Glutenfreies Orangenküchlein

Let's try something new

Die Hemmschwelle etwas Neues auszuprobieren ist anfangs immer schwer. Auch ich bin da keine Ausnahme und tue mir bei dem ein oder anderen Mal nicht gerade leicht. Und ja, auch dieses Mal bin ich in meiner Küche vor dem Backrohr gestanden und habe mich gefragt: "Wirklich? Blutorangen und Thymian im Kuchen können funktionieren? Soll ich wirklich den Sonntag mit Backen verbringen? Was, wenn es schief geht? Wäre doch schade um die Zutaten und meine Zeit!" Ui, das war wirklich keine leichte Entscheidung. Nach einem kurzen Intermezzo mit meinem guten und bösen Gewissen konnte ich mich aber dann doch dazu durchringen, ein neues Mini-Küchlein zu probieren. Und zwar mit Blutorange und Thymian. Ich kann euch jetzt schon sagen, es hat sich für mich allemal gelohnt. Diese neue Rezeptur ist einfach himmlisch. Also...let's have a try ;)

Rezept: Glutenfreies Blutorangen Mini-Küchlein mit Thymian

Zutaten:

  • 50 g Butter
  • 50 Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Saft von einer Blutorange
  • 80 g Glutenfreies Mehl
  • 1 TL glutenfreies Backpulver
  • Vanille von 1/2 Vanilleschote
  • 1 Blutorange
  • 1 Prise Thymian (frisch oder getrocknet

Material:

  • Kinderkuchen-Backform ca. 15 cm

Zubereitung:

Alle nicht trockenen Zutaten, wie Butter, Ei, Blutorangensaft und auch Zucker mit dem Mixer schaumig schlagen (ca. 5 Minuten). Die Hälfte der Blutorange Schälen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Glutenfreies Mehl und Backpulver sowie Vanille unter die schaumig geschlagene Masse sieben und das Ganze nochmals mit dem Mixer durchrühren. Danach die klein geschnittenen Blutorangenstücke vorsichtig unter die Teigmasse heben. Die Mini-Kuchenbackform (ich habe eine eckige Königskuchen-Kinderbackform genommen) mit Butter gut einfetten und den Teig in die Form gießen. Nun von der restlichen halben Blutorange sehr dünne Scheiben runterschneiden und halbieren. Danach die halben Blutorangenscheiben oben in den Kuchenteig setzen und das Küchlein mit Thymian bestreuen. Den Teig dann im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 30-40 Minuten backen.

Das Küchlein ist übrigens super schnell gemacht (ca. 10-15 Minuten Vorbereitung und ca. 30-40 Minuten Backzeit) und benötigt nicht viele Zutaten. Das Schöne ist außerdem, dass auch Personen mit Glutenunverträglichkeit dieses Küchlein genießen können. Randnotiz: Die glutenfreien Zutaten können aber auch problemlos gegen "normales" Mehl und Backpulver getauscht werden.

Also einfach Ausprobieren und die wundervoll karamellisierten Blutorangen im feinen Kuchen genießen. Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag und hoffe ich konnte euch Inspiration für eure nächste Backsession liefern. Alles Liebe und bis bald ♥


PRODUKTE:

Gestärkt in den Tag mit Paleo

Mach es Paleo

Ja, ich habe mich neu verliebt. Und zwar in ein neues Müsli, das ausschließlich Zutaten nach einer uralten Ernährungsmethode inkludiert. Vermutlich denkt ihr euch jetzt: "Oh nö, bitte nicht schon wieder irgend ein neuer Gesundheitstrend"! Aber in Wirklichkeit ist es kein "neuer" Trend, sondern diese Ernährungsmethode namens "Paleo" geht auf die Ernährung in der Steinzeit zurück - deswegen auch "Steinzeitdiät" genannt - und hat irgendwie ihren ganz eigenen Idealismus gefunden.

In der Steinzeit waren Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Milchprodukte Mangelware, daher hat man sich ausschließlich von Fleisch, Fisch, Kräutern, viel Obst und Gemüse, Nüssen und Eiern ernährt. Diese Ernährungsmethode klappte aber nicht nur bei den Jägern und Sammlern der Steinzeit ausgesprochen gut, sondern ist heute natürlich genauso umsetzbar. Wichtig: Alle Produkte sollten so unverpackt und unverarbeitet wie möglich sein. Großer Pluspunkt von Paleo: Da bei dieser Ernährungsmethode gänzlich auf Weizenprodukte verzichtet wird, können sich Menschen mit Glutenunverträglichkeit unbedenklich der Paleo-Methode hingeben. Ich muss gestehen, ich bin schon ein kleiner Fan der Methode - vielleicht liegt es am fehlenden Weizen oder aber auch am fehlenden Käse ;)

Hier könnt ihr euch über erlaubte und nicht erlaubte Lebensmittel der Paleo-Methode ein Bild machen und euch mit der Ernährungsweise vertraut machen.

