Abwarten und Tee trinken

Unergründliche Liebe

Irgendwann kommt er bestimmt – mein Liebling unter den Lieblingen. Ja richtig, ich rede vom Winter. Wenn die letzten Blätter, die die Bäume noch auf ihren dünnen Ästchen tragen, zart mit Frost überzogen sind und die Luft niemals reiner erscheint, als nach einem richtig schönen Schneegestöber. Alles ist leicht angezuckert und verspricht so viel Reinheit und Ruhe. Eingepackt in dicke Wollsocken, einen Wollpulli, Wollhandschuhe und -haube, sowie einem richtig kuscheligen Schal bin ich startklar für die Kälte und den Winter. Ich kann nicht genau sagen, woher meine Liebe zum Winter kommt. Vielleicht liegt es am Weiß oder am Schifahren oder an der Kälte! 

Und wie ist das bei euch so? Aus Erfahrung weiß ich, dass ich mit diesem verliebten Gerede über die kälteren Tage im Jahr oftmals auf Unverständnis stoße, manchmal sogar auf Kopfschütteln und ganz oft auf einen kleinen Lacher mit dem Ausruf: "Es geht nichts über den warmen Sommer!". Aber das ist auch gut so, dann kann ich den Winter wenigstens ganz alleine für mich genießen. Da es aber noch ein paar Tage, wenn nicht sogar Wochen und beinahe Monate bis zu meiner lang ersehnten Lieblings-Jahreszeit dauert, bereite ich mich mit heißem Tee, guter Musik und einer wirklich kuschelig warmen Decke auf der Couch quasi mental auf den "coolen" Winter vor.

Ein Schälchen Grüner Tee

Seit Jahren trinke ich Tee in allen Variationen, Formen, Farben und mit allen möglichen Zutaten, die sich finden lassen. Sei ist mit Rosenblüten oder Zitronenzesten oder getrockneter Ringelblume. Und trotzdem bleibe ich immer wieder bei Grünem Tee hängen. Einfach weil der Geschmack so fein und besonders ist und ich diese leicht säuerliche Note auf der Zunge unglaublich gerne habe. Unsere Teelade ist fast so groß wie unsere Teller- und Bestecklade gemeinsam und an Vielfalt kaum zu übertreffen. Und trotzdem greife ich jeden Morgen immer wieder zu meinem neuen Lieblingstee: SUN OF HEAVEN - Green Tea Sencha Mango von Tree of Tea. Die Mango gibt dem Tee eine absolut perfektes Aroma und bringt mich jeden Morgen in Schwung. Gerade jetzt - an kühleren Herbsttagen - darf es durchaus auch schon einmal ein Teekännchen am Tag mehr sein; nett angerichtet in einer alten Tasse macht das Teetrinken dann fast noch mehr Freude. Denn wie sagt man so schön: Abwarten und Tee trinken – der Winter kommt bestimmt ;)

Kleiner Tipp:

Grünen Tee kann man problemlos zweimal aufgießen. Also einfach die losen Blätter im Tee-Ei für den nächsten Morgen aufheben und den SUN OF HEAVEN Tee zweimal genießen – das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit in den frühen Morgenstunden.

Ui jetzt darf die Zeit für mich wie im Flug vergehen, damit ich meinen lang ersehnten Winter endlich vor der Türe habe. Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit mit meinen Teesorten. Ich wünsche euch einen super schönen Herbst. Alles Liebe und bis bald

Ich hole mir den Sommer zurück

Aufmerksamkeit schenken

All diese Facetten, dieser Detailreichtum und diese Farben. Von Blassgrün, über Gelb, bis hin zu einem kräftigen, saftigen Grün. Das sind genau jene Punkte, warum ich meinen Beruf so liebe. Die Natur kann so wundervolle Dinge erschaffen - man muss ihnen nur ein bisschen Aufmerksamkeit schenken!

