The perfect Summer-Bowl

Nicht schnell, aber köstlich

Im Sommer muss Essen schnell gehen und gesund sein - ich weiß. Es gibt auch viele Rezepte, die nicht nur einfach sind, sondern auch schnell gehen. Aber jeden Tag Salat essen wird mit der Zeit auch langweilig. Deswegen entscheide ich mich ab und zu bewusst gegen total gesunde und schnelle Gerichte, weil ich sie einfach nicht mehr sehen kann (auch wenn sie wirklich gut sind).

Dieses köstliche Sommer-Rezept, das ich vor kurzem ausprobiert habe, ist alles andere als schnell und wenn man die ethischen Aspekte von Avocados miteinbezieht (Abholzung von Regenwäldern, Verschmutzung von Trinkwasser etc.), dann ist es vielleicht auch nicht unbedingt ein Essen für jeden Tag. Aber diese Bowl ist so richtig lecker, dass ich ehrlich gesagt nicht genug davon bekommen kann. 

Süßkartoffel-Avocado-Bohnen-Bowl

Für dieses Gericht werden Süßkartoffel benötigt, die leider oft unterschätzt werden. Denn sie sind eine super Alternative für gewöhnlichen Kartoffeln. Zu den Süßkartoffeln gesellen sich in der köstlichen Bowl jedenfalls Bohnen, Avocado und simpler Reis. Wer möchte, kann auch noch Sprossen oder Kresse hinzugeben. Ich persönlich finde, dass Reis jedes Gericht aufwertet. Ich bin aber auch ein absoluter Reisfan ;). Die Bowl wird dann mit einer köstliche Limettensauce aufgepeppt und fertig ist das Sommergericht.

Rezept: Süßkartoffel-Avocado-Bohnen-Bowl

Zutaten für 2 Personen:

  • 200 g Basmati Reis
  • 2 Süßkartoffeln
  • 2 Paprika
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 Avocado
  • 2 TL Paprikapulver
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Messerspitze Chilipulver
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Limette
  • 1/2 Becher Sauerrahm
  • 1/2 Becher Joghurt
  • nach Belieben: Sprossen oder Kresse
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung (ca. 45 Minuten):

Basmati Reis mit ca. 375 ml Wasser und ein wenig Salz zum Kochen bringen. Auf geringer Flamme kochen, bis das gesamte Wasser verdampft ist. Süßkartoffeln inzwischen schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Paprika in Scheiben schneiden. Süßkartoffeln mit Backpapier auf ein Blech legen und mit 1 TL Paprikapulver, Chilipulver und 2 EL Olivenöl bestreuen/beträufeln. Ofen auf 200°C vorheizen (Ober- und Unterhitze) und die Süßkartoffeln für ca. 20 Minuten darin garen lassen. Nach ca. 20 Minuten die Paprika hinzugeben, nochmals mit 1 EL Öl beträufeln und für weitere 15 Minuten in den Ofen schieben.

Währenddessen Limettenschale abreiben, den Saft der Limette auspressen und beides gemeinsam mit Sauerrahm, Joghurt, Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel vermengen. Die Sauce mit 1 TL Paprikapulver und Kreuzkümmel abschmecken. Die Avocado in dünne Scheiben schneiden und beiseitelegen. Die Bohnen aus der Dose leeren und mit Wasser waschen. Drei Minuten bevor die Süßkartoffeln und Paprika aus dem Rohr kommen, die Bohnen dazugeben und kurz mitgaren lassen. Sobald alles fertiggegart ist, aus dem Ofen nehmen und gemeinsam mit dem Reis in einer Schüssel oder auf einem Teller anrichten. Süßkartoffeln und Paprika leicht salzen. Die Avocadoscheiben in der Schüssel schön drapieren und die Sauce über Süßkartoffeln und Avocado gießen. Nach Belieben kann zum Abschluss noch Kresse (oder Sprossen) über dem Gericht verteilt werden.

Guten Appetit!