Pilot-Projekt Müsli

Gestartet habe ich mein Pilot-Projekt - mich nach Paleo-Art zu ernähren - mit einem einfachen Müsli. Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie einfach und unkompliziert die Zubereitung war und ausgesprochen köstlich dieses Müsli schmeckt.

Hier das Rezept für ca. 1200 g glutenfreies Paleo-Müsli:

Crunchy Paleo-Müsli mit Erdbeeren

  • 200 g Cashewnüsse
  • 160 g Mandeln (gerne auch geschält)
  • 160 g Haselnüsse
  • 160 g Kokosraspeln (gerne auch Flocken)
  • 160 g Paranüsse
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Chia Samen
  • 100 g getrocknete Erdbeeren (gerne auch Himbeeren)
  • 100 g Kokosöl
  • 60 g Honig
  • 2 TL Vanille
  • Prise Salz
  • Nach Belieben nach dem Rösten noch hinzufügen: Rosinen, getrocknete Cranberries, Amaranth, getrocknete Ananas etc.

Zubereitung

Alle Nüsse grob hacken (mit einem Mixer oder Messer zerkleinern) und gemeinsam mit den Samen, Flocken und Kernen in einer großen Schüssel vermengen. Inzwischen das Kokosöl mit Honig und Vanille in einem Topf erwärmen, bis sich eine feine flüssige Masse ergibt. Nun die Nüsse, Samen, Flocken und Kerne zur flüssigen Kokos-Honig-Masse geben und vorsichtig umrühren, bis die Masse gleichmäßig auf alle Nüsse verteilt ist.

Das Backroh auf 140°C vorheizen und die Nüsse auf einem mit Backpapier belegten Backblech im Ofen ca. 20-25 Minuten rösten, bis alle Zutaten eine leichte Bräunung haben. Die Nüsse im Ofen mehrmals umrühren und verteilen, damit sie nicht anbrennen. Danach die angebräunte Nussmasse aus dem Ofen nehmen und ca. 30 Minuten abkühlen lassen. 

Das abgekühlte Müsli mit den getrockneten Erdbeeren und einer Prise Salz vermengen und anschließend in Gefäße füllen. Am besten eignen sich dafür große Weck- oder Einmachgläser mit Bügelverschluss, die verschließbar sind und etwa 1 l Müsli umfassen können. Und fertig ist euer glutenfreies Paleo-Müsli für den perfekten Start in den Tag!

Kleiner Tipp: Wer sich die Mühe mit dem selbstgemachten Müsli nicht machen möchte, kann auch die zwei verschiedenen Sorten an Paleo-Müsli von mymuesli probieren. Diese schmecken auch wirklich sehr lecker!

Vielleicht habt ihr Lust bekommen, diese Methode auszuprobieren oder das super einfache Müslirezept hat euch überzeugt, Neues auf den Frühstückstisch zu zaubern ;) Alles Liebe und bis bald

Happy Birthday Daddy

Kinder wie die Zeit vergeht

Wenn die Zeit doch nicht so schnell vergehen würde. Schon wieder ist ein Jahr. Mein Papa feiert heute seinen 60. Geburtstag. Das alleine ist natürlich noch kein Grund, um wehmütig zu werden. Aber dieser Umstand macht mir bewusst, dass ich heuer 30 werde. Die Emotionen dazu halten sich bei mir noch ein bisschen in Grenzen. Freu ich mich? Hmm...weiß nicht so recht. Bin ich in Partylaune? Naja auch nicht wirklich.

Gestern hab ich mit Freunden darüber gesprochen, warum der 30. Geburtstag bei vielen Menschen ein ungutes Gefühl in der Magengegend auslöst. Es mag wohl daran liegen, dass man sich mit 30 – gesellschaftlich gesehen – vom Partymachen und Herumblödeln verabschieden muss. Denn genau JETZT beginnt der Ernst des Lebens und man muss (endlich?!) Verantwortung übernehmen. Wie würde denn das aussehen, wenn man mit 30 noch nicht weiß, was man im Leben will?!?!

