen zu können. Einfach Mütze, Schal und Handschuhe packen, wasserfestes Schuhwerk anziehen, Kamera um den Hals hängen und ab geht es in die Natur. Versprochen: Es lohnt sich! Alles Liebe und bis bald ♥

Flowerpower oder wie?

"Flowers are the sweetest things God ever made, and forgot to put a soul into." - Henry Beecher

Die Handlung vor dem Nachdenken

Mein erster Gedanke nach dem Erblicken dieser wunderschönen Pflanzen war: "Oh wie schön, ich möchte unbedingt diese bezaubernden Pfingstrosen haben." Richtig stolz habe ich das Bündel Blumen aus dem Wassertopf gezogen und meinem Mann präsentiert. Der hat natürlich prompt eine richtig fiese Schnute gezogen – frei nach dem Motto: "Ernsthaft, du willst dir tote Dinge ins Wohnzimmer stellen?!?" Wie so oft, konnte ich mich aber auch diesmal durchsetzen und habe mich von dem bösen Blick nicht beirren lassen, bin schnell zur Kassa gedüst und habe mit einem feinen Lächeln auf meinen Lippen meinen neu erworbenen Blumenstrauß in den Händen gehalten. Richtig stolz bin ich damit heimgefahren und habe zu diesem Zeitpunkt schon Fotoshooting-Ideen geboren.

Kurzweiliges Schauspiel

Und dann standen die Pfingrosen hier. Direkt vor mir in meinem Wohnzimmer in einer gut 30 Jahre alten Teekanne mit Blumenmuster. Wirklich wunderschöne Pflanzen, mit all ihrer Farbenpracht, dem betörenden lieblichen Duft und der prachtvollen Erscheinung. Kurzerhand hab ich das Bündel Pflanzen genommen und ein Fotoshooting veranstaltet. Oh es hat gefühlte Stunden gebraucht, einfach weil diese Blumen so viele Facetten aufweisen, dass ich aus dem Fotografieren und Staunen nicht mehr hinausgekommen bin. Aber als ich so zwischen Kamerahalten, Blumen zurecht legen und auf den Auslöser drücken gestanden bin, ist mir dann doch bewusst geworden: Mein Mann hatte recht. Ich habe hier quasi tote Pflanzen vor mir liegen, die nichts mehr können, außer für ein paar Tage schön auszusehen und gut zu riechen. Und warum das Ganze? Damit Leute wie ich sich kurzweilig darüber freuen können und den Alltag ein bisschen aufhellen? Irgendwie traurig, wenn man darüber nachdenkt. Warum lässt man die Pflanzen nicht leben und betrachtet diese Wunderlinge in der freien Natur? Ich muss zugeben, bis vor kurzem gehörte ich auch noch zu dieser bequemen Sorte Mensch, die sich lieber abgeschnittene Blumen kaufen, als in der Natur die lebenden Pflanzen zu bewundern.

Lebewesen mit Seele?

Und genau in diesem Moment, als ich dem Gedanken um abgeschnittene Blumen nachgehangen bin, ist mir bewusst geworden, dass Pflanzen durchaus auch Lebewesen sind. Auch wenn sie weder Lachen, noch Weinen, Reden oder sonst etwas in der Art können. Aber sie leben. Sie reagieren auf Sonne und Wasser. Sie wachsen. Sie verfärben sich und pflanzen sich fort. Sie verwelken, wenn sie nicht genug Licht oder Wasser bekommen und bestimmt spüren es Pflanzen – wie auch immer dieses Gespür aussehen möge – , wenn sie abgeschnitten und somit der (Lebens-)Zyklus durchbrochen wird.

Ich weiß, das klingt jetzt alles ein bisschen philosophisch und vielleicht auch verrückt. Aber ich habe mir nun vorgenommen, in meinen schönen Hochbeeten lieber selbst Pflanzen und Blumen anzubauen, wo sie sich nach Lust und Laune ausbreiten können, statt Schnittblumen in meinem Wohnzimmer stehen zu haben, die nur von kurzer Dauer sind und in Wirklichkeit nur noch ein kurzes Dasein fristen dürfen. Es tut mir auch jedes Mal leid, wenn ich die welken Blumen, die als solche gar nicht mehr wirklich erkennbar sind, in die Biotonne werfen muss.

Kleiner Tipp: Pflanzensamen kann man auf ganz simple und zugleich schöne Art verschenken. Etwa zur Hochzeit als Giveaway einfach Säckchen mit Blumensamen verteilen und so die eigene Liebe blühen lassen oder kleine Samensäckchen inklusive Gewächshaus der lieben Mama oder Freundin zum Geburtstag schenken. DIY-Ideen dazu siehe zum Beispiel hier oder hier.