Vielleicht habt ihr auch ein tolles Rezept, das vielleicht nicht super schnell, aber dafür super köstlich ist. Ich freue mich auf eure Beiträge und wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren der Summer-Bowl. Lasst es euch schmecken :) Alles Liebe und bis bald ♥

VEGETARISCHE SOMMERPASTA

Change something

Vor ein paar Tagen haben wir uns die Dokumentation "Cowspiracy" auf Netflix angesehen. Ein wirklich sehenswerter Film über Nutztiere, unseren Fleischkonsum und die daraus resultierenden Probleme. Um ehrlich zu sein, fand ich den Film ziemlich bedrückend und überaus aufrüttelnd, auch wenn mir die Fakten alle schon bekannt waren - nur leider nicht in diesem Ausmaß. Kurz gesagt: Kuh, Schwein, Hendl und Schaf brauchen eine Menge Fläche für sich und die Anpflanzung ihres Futters sowie Unmengen an Wasser, wodurch ein hohes Maß an CO2 ausgestoßen wird. Und wofür das Ganze? Damit wir ein Steak essen können?

Man Mann und ich leben schon seit längerem flexitarisch, das heißt ohne täglichen Fleischkonsum, manche Tage völlig vegetarisch, andere sogar ganz vegan, legen viel Wert auf regionale und/oder Bioprodukte und suchen Alternativen zu tierischen Lebensmitteln. Trotz allem sind wir aber weder Vegetarier, noch Veganer. Nach dem Film haben wir uns aber wieder ins Bewusstsein gerufen, dass Unmengen an Fleisch und tierischen Produkten, wie etwa Kuhmilch, weder für unsere Umwelt, noch für unseren Körper gesund sind. Daher suchen wir jetzt noch bewusster nach veganen oder vegetarischen Gerichten, die genauso schmackhaft sein können wie Fleischgerichte. Fleischtiger werden erstaunt sein, wie köstlich eine vegetarische Pasta sein kann ;)

Ich finde es wird langsam Zeit, dass wir endlich aufwachen und schonender mit unseren Ressourcen umgehen. Das geht bestimmt nicht von heute auf morgen, aber wenn jeder seinen jährlichen Fleischkonsum um die Hälfte reduziert, haben wir schon viel gewonnen. Ich glaube fest daran!!!

Vegetarische Sommerpasta

Eines meiner Lieblingsrezepte diesen Sommer ist eindeutig eine Sommerpasta mit Tomaten & Mozzarella. Ich könnte mich eingraben darin, weil der Geschmack einfach so vielfältig und frisch zugleich ist. Ich liebe es :) Probiert es doch selbst gleich aus:

Rezept: Linguine mit Cherrytomaten, Mozzarella & Basilikum

Zutaten für 2 Personen:

  • 300 g Linguine
  • 250 g Cherrytomaten in Gelb und Rot
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Pkg. Mozzarella
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Linguine mit ein wenig Salz in heißem Wasser ca. 10 Minuten kochen lassen, bis die Nudeln bissfest sind. Zwischenzeitig Knoblauch und Zwiebel in kleine, feine Würfel schneiden. Cherrytomaten halbieren und gemeinsam mit Knoblauch und Zwiebel sowie 2 EL Öl in eine Pfanne geben und ca. 7-8 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Basilikumblätter von den Stängeln zupfen, waschen und klein schneiden. Nach etwa 5 Minuten Kochzeit der Tomatensauce die Hälfte des Basilikums unter die Tomatensauce mischen und mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken. Mozzarella in ca. 3 cm große Würfel schneiden und beiseite legen. Sobald die Tomaten Saft verlieren und weichgekocht sind, ist die Sauce servierfertig. Die fertigen Linguine abtropfen und auf Tellern anrichten. Tomatensauce, restliche Basilikumblätter und Mozzarella darüber streuen und fertig! Guten Appetit ;)

