Farbenfroher Spargelsalat deluxe

Leichtes im Frühling

Je heißer die Tage werden, desto weniger protzig fällt meist das Essen aus - da dürfen leichte Couscous-Bowls und Salate am Speiseplan natürlich nicht fehlen. Aber einfach nur Blattgrün mit Gurke und Avocado kann schnell einmal fad werden. Zum Glück beginnt bei uns im Marchfeld im Osten von Österreich Ende April die Spargelsaision. Spargel direkt vom Bauern beziehen - gibt es etwas Schöneres? 

Dieses wundervolle Gemüse versüßt mir jedes Jahr in all seinen tollen Facetten den Frühling und verkürzt das Warten auf den heißen Sommer. Sei es in Form von Spargelrisotto, Spargel mit Proscuitto in Blätterteig oder als Highlight im Salat – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Denn dieses kalorienarme und ballaststoffreiche Gemüse mit seiner entschlackenden und entwässernden Wirkung hat so einiges zu bieten – nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch. Schließlich isst das Auge mit ;) 

Dieses Mal habe ich meinen grünen Salat mit Chicorée, Radieschen, Erbsen und grünem Spargel gepimpt - ein richtiger Gaumenschmaus im Frühling sage ich euch!

Rezept: Farbenfroher Spargelsalat deluxe

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 g grünen Spargel
  • je 50 g Rucola und Vogerlsalat
  • 1 Chicorée rot
  • 100 g Erbsen
  • 1/2 Bund Radieschen (ca. 4 Stück)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,5 EL Weißweinessig
  • 1 TL Salatkräuter wie Petersilie, Thymian, Oregano etc. (z.B. "Alles im Grünen" von Sonnentor)
  • 1 Prise Salz & Pfeffer
  • Nach Belieben: Dunkles Roggenbrot & 1 EL Butter

Zubereitung:

  1. Spargel putzen bzw. holzige Enden entfernen und dann für ca. 7 Minuten in heißem Wasser bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In den letzten 2 Minuten die Erbsen zum Spargel hinzugeben. Beides danach abseihen, in einem Sieb abtropfen und danach kurz abkühlen lassen.
  2. Inzwischen den Salat (Rucola, Vogerlsalat & Chicorée) waschen und trockentupfen. Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.
  3. Sobald der Spargel ausgekühlt ist in ca. 3-4 cm lange Stücke schneiden. Salat am Teller anrichten und Radieschen, Spargel sowie Erbsen darüberstreuen. Nun den Salat mit den Salatkräutern, Salz & Pfeffer, Olivenöl und Essig beträufeln! Leicht durchmischen und fertig ist euer farbenfroher Spargelsalat deluxe!
  4. Nach Belieben noch: Dunkles Roggenbrot in kleine Stücke schneiden und mit etwas Butter in der Pfanne ca. 3-5 Minuten anbraten, bis das Brot eine schöne bräunliche Farbe hat. 

Guten Appetit und genießt diese farbenfrohe Köstlichkeit!

Gutes für Körper und Geist

Spargel ist für mich eine wahre Wunderwaffe. Nicht nur, dass die Verarbeitung extrem schnell und einfach gelingt, das gute Ding ist auch noch super gesund. Mit 100 g Spargel etwa hat man seinen täglichen Vitamin C- und Folsäure-Bedarf gedeckt. Spargel wird per Hand "gestochen" bzw. "gepflückt", was die relativ hohen Kosten für Spargel rechtfertigt. Trotzdem finde ich es gut, dass ich mit dem Kauf und Verzehr von heimischem Spargel eine traditionelle österreichische Handwerksarbeit fördere.

Bei uns im Marchfeld läuft die Spargelsaison meist von Ende April bis Mitte/Ende Juni. Dabei reicht die Vielfalt an Spargel von weiß über grün bis hin zu purple. Jeder Spargel hat seine ganz individuelle Note und seinen besonderen Charakter. Purple Spargel macht sich aufgrund seiner dunkelvioletten Farbe natürlich besonders schön am Teller und ist oft eine nette Abwechslung zu all den anderen Farben am Tisch.

