10 Gründe, warum ich Kroatien liebe

Die letzten beiden Jahre sind wir für unsere Sommerurlaube nach Maui und Mauritius sehr weit gereist - man möchte fast sagen "ans Ende der Welt". Es war schön und es war aufregend, aber dabei vergisst man oft, dass es auch in der näheren Umgebung von Österreich sehr schön und erholsam sein kann. Ganz ohne 24-Stunden Flug und Luxushotel. Darum haben wir uns heuer mit Zelt und vollbepacktem Auto (inkl. Schlauchboot und Paddel) auf den Weg nach Kroatien gemacht. Unsere Ziele: Split - Insel Vis - Insel Hvar. Auch wenn das Wetter teilweise ein paar Faxen gemacht hat, war es ein toller Trip. Wir haben sehr viel gesehen und werden bestimmt wieder kommen. Einfach weil man hier noch die abgelegenen und ruhigen Plätze findet, an denen man ganz alleine bzw. nur zu zweit vor sich hin träumen kann. Ich kann euch sagen, das hilft ungemein beim Entspannen.

Mein Reisetagebuch

Wie eine Verrückte habe ich heuer schon 1 Monat vor der Abreise in unseren wohlverdienten Urlaub begonnen, die beiden (ja wir hatten 2) Reiseführer durchgestöbert und wichtige bzw. sehenswerte Orte markiert. Das kann ich euch nur empfehlen, damit man sich nachher nicht ärgert, dass man irgendetwas Tolles verpasst hat. Und dann war es endlich so weit und es ging ab nach Split. Die 8-stündige Fahrt war eigentlich recht mühelos, da man von Wien aus fast nur Autobahn fahrt. Damit ich während unseres Urlaubs auch wirklich kein Missgeschick oder eine lustige Geschichte vergesse, habe ich gleich am ersten Tag mit meinem Reisetagebuch begonnen. Ist manchmal ganz lustig, witzige Geschichten nachher nochmals aufzuschreiben und beim Schreiben nochmals zu schmunzeln. Und natürlich möchte ich euch eine lustige Szene aus meinem Reisetagebuch nicht vorenthalten:

"Nach einer etwas mühsamen Fahrt auf der Fähre (Dauer 2,5 Stunden und 7 Uhr Früh Abfahrt) sind wir nun endlich auf der Insel Vis angekommen. Wir haben unser Apartment gleich gefunden, jedoch ist es überbucht. Wir können uns gerade etwas Schöneres vorstellen als das hier. Aber naja zum Glück wird uns gleich ein alternatives Apartment angeboten. Randnotiz: die Besitzerin des Apartments spricht nur kroatisch und französisch. Ich hab keine Ahnung, was sie uns sagt oder erzählt! Irgendwas mit Schlüssel, Markise und Bett. Haha, sie spricht auch ständig Niki an, obwohl der kein Wort versteht. Ich könnte Tränen lachen, überwinde mich nach ein paar Minuten aber doch ihm ein bisschen mit dem Französisch zu helfen. Die erste Nacht war übrigens weniger fein, da mein Polster einem Sandsack gleicht. Werde ihn wohl morgen mit Niki's Polster austauschen ;)"

Mein Top 10 Ranking, warum ich Kroatien so liebe:

1. Die Secret Caves

2. Die Geschichte & Tradition

3. Die wundervolle Unterwasserwelt

4. Die Sonnenuntergänge

5. Das unbeschreibliche Licht #nofilterneeded

6. Die scheinbar unendlichen Weiten

7. Die leeren Gässchen

8. Die kleinen Kirchen und Denkmäler

9. Das wundervoll türkisblau leuchtende Meer und die Kies-/Felsstrände

10. Die Stille

Natürlich fehlt hier noch die liebevolle Art der Einheimischen und das Flair von Kroatien - das ist nur recht schwer fotografisch einzufangen ;)

Ich hoffe ihr hattet ebenfalls einen super schönen entspannenden, erholsamen, lustigen, abenteuerlichen und unvergesslichen Sommerurlaub. Also ich bin schon bereit für die Planung des nächsten Sommerurlaubs. Vielleicht wieder die Insel Vis oder doch wieder ein bisschen weiter weg nach Sri Lanka oder Vietnam?! Wir werden es sehen. Ich lass mich da einmal von Pinterest inspirieren und entscheide dann gemeinsam mit meinem Mann aus dem Bauch heraus.