Lasst euch eure Pasta gut schmecken - vielleicht sogar während ihr euch "Cowspiracy" anschaut (ich weiß, Fernsehen und gleichzeitig Essen ist eigentlich nicht so super gesund, aber ihr könnt ja dieses Mal eine Ausnahme machen – quasi für den guten Zweck). Vielleicht habt ihr ja ebenfalls eine köstliche Sommerpasta, die ihr gerne hier teilen möchtet. Ich freue mich auf eure Ideen und Beiträge. Falls ihr Fragen zum Flexitarismus habt, könnt ihr mir die natürlich auch gerne stellen. Alles Liebe und bis bald ♥

Sommer, Sonne & Erdbeeren

Sonne, Wärme, Licht

Und endlich ist er – zumindest temperaturtechnisch – da, der heiß ersehnte Sommer mit all seinen zauberhaften Eigenschaften. Sonne, Wärme, viel Licht, imposante Sommergewitter und fröhliche Gemütern rund um mich herum. Aber irgendwie stresst mich der Sommer, denn gerade weil es noch so lange hell ist und ich nichts verpassen möchte, komme ich kaum zu etwas. Aber ich muss gestehen: es ist jener Stress von der guten und gemütlichen Sorte!

Nach der Arbeit noch ein paar Spritzer mit Kolleginnen trinken oder noch schnell den neuen Heurigen in der Stadt ausprobieren, ganz lieb gewonnene Freunde treffen und mit ihnen die Sommerzeit genießen. Da kann man ganz schön ins Strudeln kommen, wenn man kein wirklich gutes Zeitmanagement hat. Und eines ist auch klar: Essen zu Hause wird im Sommer bei mir immer mehr zu einer Rarität. Genau deswegen habe ich mich auf die Suche nach einem einfachen und schnellen Sommerrezept gemacht. Wie so oft bin ich bei den leckeren (Erd-)Beeren hängen geblieben und habe meinen neuen Lieblingssalat für den Sommer entdeckt. 

Sommerlicher Erdbeersalat

Erdbeeren gehen immer

Natürlich gibt es zahlreiche leckere Sommersalate, die mit Mango, Avocado oder Wassermelone verfeinert sind und köstlich schmecken. Aber das hat man nur selten am Balkon oder im Garten hängen ;) Aus diesem Grund habe ich mich doppelt in den sommerlichen Erdbeersalat verliebt, da ich viele Zutaten oft daheim habe oder mich ganz einfach an meinen Hochbeeten am Balkon bedienen kann. Und außerdem schmeckt der Salat nicht nur vorzüglich – er sieht auch toll aus. Ich bin ohnehin ein Riesenfan von Beeren in allen erdenklichen Formen, Größen und Farben. Da ist es quasi selbstverständlich, dass ich in der Beerenzeit lieber auf heimische oder eigene Beeren zurückgreife, als auf Früchte von Übersee – auch wenn diese exotischen Variationen ihren besonderen Reiz haben können. Das schnelle und besonders einfache Rezept für ausgebuchte Sommertage findet ihr hier:

Rezept: Sommerlicher Erdbeersalat

Zutaten (2 Personen):

  • 500 g Erdbeeren

  • 1 große Handvoll Rucola

  • 1 Pkg. Büffelmozzarella oder normaler Mozzarella

  • 1/2 Gläschen Basilikum Pesto (ca. 70 g)

  • ein paar Basilikumblätter

  • ein paar Spritzer Olivenöl

Zubereitung (Dauer: ca. 7 Minuten):

Erdbeeren in dünne Streifen schneiden, große Rucolablätter klein zupfen und beides auf einem flachen Teller anrichten. Büffelmozzarella in kleine Stücke zupfen und gemeinsam mit den Basilikumblättern zu den Erdbeeren und dem Rucola geben. Mit einem Teelöffel das Pesto auf dem Salat verteilen. Nun ein paar Spritzer Olivenöl über dem Salat tröpfeln und fertig!