Ich sag euch, ich werde die letzten Wochen der Spargelsaison noch so richtig genießen und so viel Spargel wie möglich essen. Schließlich muss ich dann wieder ein Jahr warten. Ich hoffe mein Mann verzeiht mir die schon leicht unkreativen Essensideen - denn Spargel ist eigentlich immer irgendwo mit dabei. Aber vielleicht gesellt sich hier auf meinem Blog auch noch das ein oder andere Spargelrezept dazu – wer weiß ;)

Kleiner Tipp: Einen richtig frischen Spargel erkennt ihr an der frischen, saftigen Schnittstelle. Am besten lagert ihr den Spargel kühl, dunkel und feucht (z.B. in feuchte Küchenrolle eingewickelt im Kühlschrank).

Alles Liebe und bis bald ♥

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RUSTIC & RAW - TEIL 2

Weil der Rustic & Raw Workshop mit Krautkopf vor 1 Monat so großartig war und ich nicht alle Eindrücke gleichzeitig in einen Blogpost packen konnte/wollte, habe ich euch ja versprochen, meine Erlebnisse auf zwei Teile aufzuteilen. Und hier ist er nun: der 2. Teil des Rustic & Raw Workshops von Krautkopf! Den ersten Teil könnt ihr hier nachlesen ;)

Nachhaltiges Wirtschaften

In den 4 Tagen des Rustic & Raw Workshops in Rensow haben wir nicht nur fotografiert, gegessen und geplaudert, sondern waren auch noch richtig produktiv. Wir haben Karotten fermentiert - eine der nachhaltigsten Formen, um Gemüse zu konservieren und vor dem Wegwerfen zu bewahren. Dabei wird das Gemüse (im Ganzen oder geschnitten) gemeinsam mit einer Salzlake in ein Einmachglas gegeben, danach kommt es 2 Wochen an einen kühlen Ort und den Rest erledigen die darin entstehenden Milchsäurebakterien für euch. Fermentiertes Gemüse ist eine köstliche Beilage und geht mit ganz einfachen Mitteln super leicht. Zahlt sich auf jeden Fall aus, das selbst einmal auszuprobieren.

Tipp: Das Verhältnis von Salz und Gemüse sollte bei der Fermentation immer 2:100 sein (z.B. 20 g Salz bei 1 kg Gemüse). Der Rest wird mit Wasser aufgefüllt.

Im kulinarischen Himmel angekommen

Am vorletzten Tag des Workshops haben wir uns in Sachen Essen besonders viel vorgenommen. Es sollte eine Raw Berry Cake für den Nachmittag sein sowie Gerste mit "Grünzeug" als Mittagessen und der letzte Abend sollte außerdem mit einem köstlichen Mahl gebührend gefeiert werden. 

Ich glaub ich habe selten so lange an einer Torte herumgewerkelt, wie an dieser Raw Cake. Da mussten die Datteln geschnitten und die Nüsse zerstampft, die Beeren püriert und das Agar Agar angerührt werden. Dann ab mit dem leckeren Teil in den Kühlschrank und nach ca. 3 Stunden – voilá! Die Torte war trotz hohem Aufwand wirklich ein wahres Geschmackserlebnis - und das alles ohne Backen.

Das Mittagessen ging in der Zubereitung eigentlich recht flott. Ein paar Brennesselblätter aus dem Garten, Gerste im Topf und ein bisschen angeröstete Zucchinis und Zuckererbsen. Und fertig war unser Mittagessen. Aber nicht für uns Fotografen-Nerds. Denn auf der Suche nach dem perfekten Licht, dem perfekten Untergrund und dem perfekten Winkel für das Abfotografien des Tellers sind wir wie aufgescheuchte Hühner durch die ganze "Alte Schule" gerannt und haben das Gericht - jeder für sich - eigenständig interpretiert und mit der Kamera eingefangen. Mein Magen hat schon Kapriolen geschlagen, aber es hat sich so sehr gelohnt.

La Grande Finale

Und dann war es endlich so weit: Der letzte Abend rückte näher und es sollte ein wahres Festmahl werden. Susann von Krautkopf hat mit ganz viel Liebe zum Detail den schönen Holztisch im Garten der "Alten Schule" für uns hergerichtet und für das perfekte Flair gesorgt. Das Essen, das Yannic auf seinem Feuer gezaubert hat, war nicht weniger beeindruckend. Köstliche Kartoffeln direkt am Feuer erhitzt und dazu Spargel in frischem Heu aus dem Garten geräuchert, mit selbst gemachter Heubutter direkt in der heißen Glut gegrillt. Das war ein kulinarisches Highlight der Sonderklasse und hat den perfekten Abschluss unserer 4 Tage symbolisiert.