Kleiner Tipp: Wer es weniger touristisch, aber dafür umso ruhiger und verlassener mag, den lege ich die Insel Vis sehr ans Herz. Die Örtchen auf Vis sind klein, aber sehr schön angelegt. Die Kroaten sind sehr gastfreundlich und wissen, wie man gutes Essen macht. Vor allem der Fisch ist ein Hammer - und das sage ausgerechnet ich, als altbekannte Fischverweigerin. Am besten ist es, mit dem eigenen Auto anzureisen oder sich ein Moped auszuleihen, denn viele verlassene Buchten sind nur mit dem Auto und einem anschließenden breiten Fußweg erreichbar. Oder man kommt gleich über das Wasser mit dem eigenen Boot - das wäre natürlich das Optimum :)

Von mir aus kann der Herbst jetzt kommen. Ich bin bereit! Alles Liebe und bis bald

Einfach einmal Tee trinken

Wirrwarr in meinem Kopf

Es kann schon vorkommen, dass nicht immer alles rund oder nach Plan läuft. Vor allem wenn es stressig ist. Tausend Dinge gehen mir gerade durch den Kopf und ich bin schon seit Tagen damit beschäftigt, das ganze Wirrwarr in meinem Kopf in eine geordnete Struktur zu bringen. Funktioniert ehrlich gesagt nicht so wie gewollt! Liegt vielleicht auch daran, dass ich erst im Bett so richtig zum Durchatmen komme und dann erst mit dem Sortieren beginne. Eine absolut schlechte Idee. Denn das ist genauso unproduktiv, als würde ich nichts machen.

Nichtstun fördern

Hoppla, da habe ich wohl den einen Termin verschwitzt und das Essen schmeckt heute auch nicht so wie immer :( Ganz ehrlich? Es wird Zeit, dass ich ein bisschen runter komme. Daher folgt auf dieses ganze wilde Getummel rund um mich einfach einmal NICHTS. Hinsetzen, heißes Wasser in den Teekocher geben, einen leckeren Früchtetee in den Teebeutel geben, 10 Minuten ziehen lassen und unbeschwert den Tee genießen. Hierbei ist ganz wichtig: Nichts machen! Und wenn ich nichts sage, dann meine ich auch nichts. Kein wirres Gedankenspiel starten oder einen erneuten Ordnungsversuch im Kopf durchführen. Einfach einmal nur dasitzen, in die Luft starren und Tee trinken. Ich kann euch sagen, das wirkt Wunder!

Nichtstun will gelernt sein

Ja, Nichtstun muss gelernt werden und kostet gerade am Anfang Überwindung und Durchhaltungsvermögen. Das ist ein bisschen so, wie wenn eine offene Frage ins Plenum gestellt wird und keiner Antwortet - das muss man halt durchstehen. Fortgeschrittene Nichtstuer dürfen nach ein bisschen Übung auch schon Kekse zum Tee essen und vielleicht sogar dem Haustier beim Herumtollen zuschauen. Forscher haben festgestellt, dass man durchs Nichtstun den Blick auf das Wesentliche wieder lenkt. Das ist doch eigentlich genau das, was wir wollen. Den Filtermechanismen für unnütze Dinge und Informationen aktivieren bzw. verbessern.

Bewusst abschalten

Um sich kurzzeitig von Stress und Alltag distanizieren zu können, ist es in einem ersten Schritt ratsam, bewusst durchzuatmen und auf diesem Wege dem Körper Ruhe und Gelassenheit zu symbolisieren. Einige Minuten bewusst der Atmung folgen und sich darauf konzentrieren. In einem zweiten Schritt kann man mit Meditation die absolute Entspannung erlangen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Aber auch das Meditieren muss erlernt werden. Eine Alternative zum Meditieren ist zum Beispiel ein Spaziergang im Grünen, das Beobachten von Vögeln oder das Sammeln von Steinen. Bei all diesen Übungen geht es aber um die Konzentration auf eine bestimmte Tätigkeit und das Ausblenden von alltäglichen Gedanken.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Tipps die Weihnachtsferien ein bisschen versüßen, indem ihr euch gekonnt Entspannen und Erholen könnt. Lasst eure Gedanken zur Ruhe kommen und macht euch nicht unnötig stress. Ja, auch euer Tag hat nur 24 Stunden und das kleine Wörtchen "Nein" kann oftmals Wunder bewirken. Alles Liebe und bis bald