WIR haben uns verändert

Aber ganz ehrlich: Das Leben und die Gesellschaft hat sich verändert. Wir haben uns verändert. Vielleicht sieht man sich im Alter von 30 mit Kind, vielleicht mit Hund, vielleicht mit Partner (+Kind), vielleicht aber auch als Single. Einfach weil es heute nicht mehr wie vor 20 Jahren ist, wo man mit 30 fest im Leben stehen und die Lebensplanung so gut wie abgeschlossen sein "musste". Ich glaube genau das ist auch der Grund, warum ich mir über die Gefühle zu meinem bevorstehenden 30. Geburtstag noch nicht bewusst bin. Es hat für mich einfach nicht so einen hohen Stellenwert. Es ist ein Geburtstag wie jeder andere und ich bin froh darüber, den perfekten Partner gefunden & eine verrückte Katze an unserer Seite zu haben. Ich bin stolz darauf, was ich bis jetzt erreicht habe und wo ich im Leben gerade stehe. Kurz gesagt: Es läuft! Warum sollte ich mir also über eine blöde Zahl Gedanken machen?! 

REZEPT für glutenfreie Pfirsichtorte das perfekte Sommerfest

Ich überlasse das Grübeln und Gedanken über etwas machen, das man ohnehin nicht ändern kann lieber anderen und kümmere mich eher um die Geburtstage von Freunden & Verwandten. In diesem Fall um den Geburtstag von meinem Papa. An dieser Stelle sei noch gesagt: Happy Birthday Daddy! Genau deswegen habe ich ihm auch zu seinem 60. Geburtstag eine super leckere glutenfreie (Haha, damit ich natürlich auch etwas von der Torte abbekommen kann!!!) Pfirsichtorte gebacken. Das Rezept ist super einfach, ist perfekt für eine heiße Sommerparty und geht super schnell. Also gleich ausprobieren ;)

Für den Teig benötigt ihr*:

  • 35 g Butter
  • 35 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Wasser
  • 50 g glutenfreies Mehl (z.B. von Mantler Mühle, erhältlich bei Merkur)
  • 1/2 TL glutenfreies Backpulver (z.B. von Haas)
  • ca. 2 Weinbergpfirsiche
  • nach Belieben: 2 Tropfen Zitrusaroma

Für die Creme benötigt ihr:

  • 1 Becher Schlagobers
  • ca. 2 Weinbergpfirsiche
  • ca. 3 EL Zucker (je nach Belieben)

Zuerst alle trockenen Zutaten, wie Mehl und Backpulver miteinander vermengen. Danach alle flüssigen Zutaten zusammenfügen. Zwei Weinbergpfirsiche in dünne Scheiben und dann in kleine Rechtecke schneiden (ca. 0,5 cm). Anschließend die Pfirsichstücke vorsichtig unter den Teig heben.

Den Teig in eine mit Butter eingefettete runde Kinderkuchenbackform gießen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für etwa 35 Minuten goldbraun backen. Wenn der Kuchen fertig ist, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Das Schlagobers mit Zucker vermengen und steif schlagen. Den ausgekühlten Kuchen mit einem großen flachen Messer in der Mitte auseinander schneiden und auf die eine Hälfte des Kuchens eine dünne Schicht Schlagobers auftragen (wenn der Kuchen an der Oberseite etwas uneben ist, dann mit einem flachen Messer den oberen Teil abschneiden). Die noch übrigen zwei Pfirsiche in sehr dünne Scheiben schneiden und fächerförmig auf der einen Hälfte des Kuchens auf die Schlagoberscreme auflegen. Danach noch eine dünne Schicht Schlagobers auftragen und die zweite Hälfte des Kuchens vorsichtig auf die erste Hälfte aufsetzen (Achtung: Kuchenhälften vorsichtig aufeinander setzen, da diese sehr leicht in der Mitte brechen können). Nun wieder eine Schicht Schlagoberscreme auftragen und die restlichen Pfirsiche fächerartig auflegen. Fertig ist eure glutenfreie Pfirsichtorte!

*Da meine ganze Familie nicht so gerne Süßes ist, verwende ich immer eine Kinderbackform mit einem Durchmesser von etwa 12 cm, damit ja nichts vom leckeren Kuchen übrig bleibt ;)

Kleiner Tipp: Fürs Sommerfest schmeckt selbstgemacht Pfirsichsilimonade besonders lecker. Dazu einfach die Pfirsiche in kleine Stücke schneiden und mit Zucker aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen. Dann den Sirup durch ein Sieb streichen und genießen.

