Frohe Weihnachten euch allen!

Have yourself a merry little Christmas

Es duftet nach frisch gerösteten Mandeln und Rum. Die dunkelbraunen Haselnüsse liegen über den ganzen Tisch verstreut und das Mehl befindet sich nicht nur im Teig, sondern auch auf Pullover, Hose, Boden und Küchentheke. Draußen lasst sich ein hektisches Treiben beobachten. Die letzten Einkäufe werden getätigt und ich ziehe meine obligatorische Weihnachtshose mit Schneeflocken und Zuckerstange an. Ach wie schön, dass endlich wieder Weihnachten ist. Wie sehr habe ich das Gefühl vermisst, in ein nach Vanille schmeckendes Kipferl zu beißen und gleichzeitig den süßlich-sauren Geschmack von Punsch zu genießen. Als würde der Weihnachtstag einen speziellen Duft versprühen, strecke ich meine Nase in die Kälte nach draußen und genieße für ein paar Sekunden den Duft. Nur noch wenige Stunden, dann leuchten die Kinderaugen wieder vor lauter Aufregung und Freude. Im Hintergrund höre ich leise die tiefen und zugleich sanften Töne von "White Christmas", die mich kurz in Gedanken versinken lassen. Das laute Geschirrgescheppere aus der Küche reißt mich kurzerhand wieder aus meinem Tagtraum heraus und sagt mir, dass es Zeit wird. Zeit für Weihachten!

Meine Lieben, ich wünsche euch ein wundervolles Fest mit einem tollen Festmahl und einer genussvollen Stimmung. Sammelt viel Kraft und Energie für das kommende Jahr. Möge es genau so aufregend, unvergessliche, spannend und wundervoll wie das heurige werden. Ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken - einfach dafür, dass ihr da seid :) Alles Liebe und bis bald

Zeit für die Liebsten

Die Vorweihnachtszeit

Wenn ich durch die Straßen von Wien gehe und – gerade in der Vorweihnachtszeit – überall die Plakate von Hilfsorganisationen sehe, wird mir regelrecht flau im Magen. Es ist nur ein Beispiel, aber trotzdem eines, das mich beschäftigt! All die Menschen, die unsere Hilfe benötigen - aber eben NICHT NUR in der Weihnachtszeit! Warum sind wir zu Weihnachten hilfsbereiter? Ist es das schlechte Gewissen oder schickt es sich besonders zu Weihnachten anderen zu helfen? Ist Spenden unser Geschenk an andere, denen es vielleicht nicht so gut geht? Warum brauchen wir einen Grund, um Gutes zu tun bzw. warum müssen wir überhaupt daran erinnert werden? Fragen über Fragen, die mich gerade in der Vorweihnachtszeit beschäftigen, aber auf die ich so schnell und einfach keine Antwort weiß. Und ich muss gestehen: Ich darf mich unter all den Fragen nicht ausnehmen! Denn was bedeutet für mich Weihnachten?

Irgendwas zwischen Familie, Heim kommen, Regeneration und Genuss

Jeder feiert und definiert Weihnachten anders und hat in gewisser Weise auch seine eigene To-do-Liste, die er bzw. sie zu Weihnachten abarbeitet. Sei es nun das Besorgen von Weihnachtsgeschenken, das Mithelfen bei gemeinnützigen Organisationen, das Spenden, das Zusammenkommen mit Freunden/Familie oder das Vorbereiten mit Keksen und Festmahl auf den großen Abend. Weihnachten bedeutet für mich vor allem Familie, Heim kommen sowie Regeneration und Genuss: 

  • Feiern nicht nur mit meiner Familie, sondern auch mit jener meines Mannes und mit unseren Freunden ist mir sehr wichtig und macht Weihnachten erst richtig zu einem besinnlichen Fest unter jenen Menschen, die mir so viel bedeuten. Denn es sind jene Menschen, die mir in schlechten Zeiten beistehen.
  • Heim kommen – nicht nur in unser Zuhause, sondern in das Heim von unseren Freunden und unserer Familie. Genau das macht für mich Weihnachten erst zum richtigen Fest.
  • Die Regeneration von all den schlechten Tagen im Jahr, die einem viel Kraft geraubt haben. Erholung von Rückschlägen sowie nicht erreichten Zielen und Auftanken von wichtigen Energiereserven und Glückshormonen sind mein Hauptziel in der Weihnachtszeit.
  • Der Genuss spielt gerade zu den Festtagen eine entscheidende Rolle für Augen, Gaumen und das Herz. Köstliches Essen, guter Wein, vom Herzen kommende Geschenke, lustige (Spiele-)Abende unter Freunden, tiefgründige Gespräche und der Genuss von Momenten machen diese Zeit für mich so besonders.

Ruhezeit am See

Heuer hat sich meine Familie den Mondsee als Ort zum (Vor-)Feiern von Weihnachten, Ausruhen, Heim kommen und Genießen ausgesucht. Für kurze Zeit Abschalten - auch wenn es nur für 2 Tage ist. In der stressigsten Zeit im Jahr für kurze Zeit Essen und Trinken genießen - auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Und für kurze Zeit mit der Familie an einem großen Tisch sitzen, sich unterhalten, Geschichten erzählen und aufmerksam zuhören - auch wenn es nur für den Moment ist. Genau das macht doch Weihnachten aus, oder!?