 

Paradiesisch

Hoch hinaus

Es ist 2 Uhr am Morgen und wir stehen voll bepackt mit unseren Turnschuhen, 2 Wasserflaschen und einem kleinen Lunchpaket in der Lobby unseres Hotels. Weit und breit niemand, außer die Rezeptionistin, der wir verschlafen unseren Autoschlüssel in die Hand drücken, damit sie unser Auto vorfährt. Wir steigen bei lauschigen 22° Celsius ins Auto ein und machen uns auf eine 2,5 stündige Fahrt auf den höchsten Berg von Maui bereit, der zugleich ein erloschener Vulkan ist. Die Strecke kommt mir ewig vor. Alles rund herum ist stockfinster, man sieht weder das Meer, noch die Bäume entlang der Küstenstraße. Mir wird schon flau im Magen, wenn ich daran denke, dass noch 3.000 Höhenmeter auf uns zukommen.

Es ist 4.45 Uhr am Morgen! Wir haben es geschafft! Wir befinden uns auf 3.050 Höhenmeter - rundherum nichts, außer Dunkelheit und vereinzelt ein paar andere Touristen. Es ist eisig kalt! Das Autothermometer zeigt 8°C an; es fühlt sich aber wie 2°C an. Ich schmiege mich in meinen warmen Pullover hinein und genieße ein leckeres Banana Bread aus meiner Lunchbox direkt am Summit vom Haleakala Vulkan.

Es ist 6.10 Uhr am Morgen! Es dauert nicht mehr lange - die Sonne erhellt schon leicht den Himmel und lasst ihn in einem strahlenden Gelb-Orange erleuchten. Langsam ziehen unzählige Wattebausch-Wolken an uns vorüber und machen Platz für die gewaltige Kraft der Sonne. Selten habe ich so ein wundervolles Naturschauspiel gesehen. Keiner sollte sich so einen wundervollen Sonnenaufgang entgehen lassen. Denn auch das, was danach folgt, hat so einiges zu bieten.

Stille & Grün

Es gibt mehrere Wanderwege am Haleakala Vulkan von Maui, wovon zwei wirklich sehenswert sind. Der Sliding Trail führt entlang eines extrem kargen, rotsandigen Weges. Weit und breit nichts. Keine Bäume, keine Tiere, kleine Blumen. Stille. Ich höre nichts und für ein paar Sekunden läuft mir ein kurzer Schauer über den Rücken. So stelle ich mir das Weltall vor - Ruhe und Stille, überall wo man hinsieht.

Der andere Wanderweg stellt das genaue Gegenteil dar und befindet sich auf ca. 2.500 Höhenmeter. Der Weg schlängelt sich entlang von grünen Büschen und Bäumen, die Vögel singen, die Nénés (eine endemische Gänseart) schnattern und die Natur zeigt sich in einem satten Grünton. Hier wandert man in Serpentinen einen Berg hinunter, passiert erloschene Lavasteine und gelangt schließlich inmitten des Vulkanbeckens.

Die andere Seite von Maui

Und dann gibt es da auch noch die andere Seite von Maui. Nämlich jene Seite, die man aus zahlreichen Filmen und von Fotos kennt.

Ein Maui mit wundervollen Stränden und Buchten.

Ein Maui mit kristallklarem Wasser und einer atemberaubenden Unterwasserwelt, wo sich Schildkröten (auch Honu genannt) und Manterrochen die Flosse reichen.

Ein Maui, das tropischer nicht sein könnte.

Ein Maui, das mit Sandstränden in den Farben Rot, Schwarz und Gelb aufwartet.

Und zu guter Letzt ein Maui, das eine atemberaubende Natur bereit hält.

Schmankerl auf Maui

Das Essen auf Maui ist sehr amerikanisch. Neben Bacon und Pancakes findet man noch zahlreiche Fastfood-Ketten und Fischspezialitäten. Aber auch die Hawaiianische Küche hat so einiges zu bieten. Besonders Fisch und Hühnchen mit Macadamia Nut und Kalua Pork (Schwein in Bananenblättern geräuchert) sind exzellent.