Cornelia Kahr Fotografie: Sommerlicher Erdbeersalat

Habt ihr auch ein Lieblingsrezept im Sommer? Bin auf eure Rezeptideen sehr gespannt. Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia Kahr

Happy Birthday Daddy

Kinder wie die Zeit vergeht

Wenn die Zeit doch nicht so schnell vergehen würde. Schon wieder ist ein Jahr. Mein Papa feiert heute seinen 60. Geburtstag. Das alleine ist natürlich noch kein Grund, um wehmütig zu werden. Aber dieser Umstand macht mir bewusst, dass ich heuer 30 werde. Die Emotionen dazu halten sich bei mir noch ein bisschen in Grenzen. Freu ich mich? Hmm...weiß nicht so recht. Bin ich in Partylaune? Naja auch nicht wirklich.

Gestern hab ich mit Freunden darüber gesprochen, warum der 30. Geburtstag bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl in der Magengegend auslöst. Es mag wohl daran liegen, dass man sich mit 30 – gesellschaftlich gesehen – vom Partymachen und Herumblödeln verabschieden muss. Denn genau JETZT beginnt der Ernst des Lebens und man muss (endlich?!) Verantwortung übernehmen. Wie würde denn das aussehen, wenn man mit 30 noch nicht weiß, was man im Leben will?!?!

WIR haben uns verändert

Aber ganz ehrlich: Das Leben und die Gesellschaft hat sich verändert. Wir haben uns verändert. Vielleicht sieht man sich im Alter von 30 mit Kind, vielleicht mit Hund, vielleicht mit Partner (+Kind), vielleicht aber auch als Single. Einfach weil es heute nicht mehr wie vor 20 Jahren ist, wo man mit 30 fest im Leben stehen und die Lebensplanung so gut wie abgeschlossen sein "musste". Ich glaube genau das ist auch der Grund, warum ich mir über die Gefühle zu meinem bevorstehenden 30. Geburtstag noch nicht bewusst bin. Es hat für mich einfach nicht so einen hohen Stellenwert. Es ist ein Geburtstag wie jeder andere und ich bin froh darüber, den perfekten Partner gefunden & eine verrückte Katze an unserer Seite zu haben. Ich bin stolz darauf, was ich bis jetzt erreicht habe und wo ich im Leben gerade stehe. Kurz gesagt: Es läuft! Warum sollte ich mir also über eine blöde Zahl Gedanken machen?! 

REZEPT für glutenfreie Pfirsichtorte das perfekte Sommerfest

Ich überlasse das Grübeln und Gedanken über etwas machen, das man ohnehin nicht ändern kann lieber anderen und kümmere mich eher um die Geburtstage von Freunden & Verwandten. In diesem Fall um den Geburtstag von meinem Papa. An dieser Stelle sei noch gesagt: Happy Birthday Daddy! Genau deswegen habe ich ihm auch zu seinem 60. Geburtstag eine super leckere glutenfreie (Haha, damit ich natürlich auch etwas von der Torte abbekommen kann!!!) Pfirsichtorte gebacken. Das Rezept ist super einfach, ist perfekt für eine heiße Sommerparty und geht super schnell. Also gleich ausprobieren ;)

Für den Teig benötigt ihr*:

  • 35 g Butter
  • 35 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Wasser
  • 50 g glutenfreies Mehl (z.B. von Mantler Mühle, erhältlich bei Merkur)
  • 1/2 TL glutenfreies Backpulver (z.B. von Haas)
  • ca. 2 Weinbergpfirsiche
  • nach Belieben: 2 Tropfen Zitrusaroma

Für die Creme benötigt ihr:

  • 1 Becher Schlagobers
  • ca. 2 Weinbergpfirsiche
  • ca. 3 EL Zucker (je nach Belieben)