Eingemummelt in dicke Decken und Schafsfell haben wir uns am Lagerfeuer platziert (nebenbei noch einen Kampf mit den lästigen Riesengelsen geboten), über das Leben sinniert und Geschichten aus unserem Alltag erzählt. Schließlich waren wir ja größtenteils Fremde und wussten nicht viel voneinander. Aber das hat dem ganzen Abend keinem Abbruch getan, sondern hat ihn eigentlich noch spannender gemacht.

Danke ihr Lieben (sowohl Krautkopf, als auch alle anderen Workshopteilnehmerinnen), dass ihr dieses Wochenende für mich so besonders gemacht habt. Es war wie ein Treffen unter alten Freunden, die das gleiche Hobby teilen. Vielleicht laufen wir uns irgendwann einmal wieder über den Weg ;) Alles Liebe und hoffentlich bis bald ♥

I'm going purple

Einfach einmal mutig sein und etwas Neues ausprobieren. Genau das war meine Devise, als ich vor dem entzückend aussehenden braunen Holzhaus gestanden bin und mich einfach nicht zwischen grünem, weißen und lila farbenem Spargel entscheiden konnte. Aber die freundlichen Worte der Verkäuferin haben mich dann doch recht schnell überzeugt: "Oh der Purple Spargel ist einmalig. Der hat eine leicht süße und zugleich nussige Note. Den müssen Sie unbedingt probieren!" - Gesagt, getan! Und so bin ich mit 1 kg Spargel und 1 kg frische Erdbeeren (an denen konnte ich einfach nicht dran vorbei gehen) aus dem Marchfeld bepackt nach Hause marschiert und habe mein absolutes Spargel-Lieblingsgericht gekocht.

Spargel in einer Proscuitto-Blätterteig-Hülle mit Sauce Hollandaise

Zutaten:

  • 500 g Spargel
  • 100 g Proscuitto
  • 1 Pkg. Blätterteig
  • 1 Ei
  • 1 Pkg. Sauce Hollandaise

Zuerst vom Spargel (je nach Sorte) den holzigen Teil abschneiden und schälen. Das Backrohr auf 200°C Umluft vorheizen; währenddessen den Spargel für ca. 8-10 Minuten (je nach Dicke) in kochendes Wasser geben. Abschließend den Spargel abgießen und kurz abkühlen lassen. Dann etwa 2-3 Spargelstängel zusammengeben und den unteren Teil jedes Spargelpaars mit Proscuitto umwickeln - die Spitzen sollten dabei frei bleiben. Den Blätterteig nun der Länge nach in gleich große Streifen schneiden (ca. 3-5 cm) und jedes Spargelpärchen mit einem Blätterteigstreifen umwickeln - auch hier sollten die Spitzen wieder frei bleiben. Danach ein Ei in einer kleinen Schüssel aufschlagen, verquirreln und jedes Spargelpärchen mit etwas Ei bestreichen.

Die Spargelpäckchen auf ein Backpapier für etwa 12-15 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben. Ein paar Minuten, bevor der Spargel fertig ist, die Sauce Hollandaise in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Sobald der Spargel eine schöne Bräune angenommen hat (Achtung, die Spitzen sollten nicht austrocknen oder gar verbrennen), aus dem Ofen nehmen, auf Tellern anrichten und mit der Sauce beträufeln bzw. übergießen (Menge je nach Belieben). Ihr werdet vermutlich weder Salz noch Pfeffer für das Gericht brauchen, da der Schinken meist salzig genug ist.

Ich wünsche: Guten Appetit!

Hoffentlich ist dieser ausgezeichnet schmeckende Spargel auch bei euch erhältlich und ihr könnt diesen einzigartigen Geschmack genießen. Ich kann ihn jedenfalls nur empfehlen und freue mich auf eure Erfahrungen damit. Alles Liebe und bis bald