Eine Ananas versprüht für mich Sommer, Sonne, Strand, Meer, Gelassenheit, Ruhe und Freude. Ich brauche nur die Augen zu schließen, in eine Ananasscheibe hineinbeißen und schon kommen all diese wunderschönen Urlaubserinnerungen zurück. Wie ich gelassen neben dem Sandstrand sitze, dem Rauschen des Meeres und den Vögeln bei ihrem Morgengesang lausche. Wie ich mein Müsli mit einer frisch geschnittenen Ananas genieße, in die Ferne blicke und überlege, was mir der Tag heute bringt. Alle Sorgen und Probleme scheinen auf einmal ganz weit weg und nur das Hier und Jetzt ist im Moment wichtig. Keine Ahnung wohin mich der Tag treibt, keine Ahnung worauf ich Lust verspüre, keine Ahnung was mir von diesem Tag in Erinnerung bleibt - ich genieße ihn einfach nur!

Ich liebe diese Momente, wo ich mich fallen lassen kann und nur durch einen Geruch oder ein bestimmtes Ding wundervolle Erinnerungen in meinem Gehirn aufsteigen, die mir wie kleine Seifenblasen den Tag versüßen. Vielleicht habt ihr auch manchmal solche Momente? Genießt sie und haltet sie ganz fest, denn sie machen unser Leben aus. Alles Liebe und bis bald

Lach einmal!

Endlosschleifen

Kennt ihr diese Phasen, wenn über Wochen hinweg irgendwie alle Projekte, die man anfängt, endlos erscheinen und man die unbekümmerten Zeiten, in denen alles so leicht von der Hand geht, so sehr herbei sehnt? Richtig, ich befinde mich wohl schon seit ein paar Wochen inmitten einer solchen Phase. Für jede Kleinigkeit brauche ich ewig und nichts scheint fertig zu werden. Für all jene, die das Gefühl nicht kennen: Das ist unschön! Wirklich einfach nur unschön!

Nicht enden wollende Stunden stecke ich nun schon in ein Projekt für die Uni und trotzdem kommt es mir so vor, als wäre ich noch ziemlich am Anfang. Immer wieder komme ich auf die "gute" Idee, doch meine bereits getane Arbeit nochmals zu überdenken und ganz neu damit zu beginnen. Keine gute Idee, kann ich aus heutiger Sicht sagen. Letztendlich hat mich das nämlich wieder Stunden gekostet und im Endeffekt war es nicht anders als vorher. Ein bisschen wie ein kleiner Goldhamster im Laufrad, der hofft, dass er sich doch irgendwann einmal vom Fleck bewegt.

Lachen als Allheilmittel?!

Und was glaubt ihr ist meine Lösung für das Problem der endlos erscheinenden Phase? Ganz ehrlich? LACHEN! Sich hinsetzen, über seine eigenen (dummen oder auch weniger dummen) Fehler lachen, die man nicht mehr ungeschehen machen kann, und weiter arbeiten. Am besten lacht es sich natürlich zu zweit und über alles, was einem gerade unter kommt. Aber es ist auch spannend, einfach über sich selbst zu lachen. Dabei geht es nicht um ein Auslachen, sondern um ein Über Dinge lachen, die ich ohnehin nicht mehr ändern kann.

Ein Beispiel:

Wir stecken bereits seit 40 Minuten im Stau. Wir möchten einfach nur nach Hause und natürlich haben wir die langsamste Warteschlange erwischt - wie könnte es anders sein. Nach etwa 10 Minuten Herumgenörgel und Schimpferei schauen wir uns beide an. Ich beginne zu grinsen. Er beginnt zu grinsen. Ich schiebe meine Lieblings-CD in das Autoradio und drehe laut auf. Wir fahren beide das Fenster herunter und für genau 3,52 Sekunden singen wir lachend unser Lieblingslied mit. Klar schaut das von außen total beknackt aus, aber "Who cares"?! Denn genau dadurch haben wir den Stress hinter uns gelassen und einfach über die Situation gelacht bzw. das Beste daraus gemacht.