Zuerst alle trockenen Zutaten, wie Mehl und Backpulver miteinander vermengen. Danach alle flüssigen Zutaten zusammenfügen. Zwei Weinbergpfirsiche in dünne Scheiben und dann in kleine Rechtecke schneiden (ca. 0,5 cm). Anschließend die Pfirsichstücke vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig in eine mit Butter eingefettete runde Kinderkuchenbackform gießen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für etwa 35 Minuten goldbraun backen. Wenn der Kuchen fertig ist, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Das Schlagobers mit Zucker vermengen und steif schlagen. Den ausgekühlten Kuchen mit einem großen flachen Messer in der Mitte auseinander schneiden und auf die eine Hälfte des Kuchens eine dünne Schicht Schlagobers auftragen (wenn der Kuchen an der Oberseite etwas uneben ist, dann mit einem flachen Messer den oberen Teil abschneiden). Die noch übrigen zwei Pfirsiche in sehr dünne Scheiben schneiden und fächerförmig auf der einen Hälfte des Kuchens auf die Schlagoberscreme auflegen. Danach noch eine dünne Schicht Schlagobers auftragen und die zweite Hälfte des Kuchens vorsichtig auf die erste Hälfte aufsetzen (Achtung: Kuchenhälften vorsichtig aufeinander setzen, da diese sehr leicht in der Mitte brechen können). Nun wieder eine Schicht Schlagoberscreme auftragen und die restlichen Pfirsiche fächerartig auflegen. Fertig ist eure glutenfreie Pfirsichtorte!

*Da meine ganze Familie nicht so gerne Süßes ist, verwende ich immer eine Kinderbackform mit einem Durchmesser von etwa 12 cm, damit ja nichts vom leckeren Kuchen übrig bleibt ;)

Kleiner Tipp: Fürs Sommerfest schmeckt selbstgemacht Pfirsichsilimonade besonders lecker. Dazu einfach die Pfirsiche in kleine Stücke schneiden und mit Zucker aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen. Dann den Sirup durch ein Sieb streichen und genießen.

Ich wünsche euch einen super schönen Start in die kommende Woche, mit viel Sonnenschein, wenig Stress und ganz viel Süßem ;) Alles Liebe und bis bald

 

PRODUKTE:

  • Geschirr (graue Teller, grauer Becher und gelbes Tuch) - Interio
  • Geschirr (gelbe Teller) - Butlers
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Das verflixte Weizen

Wenn Altbewährtes auf einmal zum Feind wird

Es hat ganz harmlos begonnen. Einmal Unwohlsein am frühen Nachmittag, dann leichte Bauchkrämpfe nach dem Mittagessen. Zum Schluss hat nur noch das warme Kirschkernkissen gegen die Bauchkrämpfe geholfen. Die ganze Geschichte hat sich über mehrere Monate hinweg gezogen und irgendwie war keine Besserung in Sicht. Teilweise gekrümmt bin ich an meinem Arbeitsplatz gesessen und habe mir mein Unwohlsein nicht anmerken lassen. Langsam machte ich mir aber doch Gedanken, was der Grund für die unwohlen Stunden sein könnte. Als Erstes kam mir "Lebensmittelunverträglichkeit" in den Sinn. Nach ein paar Stunden bei Dr. Google habe ich mich über das Thema informiert und mir zwischen Laktoseunverträglichkeit und Glutenunverträglichkeit schon alle möglichen Horrorszenarien ausgemalt. Schließlich liebe ich doch mein obligatorisches 3-Korn-Müsli mit Milch zum Frühstück und wollte nur ungern darauf verzichten. Aber genau diese Mahlzeit war jene, die ich seit etwa 2 Jahren unverändert in der Früh esse und wohl am ehesten der Auslöser sein würde.

Mir sind in dieser Zeit viele Fragen und auch ein paar Sorgen durch den Kopf gegangen. Aber konnte es wirklich sein, plötzlich an einer Lebensmittelunverträglichkeit zu erkranken? Einfach so von heute auf morgen? Schließlich leiden in Mitteleuropa nur etwa 1% der Bevölkerung an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). An Laktoseunverträglichkeit leiden in Deutschland etwa 15%.