Ihr wollt dem Paradies ganz nahe sein? Ihr wollt einzigartige Stille erleben und einen der schönsten Sonnenaufgänge genießen? Dann seid ihr auf Maui genau richtig. Genießt die Ruhe, lasst euch vom Rhythmus der Insel mitreißen und sondert euch vom Massentourismus ab, denn nur dann kann man die wundervolle Vielfalt der Insel wirklich erleben. Alles Liebe und bis bald



Vielfalt und Einzigartigkeit auf Mauritius

Heute geht es einmal nicht (nur) um Essen und Essenfotografie. Denn ich durfte mit meinem Freund zwei wunderschöne Wochen auf der Trauminsel Mauritius verbringen und war von dem Eiland mehr als beeindruckt. Die Insel verzaubert in vielerlei  Hinsicht. In Mauritius sind über 85 Religionen vertreten und es gibt mehrere Hauptsprachen, wie etwa Englisch, Französisch, Kreolisch etc. Die meisten Einwohner sprechen 4-7 Sprachen und kommen aus den verschiedensten Teilen der ganzen Welt, dazu zählt vor allem Indien und Südafrika. Dies alleine zeigt schon, wie vielfältig und aufgeschlossen das schöne Land ist. Da könnten wir Europäer uns ruhig ein Stückchen abschauen.

Public Beach in Mont Choisy, Mauritius

Public Beach in Mont Choisy, Mauritius

Unser Hauptaugenmerk in unserem Urlaub galt nicht nur dem wunderschönen Strand, mit seinen Filaoswäldern und Palmen, sondern vor allem auch der Kultur und den Eigenheiten des Landes. Da wir nämlich nicht nur Strandlieger, sondern auch Weltenbummler sind, haben wir die Insel an allen erdenklichen Ecken erkundet. Natürlich durfte da ein Besuch in der Hauptstadt Port Louis nicht fehlen. Die Stadt überrascht mit ganz viel Getummel und Gedränge, aber gleichzeitig auch mit Vielfalt und Individualität. Im Herzen der Stadt gibt es einen riesigen Markt, auf dem man ALLES bekommt. Und wenn ich ALLES sage, dann meine ich auch wirklich alles. Dazu gehört frisches Obst & Gemüse genauso, wie Tee, Kaffee, Gewürze, Plastikwaren, Bekleidung, Fleisch & Fisch, Sonnenbrillen, Bücher, CDs, Fleisch, sowie Tücher und Baumwollprodukte :) Gerade im Vergleich  mit den Wiener Märkten - die ich ja vor ein paar Wochen erst erkundet habe - zeigen sich ganz große Unterschiede. Schon alleine die riesigen Mengen, die sich auf den Standtischen stapeln, sind mit Wiener Verhältnissen nicht zu vergleichen. Aber verschafft euch selbst einen Eindruck von der Vielfalt des Obst- & Gemüse-Marktes der Hauptstadt von Mauritius.

Und weil ich euch die wunderschöne Vielfalt des übrigen Landes keinesfalls vorenthalten möchte, zeige ich euch noch ein paar Fotos von unserem Urlaub. Besonders beeindruckt hat uns der Botanical Garden in Pamplemousse, die Touristenstadt Grand Baie, sowie der Champ du Mars in Port Louis. Weiters war die Landschaft einfach atemberaubend und hat uns teilweise sogar an die österreichischen Berge erinnert. Zu unseren Highlights gehörten aber auch die Rochester Falls, 7 Colored Earth in Chamarel und natürlich Le Morne - wo sich auch unser zweites Traumhotel "Le Paradis" befand.

Ich kann nur sagen, dass ich diesen Urlaub total genossen habe und jedem eine Reise dort hin empfehlen kann. Der Süden hat genauso seine Vorzüge, wie der Norden, Westen und Osten. Es ist wirklich schwierig, sich hier für ein oder zwei Orte zu entscheiden. Aber es macht auch so unendlich viel Spaß, das Eiland zu erkunden und Neues kennen zu lernen. Ich hoffe ihr hattet einen genauso tollen Urlaub oder konntet euch zumindest für eine Weile irgendwo erholen. Von mir aus kann der Herbst jetzt kommen - ich bin bereit ;)

Alles Liebe und bis bald