Einfach Genießen

Denn irgendwann geht auch diese Phase wieder vorbei - vertraut mir ;) Es gibt nämlich auch schöne Phasen und das sind meistens jene, die direkt auf eine "mühsame" Phase folgen. Und ganz ehrlich, man kann sich "doofe" Phasen auch einfach mit schönen Momenten versüßen. Hier ein kleiner Tipp: Genießt diese schönen Momente besonders und schätzt die Dinge, die mit euch und um euch herum geschehen. Da fällt einem dann auch das Lachen noch viel leichter!

Es stimmt schon, das Leben ist nicht immer ein Zuckerschlecken und nicht jede aussichtslose Situation lässt sich so einfach Weglachen - aber ein Versuch ist es allemal wert. Ich spreche hier aus Erfahrung. Vor allem weil man sich dann auch besser auf die schönen Dinge - die, die nämlich wirklich zählen - konzentrieren kann. Mit diesen Worten wünsche ich euch einen schönen und vor allem lustigen Start in die neue Woche. Alles Liebe und bis bald

Rot-Grüner Sommer

Es ist wohl nicht zu übersehen, dass in dieser Küche gerade jemand etwas Wundervolles gezaubert hat. Überall liegen schmutzige Schalen und Fläschchen, sowie benutzte Teller, Gabeln und Löffeln - der Geschirrspüler scheint einfach gerade viel zu weit weg zu sein und irgendwie gehört das auch einfach dazu. Und die Leichtigkeit der niedlichen und frischen Party-Snacks übertrumpft das alles mit einer schönen Brise voll Frische. Die Küche riecht so wundervoll nach Wassermelone (frisch aus dem Burgenland) und den in grün strahlenden Kiwis, die gerade auf kleine Spießchen gesteckt wurden.

Ich gebe es zu: Ich bin nicht gerne alleine! Und genau deswegen liebe ich es umso mehr, Feiern für Freunde und Bekannte vorzubereiten und mich hierbei so richtig ins Zeug zu legen. Diesmal sollte es eine Party mit einem Motto-Mix werden: Nämlich saftige Wassermelonen in Rot und leckere Kiwis in Grün.

Wassermelonen in Rot

Zutaten:

  • Wassermelonen
  • Spieße
  • Keksausstecher (z.B. runde Form)
  • Sirup nach Wahl
  • Lebensmittelfarbe (nach Bedarf)
  • Eiswürfel
  • Strohhalme
  • Free-Printable Papeterie (z.B. von Happy Summer)

Zubereitung:

Schneidet die Wassermelonen in dünne Scheiben und stanzt mit einem Keksausstecher Kreise aus. Danach werden die runden Melonenstücke auf Spieße geschoben. Bereitet dann euren Lieblingssirup (entweder hell oder dunkel) wie gewohnt zu und kühlt ihn. Vor dem Servieren den Sirup in ein Glas füllen und mit Eiswürfeln, sowie Strohhalmen anrichten. Solltet ihr einen hellen Sirup verwenden, dann könnt ihr ihn mit roter Lebensmittelfarbe einfärben (Achtung: sparsam mit der Farbe umgehen). Wenn ihr richtig Sommerlaune und Partystimmung verbreiten wollt, dann könnt ihr auf die Limonadengläser noch kleine Printables (Tags) geben.

Kiwi in Grün

Zutaten:

Zubereitung:

Schält und schneidet die Kiwis in dünne Scheiben. Schiebt diese dann auf Spieße (Achtung: sie können leicht zerfallen). Bereitet eine große Tasse Cool Tea zu und stellt die Kanne kühl. Vor dem Servieren den Tee in einem Glas mit Eiswürfeln und Strohhalmen anrichten. Wenn ihr richtig Sommerlaune und Partystimmung verbreiten wollt, dann könnt ihr auch hierfür auf die Gläser kleine Printables (Tags) hängen.

In diesem Sinne wünsche ich euch - trotz der derzeitigen Affenhitze - noch einen super schönen und heißen Sommer, mit tollen Parties, leckeren Partysnacks und netten Freunden. Alles Liebe und bis bald 

P.S.: Many thanks to Amy from Eat Drinc Chic for these beautiful free printables :)

Und dann?