Still stehe ich vor dem großen See und betrachte das spiegelglatte Wasser, das lediglich durch kleine Wellen des Schwans, der in weiter Ferne durch das Wasser streicht, bewegt wird. Ich lasse das Jahr nochmals Revue passieren und blicke auf die schönen und schwierigen Zeiten zurück. Ich höre nichts, außer das Klicken meines Fotoapparats und für einen kurzen Moment fühle ich mich wie in einem Film. Durch den Sucher beobachte ich die Szenerie, die sich vor mir abspielt. Möwen landen auf dem alten Holzsteg am Ufer, um nach Fischen Ausschau zu halten. Schwäne strecken gierig ihre Hälse den Menschen am Ufer entgegen, um endlich ein Stück Brot zu erhaschen. In der Ferne erstreckt sich der Schafberg mit einer leicht angezuckerten Spitze empor und zwischen Wasser und Berg schlängelt sich langsam eine leichte Nebeldecke entlang. Man könnte meinen ich stehe hier ganz alleine und bin nur für mich. Aber so ist es nicht. Ich bin umgeben von mir besonders wichtigen Menschen - meiner Familie. Sie macht mich zu dem, was ich bin. Sie bringt mich zum Lachen und steht zu mir. Und es kommt mir so vor, als würde es mir gerade gleich machen. Stillschweigen und Genießen! Was für ein schönes Gefühl hier mit meinen Liebsten einfach nur zu stehen :)

Wenn ich könnte, würde ich diesen Moment, diese Ruhe und das Beisammensein für die schlechten Tage im Jahr aufbewahren und immer dann abrufen, wenn ich es brauche. Mögen eure Weihnachten unvergesslich werden. Mit viel Liebe, viel Freude, viel Genuss, viel Erholung, viel Zeit mit Familie & Freunden und einem gemütlichen Ort zum Heim kommen. Mögen alle Sorgen in den Hintergrund rücken und die glücklichen Stunden und Momente die Oberhand gewinnen. Mögen die wundervollen Tage unvergesslich werden und euer Buch an Erinnerungen mit vielen neuen Gedanken gefüllt werden. Möge jedem von euch ein Mensch zur Seite stehen, der euch zum Lachen bringt und Glück ausstrahlt. Denn genau dann wird es ein wunderschönes, unvergessliches Weihnachten. Alles Liebe und bis bald

Einfach einmal Tee trinken

Wirrwarr in meinem Kopf

Es kann schon vorkommen, dass nicht immer alles rund oder nach Plan läuft. Vor allem wenn es stressig ist. Tausend Dinge gehen mir gerade durch den Kopf und ich bin schon seit Tagen damit beschäftigt, das ganze Wirrwarr in meinem Kopf in eine geordnete Struktur zu bringen. Funktioniert ehrlich gesagt nicht so wie gewollt! Liegt vielleicht auch daran, dass ich erst im Bett so richtig zum Durchatmen komme und dann erst mit dem Sortieren beginne. Eine absolut schlechte Idee. Denn das ist genauso unproduktiv, als würde ich nichts machen.

Nichtstun fördern

Hoppla, da habe ich wohl den einen Termin verschwitzt und das Essen schmeckt heute auch nicht so wie immer :( Ganz ehrlich? Es wird Zeit, dass ich ein bisschen runter komme. Daher folgt auf dieses ganze wilde Getummel rund um mich einfach einmal NICHTS. Hinsetzen, heißes Wasser in den Teekocher geben, einen leckeren Früchtetee in den Teebeutel geben, 10 Minuten ziehen lassen und unbeschwert den Tee genießen. Hierbei ist ganz wichtig: Nichts machen! Und wenn ich nichts sage, dann meine ich auch nichts. Kein wirres Gedankenspiel starten oder einen erneuten Ordnungsversuch im Kopf durchführen. Einfach einmal nur dasitzen, in die Luft starren und Tee trinken. Ich kann euch sagen, das wirkt Wunder!

Nichtstun will gelernt sein

Ja, Nichtstun muss gelernt werden und kostet gerade am Anfang Überwindung und Durchhaltungsvermögen. Das ist ein bisschen so, wie wenn eine offene Frage ins Plenum gestellt wird und keiner Antwortet - das muss man halt durchstehen. Fortgeschrittene Nichtstuer dürfen nach ein bisschen Übung auch schon Kekse zum Tee essen und vielleicht sogar dem Haustier beim Herumtollen zuschauen. Forscher haben festgestellt, dass man durchs Nichtstun den Blick auf das Wesentliche wieder lenkt. Das ist doch eigentlich genau das, was wir wollen. Den Filtermechanismen für unnütze Dinge und Informationen aktivieren bzw. verbessern.

Bewusst abschalten

Um sich kurzzeitig von Stress und Alltag distanizieren zu können, ist es in einem ersten Schritt ratsam, bewusst durchzuatmen und auf diesem Wege dem Körper Ruhe und Gelassenheit zu symbolisieren. Einige Minuten bewusst der Atmung folgen und sich darauf konzentrieren. In einem zweiten Schritt kann man mit Meditation die absolute Entspannung erlangen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Aber auch das Meditieren muss erlernt werden. Eine Alternative zum Meditieren ist zum Beispiel ein Spaziergang im Grünen, das Beobachten von Vögeln oder das Sammeln von Steinen. Bei all diesen Übungen geht es aber um die Konzentration auf eine bestimmte Tätigkeit und das Ausblenden von alltäglichen Gedanken.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Tipps die Weihnachtsferien ein bisschen versüßen, indem ihr euch gekonnt Entspannen und Erholen könnt. Lasst eure Gedanken zur Ruhe kommen und macht euch nicht unnötig stress. Ja, auch euer Tag hat nur 24 Stunden und das kleine Wörtchen "Nein" kann oftmals Wunder bewirken. Alles Liebe und bis bald