Ich wünsche euch einen super schönen Start in die kommende Woche, mit viel Sonnenschein, wenig Stress und ganz viel Süßem ;) Alles Liebe und bis bald

 

PRODUKTE:

  • Geschirr (graue Teller, grauer Becher und gelbes Tuch) - Interio
  • Geschirr (gelbe Teller) - Butlers
  • Papierstrohhalme (orange) - Amazon

Backkunst auf höchstem Niveau

Zuckersüße Bäckerei

Ich dachte mir vor kurzem: Was andere können, kann ich auch! Deswegen habe ich kurzerhand alle Zutaten für die Zubereitung von Makronen besorgt. Nur leider bin ich eben keine Profibäckerin und bin an der Herstellung dieser entzückenden kleinen und vorzüglich schmeckenden Süßigkeiten fast verzweifelt. Ich denke ich hab alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und aus diesem Backdesaster jedenfalls gelernt ;) Seitdem habe ich auch ganz großen Respekt vor all den begabten BackkünstlerInnen!

Darauf solltet ihr bei der Zubereitung von Makronen achten:

  • Mein erster Fehler war die Wahl der falschen Nüsse. Es gibt leider nicht überall gemahlene Mandeln ohne Schale und ich habe ewig lange danach gesucht. Letztendlich habe ich eben welche mit Schale genommen, die ich für die Herstellung von Makronen keinesfalls empfehlen kann.
  • Danach hatte ich das Sieben der gemahlenen Nüsse total unterschätzt. Ich habe ewig für das Sieben benötigt und war total verzweifelt, weil einfach nichts vorwärts ging. Kleiner Tipp: Nüsse vor dem Sieben und Mischen mit dem Mehl unbedingt nochmals mahlen bzw. zerkleinern, damit das Sieben einfacher ist.
  • Vielleicht lag es an meinen Lebensmittelfarben, aber die Makronenfarbe war alles andere als schön. Ich dachte mir es wäre nett, wenn ein Teil gelb und ein Teil der Makronen grün wäre. Letztendlich haben beide Teigteile von der Farbe her gleich ausgesehen, da ich offensichtlich zu wenig Farbe in den Teig gegeben habe. Ich wusste nicht genau, wie intensiv die Farbe während des Backens werden wird, deswegen bin ich wohl etwas zu sparsam und vorsichtig damit umgegangen. Hier könnt ihr also ruhig ein bisschen mehr nehmen ;)
  • Irgendwie dürften Spritzsäcke und ich kein gutes Verhältnis zueinander haben. Jedes Mal reißt das Säckchen bei mir an irgendwelchen ungewöhnlichen Stellen auf und es ist immer eine riesige Patzerei. Im Endeffekt habe ich beim Aufspritzen der Masse auf dem Backpapier gänzlich auf einen Spritzsack verzichtet und stattdessen mit dem Löffel kleine Teighäufchen gemacht. Es hilft, wenn ihr euch vorher am Backpapier die ungefähre Größe aufzeichnet. Es gibt sogar eigene Makronen-Silikonformen, für all jene, die sich das Aufzeichnen ersparen möchten.

Nach all dem weiß ich jetzt, dass die Makronenzubereitung jedenfalls Backkunst auf höchstem Niveau ist und ganz viel Spezialwissen, sowie Geschick benötigt. Ich bin davon überzeugt, mit ein bisschen Übung und wenn ihr auf all die doofen von mir beschriebenen Fehler bei der Zubereitung verzichtet, gelingen die kleinen Süßigkeiten bestimmt viel besser. Da meine selbstkreierten Makronen weder ansehnlich, noch irgendwie geschmackvoll herausragend waren, habe ich sie kurzerhand gegen gekaufte Himbeer- und Erdbeer-Makronen ausgetauscht und sodann mit denen ein nettes Shooting gemacht. Und ich finde das hat sich auf jeden Fall ausgezahlt - gerade weil die gekauften Makronen auch wirklich sehr gut waren.

In Wien gibt es momentan mehrere Stellen, wo man Makronen kaufen kann, dazu zählen etwa Konditorei Oberlaa, Merkur, Mann Bäckerei, Aida, Mc Donalds, Macaroom etc. Der Unterschied zwischen den einzelnen Geschäften liegt nicht nur im Preis, sondern auch in der Zubereitung und im Geschmack. Einige Geschäfte produzieren die Makronen per Hand, andere maschinell und vor allem die Füllungen unterscheiden sich sehr stark unter den verschiedenen Anbietern.

Hier noch ein kleiner Tipp für den Verzehr von Makronen:
Mit einer kleinen Schicht Kakaopulver schmecken vor allem Erdbeer-Makronen einfach nur göttlich!

Leckere und einfallsreiche Makronen-Rezepte findet ihr übrigens im Kochbuch von Daniela Klein "Klitzekleine Glücklichmacher. Die besten Rezepte meines Food-Blogs". Ich wünsche euch ein gutes Gelingen beim Makronen-Fertigen, einen tollen Geschmack der kleinen Süßigkeiten und alles Liebe, bis bald