Die richtige Wahl

Ich schaue nach rechts und sehe meine KollegInnen, die alle ihre nächsten Schritte einstudiert und den perfekten Weg für sich gefunden haben. Und es sieht so einfach aus! Auf der linken Seite sehe ich all diese Beschränkungen und Regeln, die so kompliziert wirken und mir irgendwie das Leben erschweren wollen. Ich habe keine Idee, welche Seite ich wählen soll bzw. mit welchem Weg ich meine Träume verwirklichen kann. Warum ist plötzlich niemand da, der mir den richtigen Weg weist? Es wäre so viel einfacher, wenn ich jemandem folgen könnte und einfach nur Zuhören müsste, was er/sie mir erzählt, als jeden Schritt selbst erfahren zu müssen.

Ich stehe vor der Universität, dieses riesige alte Gebäude inmitten der Stadt, mit all seinen Statuen, Treppen und Studierenden davor. Für eine kurzen Moment denke ich an all diese wundervollen Momente zurück, die mich mit dieser Institution verbinden. Meine erste Seminarstunde an der Uni vor fünf Jahren, mein Bakkalaureatsabschluss im Dezember vor zwei Jahren und natürlich meine erste eigene Klasse von Journalismusstudierenden, die mir aufmerksam zugehört haben, als ich ihnen über den Fotojournalismus berichtet hatte. Aber all diese Erinnerungen führen mich unweigerlich zu der Tatsache, dass dies nun mein letztes Semester an meiner geliebten Universität ist und ich stehe an einem Punkt, wo ich mich entscheiden muss, welchen Weg ich nun gehen will und welche Seite meine Zukunft darstellen soll. Soll ich den Doktor in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft machen? Will ich aufhören, an der Universität zu arbeiten? Will ich vielleicht nun doch Vollzeit meiner Tätigkeit als Fotografin nachgehen?

Wo ist das kleine grüne Männchen, wenn man es braucht?

Wer gibt mir auf all meine Fragen die richtigen Antworten und sagt mir, was ich tun soll und wohin ich gehen soll? Vielleicht erscheint mir ja irgendwann ein kleines grünes Männchen inmitten einer grünen Wiese zwischen Bäumen und blühenden Blumen? Und vielleicht reicht er mir seine kleine grüne Hand und ich folge genau jenem Weg, den er mir als den richtigen zur Erfüllung meiner Träume weist. Aber wird er überhaupt meine Träume kennen? Kenne ich meine Träume?

Auf der einen Seite brauche ich dieses kleine grüne Männchen so sehr, da ich mich noch nicht bereit fühle, alleine in die große Welt hinauszutreten und normal zu Atmen, wenn all diese Menschen mit ihren großen Persönlichkeiten um mich herum stehen. Ich würde mich so gerne hinter diesen perfekten Menschen verstecken, wenn sie mit ihren perfekten Plänen, ihrer perfekten Ausbildung,  ihrem perfekten Lächeln und ihren perfekten (Berufs-)Erfahrungen genau neben mir stehen. Auf den ersten Blick schauen wir möglicherweise alle gleich aus und es könnte so einfach sein, sich einfach hinter der Masse zu verstecken. Also hängt es letztendlich von mir selbst ab, ob ich aus der Masse herausstechen und meinen eigenen Weg gehen will.

Aber das Heraustreten aus der Menge kann auch bedeuten, dass ich endlich aus diesem "Gefägnis" entkommen und mich frei fühlen kann. Einfach ich selbst sein - ganz ohne Druck und ständige Vergleiche. Einfach wie ein Vogel sein und über die Berge fliegen, während man nach dem richtigen Ziel Ausschau hält.

Mein eigener Weg könnte sehr einsam sein, denn man kennt niemanden und muss seine eigenen Erfahrungen machen - weit weg von der eigenen Komfortzone. Es könnte auch schwer sein, sich gegen die Konkurrenz durchzuschlagen. Also es wird wohl nicht einfach werden? Aber wird es sich lohnen? Ich denke schon :) 

Alles Liebe und bis bald 

P.S. Alle Fotos wurden im Zuge des Fotografie-Workshops von Plated Stories gemacht und stammen vom Château du Rivon aus Chinon (Frankreich).