Mein neuer Plan für die Zukunft lautet jedenfalls ab jetzt: Blumen leben lassen und bewusster die Natur genießen! Denn genau dort findet man diese wundervollen Lebewesen, die nicht nur für Tiere lebensnotwendig sind, sondern vor allem für ein einzigartiges Landschaftsbild unserer Umgebung verantwortlich sind. Und ganz ehrlich....ich werde jetzt wohl einen Sparziergang in der blühenden Natur machen ;)

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und alles Liebe, bis bald

 

Ich hole mir den Sommer zurück

Aufmerksamkeit schenken

All diese Facetten, dieser Detailreichtum und diese Farben. Von Blassgrün, über Gelb, bis hin zu einem kräftigen, saftigen Grün. Das sind genau jene Punkte, warum ich meinen Beruf so liebe. Die Natur kann so wundervolle Dinge erschaffen - man muss ihnen nur ein bisschen Aufmerksamkeit schenken!

Eine Ananas versprüht für mich Sommer, Sonne, Strand, Meer, Gelassenheit, Ruhe und Freude. Ich brauche nur die Augen zu schließen, in eine Ananasscheibe hineinbeißen und schon kommen all diese wunderschönen Urlaubserinnerungen zurück. Wie ich gelassen neben dem Sandstrand sitze, dem Rauschen des Meeres und den Vögeln bei ihrem Morgengesang lausche. Wie ich mein Müsli mit einer frisch geschnittenen Ananas genieße, in die Ferne blicke und überlege, was mir der Tag heute bringt. Alle Sorgen und Probleme scheinen auf einmal ganz weit weg und nur das Hier und Jetzt ist im Moment wichtig. Keine Ahnung wohin mich der Tag treibt, keine Ahnung worauf ich Lust verspüre, keine Ahnung was mir von diesem Tag in Erinnerung bleibt - ich genieße ihn einfach nur!

Ich liebe diese Momente, wo ich mich fallen lassen kann und nur durch einen Geruch oder ein bestimmtes Ding wundervolle Erinnerungen in meinem Gehirn aufsteigen, die mir wie kleine Seifenblasen den Tag versüßen. Vielleicht habt ihr auch manchmal solche Momente? Genießt sie und haltet sie ganz fest, denn sie machen unser Leben aus. Alles Liebe und bis bald

DIY-Idee für den Frühling

Körperöl mit Gänseblümchen

Gerade im Frühling bin ich besonders motiviert, Do-it-yourself Ideen in die Tat umzusetzen - vor allem wenn ich dazu in die Natur gehen kann ;) Unter meinen Freunden hat sich meine Selbermach-Begeisterung bereits rumgesprochen und neben Maxiröcken, habe ich schon Kräutersalze und Taschen selbst gemacht und verschenkt. 

Aus diesem Grund habe ich mich auch letzte Woche zum Gänseblümchen-Pflücken motiviert und ein wundervolles Körperöl kreiert. Das Ganze sieht nicht nur nett aus, sondern hat auch noch - dank Jojobaöl - eine besondere Wirkung für den Körper, weswegen es sich ideal als Geburtstagsgeschenk für meine Mama eignet. Das Schöne ist nämlich, dass es ein sehr persönliches Geschenk ist, dass bedingt viel kostet und auch noch von Herzen kommt. Aber achtet darauf, rechtzeitig mit der Herstellung zu beginnen, da viele DIY-Projekte oft ein paar Tage oder Wochen stehen bzw. ruhen müssen.

Körperöl mit Gänseblümchen (Grundidee von Anne Rogge)

Das benötigt ihr:

  • ca. 200 ml Jojobaöl (bekommt man in der Apotheke oder in einem Kräuterladen)

  • ca. 2 Hände voll Gänseblümchen (Achtung: Es sollte schon länger nicht mehr geregnet haben)
  • bei Bedarf ein paar Tropfen von einem Aromaöl (z.B. Grapefruit)
  • eine Glasflasche für ca. 250 ml

So einfach wird das Körperöl hergestellt:

Zuerst die Gänseblümchen von den Stielen befreien und die Köpfe in das Glasgefäß geben. Anschließend das Jojobaöl hinzufügen und bei Bedarf mit ein paar Tropfen Aromaöl vermengen, Deckel drauf und fertig. Das Ganze sollte nun ca. 2 Monate an einem hellen und vor allem warmen Ort gelagert werden. Vor Gebrauch des Körperöls die Gänseblümchen abseihen. Das Öl ist nun fertig zum Verschenken oder Verwenden ;)

Individuelle Geschenke mit Liebe

Ich weiß jetzt schon, dass sich meine Mama bestimmt über das Öl freuen wird. Einerseits, weil es dieses Gänseblümchen-Öl nicht im Einzelhandel zu kaufen gibt und andererseits weil es ein sehr individuelles Geschenk ist! Ich kann euch nur raten – gerade in Bezug auf Geschenke – auf den Do-it-yourself-Zug aufzusteigen, denn (fast) jeder freut sich über individuelle Geschenke, die man nicht so einfach in einem Geschäft erhält. 