Wenn Wissen heilen kann

Je mehr ich mich mit den Themen Zöliakie und Laktose beschäftigt habe, desto interessanter und spannender fand ich die Themen. Gerade das Thema Gluten (auch Klebereiweiß genannt) ist sehr spannend. Es handelt sich dabei um ein Proteinkomplex, welches in manchen Getreidearten, wie etwa in Weizen, Dinkel, Gerste etc. vorkommt. Aufgrund der Klebefähigkeit wird es auch in vielen anderen Produkten verwendet, wie etwa zum Verdicken von Saucen und Suppen, aber auch oftmals in Schokolade.

Leider konnte mir trotz zahlreicher Arztbesuche keiner sagen, was mit mir nicht stimmte. Vielmehr war ich laut Ärzte – zu meiner großen Erleichterung – "pumperlg'sund". Aber ich hatte noch immer jeden Tag Bauchschmerzen und so konnte es nicht weiter gehen. Deswegen habe ich in einem ersten Schritt die für mich einfachste Option der Nahrungsumstellung gewählt und kurzerhand die Kuhmilch in meinem Müsli gegen laktosefreie Milch eingetauscht. Aber leider ohne dem erhofften Ergebnis. Daher musste ich stärkere Geschütze auffahren und habe mich für eine glutenfreie Ernährung entschieden. Ich war sehr aufgeregt, ob die Umstellung funktionieren bzw. sich bemerkbar machen würde. Und siehe da...bereits am ersten Tag hat sich bereits eine Besserung bemerkbar gemacht.

Ich kann nur sagen, dass der erste Besuch im Lebensmittelgeschäft nach dieser Erkenntnis der offensichtlichen Unverträglichkeit ernüchternd war. Mir sind tausend Fragen im Kopf herum geschwirrt und irgendwie habe ich mich erstmals in solch einem Geschäft einsam und unbeholfen gefühlt: Was ist Gluten? Wo ist es überall drinnen? Welche Lebensmittel sind davon versteckt betroffen? Kann ich überhaupt noch normal essen?

Dos and Don'ts beim glutenfreien Essen

Man stelle sich vor, was Menschen mit solch einer Unverträglichkeit vor 10 Jahren gemacht haben - fernab von irgendwelchen gekennzeichneten glutenfreien Lebensmitteln. Da hat sich in den letzten Jahren in Europa wirklich einiges zum Positiven entwickelt. Am Anfang war es für mich aber trotzdem alles andere als einfach, umzusteigen, gerade weil das geliebte Schnitzel, die leckeren Nudeln und das knusprige Roggenbrot nicht mehr Teil meiner Ernährung sein durften. Aber zum Glück gibt es heutzutage spannende Alternativen, die eine vollwertige Ernährung möglich machen. Nach 3 Wochen (nahezu) glutenfreier Ernährung kann ich sagen, dass man schnell lernt, damit umzugehen und sich gut zurecht findet, wenn man weiß, was einem nicht guttut. Und das Schönste ist, dass es mir endlich wieder gut geht und ich Essen wieder genießen kann, trotz kleinen Einschränkungen ;)

Folgende Produkte sind für mich ab sofort tabu:
Weizen, Dinkel, Hafer, Roggen, Gerste, Bulgur, Couscous und alle Produkte, die damit einhergehen, wie etwa Brot, Nudeln, Panier, Fertigprodukte (Suppen, Saucen,...), süße Backwaren etc.

Dafür ersetze ich sie durch folgende Lebensmittel:
Reis, Amaranth & Quinoa (vor allem gepufft für mein Müsli), Nüsse, Mais, Hirse, Glasnudeln und Buchweizen

Mein Sommerrezept für eine glutenfreie Ernährung (für 2 Personen):

  • 1 Pkg. Maiswaffeln
  • ca. 250 g Tomaten
  • 1/2 Gurke
  • ca. 125 g Beeren (z.B. Brombeeren & Himbeeren)
  • 1 Avocado
  • 1 (roter oder gelber) Paprika
  • nach Bedarf Butter
  • Kräuter (z.B. Thymian, Oregano, Petersilie, Rosmarin,...)

So funktioniert's:

Die Maiswaffeln – wenn gewünscht – mit Butter beschmieren und beiseite legen. Tomaten und Gurke in feine Scheiben schneiden. Ebenso den Paprika halbieren und in dünne Stifte schneiden. Die Beeren vorsichtig waschen und halbieren. Avocado vom Kern befreien, vorsichtig schälen und in feine Scheiben schneiden. Nun die Maiswaffeln jeweils mit einer Gemüse- oder Beerensorte belegen oder die Früchte und Beeren nach Belieben untereinander mischen. Anschließend die einzelnen Waffeln mit Kräutern verzieren und genießen :)

Ich hoffe ihr müsst euch nicht auch mit irgendwelchen Unverträglichkeiten umherschlagen. Mein Tipp ist: Wenn es euch nicht gut geht, handelt rechtzeitig. Eine glutenfreie Ernährung schadet keinesfalls und kann in meinem Fall sogar gesund sein bzw. gesund machen. Also nicht zögern, sondern einfach ausprobieren. In diesem Sinne wünsche ich euch eine wundervolle Woche. Alles Liebe und bis bald

 

Unvertraute Einsamkeit

Alleine sein

Wer ist schon gerne alleine? Überall diese günstigen Doppelpackungen für Großfamilien, Sitze für Zwei in Ubahnen und Hochschaubahnen und Zuschläge für Einzelpersonen in Hotel! Ich gebe es offen und ehrlich zu: Ich bin nicht gerne alleine. Oftmals weiß ich nichts mit mir anzufangen, fühle mich, als würde mir mein imaginärer dritter Arm fehlen und hab keine Ahnung, wem ich all meine tollen Geschichten, die ich am Tag erlebt habe, erzählen soll. Aber nach jahrelanger Übung kann ich sagen, dass auch ich dazu gelernt habe. Ich bin zwar noch immer nicht gerne alleine - schon gar nicht an Wochenenden, wenn alle gemeinsam etwas vor haben - aber es kann durchaus auch seine positiven Seiten haben.

Es geht auch anders

Aber ab und zu alleine zu sein kann auch schön sein. Nun kann ich endlich die Gesichtsmaske machen, mit der ich zwar total bekloppt aussehe, aber die gut für meine Haut ist. Und ich kann endlich in der Früh so laut und oft wie ich möchte mein Lieblingslied hören, ohne dass ich mir ein Murren anhören muss. Und wisst ihr was? Ich kann mir auch endlich genau das Essen machen, das nur mir schmeckt. Ohne mir anhören zu müssen, warum nur Grünzeug am Teller ist oder wo denn bitte das Fleisch zu finden ist ;)

Genau aus diesen Gründen und kleinen Glücksgefühlen ist ein wundervolles leichtes und vor allem schnelles Sommergericht entstanden, welches mir zwischen Langeweile und Musikhören einfach so durch den Kopf geschossen ist: Zucchiniröllchen mit Käse und Blattspinat.

Rezept - Zucchiniröllchen mit Käse und Spinat

Zutaten für 1 Portion:

  • 1 Zucchini
  • 1/2 Packung Cottage Cheese
  • 1/2 Packung frischer Jungspinat
  • Prise Salz & Pfeffer
  • 1 EL Öl
  • Petersilie als Deko

Zubereitung:

Zucchini waschen und mit einem Sparschäler der Länge nach in Scheiben schneiden. Zucchini auf dem Grill bzw. in der Pfanne bei mittlerer Hitze mit etwas Öl anbraten, bis er eine schöne Farbe hat. Danach den Cottage Cheese leicht salzen und pfeffern und einen Esslöffel davon an das Ende jeder Zucchinispalte geben. Nun zwei Jungspinatblätter zum Käse hinzufügen und die Zucchinispalten einrollen. Die fertigen Röllchen mit etwas Petersilie bestreuen und das leckere Gericht genießen!

Ich hoffe ich konnte euch einen Anreiz für ein Dinner for One liefern und wünsche euch einen wunderschönen Sonntag. Alles Liebe und bis bald