Was gibt es Schöneres, als die Natur, die direkt vor der Haustüre auf einen wartet, zu nutzen und auch noch effektiv einzusetzen. Am liebsten hätte ich ein dickes Buch mit all diesen tollen Tipps, was man mit welchen Pflanzen und Kräutern machen und für welchen Zweck man diese benutzen und einsetzen kann. Und ich muss sagen, dass es wirklich sehr viele Geschenkbücher gibt, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen. Dazu zählen "Geschenke aus der Natur"-Bücher genauso, wie "DIY-Einrichtungsideen" und "Mitbringsel aus der Küche". Ich liebe sie alle und würde mich am liebsten selbst mit einer Vielzahl an selbstgemachten Geschenken beschenken ;) In diesem Sinne wünsche ich euch einen super schönen Frühling mit tollen DIY-Ideen; alles Liebe und bis bald 

Feines aus der Natur

Auch wenn sich dieses Jahr der Sommer nicht von seiner optimalsten Seite zeigt, so habe ich mich trotzdem ein bisschen an den reichen Schätzen der Natur bedient und ein paar feine Köstlichkeiten gezaubert, die nicht nur super einfach, sonder vor allem auch super lecker sind.

Die Idee dazu kam mir, als ich ein paar Tage mit Freund & Familie in Schladming verbrachte und bei Regenwetter aus dem Fenster in den wunderschönen Garten schaute. Natürlich haben fast alle Pflanzen die Köpfchen hängen lassen, da das Wetter nun langsam doch ein bisschen zu nass für sie wurde. Aber trotzdem haben noch viele Blumen und Sträucher ihre Farbenpracht gezeigt. Und so habe ich mir kurzerhand meine rot-weißen Gummistiefel und meine knallrote Regenjacke angezogen und bin mit einer Schüssel bepackt in den Garten marschiert. Mein Ziel waren die herrlich duftenden pinkfarbenen Rosen, die dem Regenwetter fleißig strotzten. Nach ein paar Minuten war ich auch schon wieder im Haus und habe meine gebrockten Schätze getrocknet. Ich sag euch der Duft war hinreißend!

Meine erste Köstlichkeit aus der Natur ist also Rosenzucker (Rezept):

Dafür habe ich etwa eine Hand voll Rosenblüten gesammelt und sie auf Küchenrolle aufgelegt für ca. 1-2 Tage trocknen lassen. Die Rosenblüten versprühen auch nach dem Trocknen einen extrem starken und intensiven Duft, der sich nun vollends im Zucker entfalten kann. Dafür einfach eine etwa 2 cm hohe Zuckerschicht in ein Glas mit Deckel füllen. Danach ein paar Rosenblüten drüber streuen und nun wieder eine etwa 2 cm hohe Zuckerschicht in das Glas füllen. Je nachdem wie hoch oder groß euer Glas ist, kann der Vorgang natürlich öfters wiederholt werden ;) Anschließend werden die restlichen getrockneten Rosenblüten auf den Zucker gestreut und alles mit einem Löffel gut durchgemischt, damit die Blüten im gesamten Glas gut verteilt sind. Achtung, dass sowohl Glas, als auch Rosenblüten und Löffel vollständig trocken sind, damit sich der Zucker nicht gleich verklebt.

Meine zweite Naturspezialität ist ein Lavendelsirup, den ich von meiner Schwiegermutter bekommen habe. An dieser Stelle nochmals vielen Danke Annemarie!!!

Ich bin ein absoluter Lavendelfan und wenn ich Lavendel auch noch in Sirupform haben kann, dann bin ich mega happy. Aber seht selbst, was für eine tolle Farbe der Sirup hat...

Leider habe ich für den Lavendelsirup kein Rezept, da ich ihn selbst geschenkt bekommen habe. Aber im Internet findet man sicher ein paar leckere Rezepte. Der Sirup schmeckt übrigens nicht nur mit Wasser verdünnt, sondern auch in Sekt wirklich lecker!

Nachdem ich nun alle meine Naturköstlichkeiten beisammen hatte, hab ich die Zwei zu einem netten Shooting in Schwarz/Weiß eingeladen und ihnen noch mit ein paar Deko-Utensilien das gewisse Etwas verliehen. Die schwarz-weißen Schilder (free printables) für den Lavendelsirup und für den Glasdeckel, in dem der Rosenzucker drinnen ist, habe ich von designerblogs und mit Masking-Tapes befestigt. Das weiße Tag (free printable) habe ich von bloomdesignsonline. Zusätzlich habe ich noch eine Rose aus dem Garten stibitzt und einen kleinen Löffel zum Schlemmen hinzugefügt. Aber seht euch das Ergebnis selbst an :)

Ich hoffe ich konnte euch zu einem DIY-Tag animieren und euch ein paar Inspirationen liefern, wie man mit ganz einfachen Mitteln aus der Natur wirklich schöne und vor allem köstliche Spezialitäten machen kann. Alles Liebe und bis bald 

P.S. Thanks to Jenny from bloom designs and to DESIGNER BLOGS for these beautiful tags and  your very creative and innovative work :)