Süße Versuchung

A little bit too much

Ein schneller Smoothie zwischendurch und schon ist der Hunger fürs Erste gestillt und die Obstzufuhr für den Tag hat sich dabei auch gleich erledigt. Oder?! Vor ein paar Jahren dachte ich mir noch: Ein Smoothie kann ja nur gut sein, wenn man so viele verschiedene Früchte- und Obstsorten auf einmal zu sich nimmt. Nicht nur, dass es anstatt einer richtigen Mahlzeit fungieren kann, man spart sich auch noch das lästige Schälen und Aufschneiden von Obst. Aber weit gefehlt...

In Wirklichkeit haben Smoothies so viel Zucker (auch wenn es die natürliche Form des Zuckers ist, welche in Früchten & Obst enthalten ist), dass sie alles andere als gesund sind. Der in Obst, Gemüse und Früchten natürlich vorkommende Zucker namens Fructose (auch Fruchtzucker genannt) ist nämlich in größeren Mengen genauso schädlich, wie herkömmlicher Zucker, den wir in Süßspeisen und sonstigen Gerichten finden. Der Körper kann Fructose nicht richtig bzw. nur sehr schwer abbauen; Fructose in großen Mengen überlastet viel eher den Darm. Ein gesunder Mensch kann Fructose in kleineren Mengen, wie sie etwa in einem Apfel oder ein paar Erdbeeren enthalten ist, gut verarbeiten. Sobald aber größere Mengen an Obst, Gemüse und Früchten aufgenommen werden, ist der Körper überfordert, wodurch sich vermehrt Bakterien im Darm bilden können.

Aber überlegt mal: Könntet ihr wirklich 1 Apfel, einen gepressten Orange- und Limettensaft, 3/4 einer pürierten Banane, 15 schwarze Johannisbeeren und noch einiges mehr auf einmal zu euch nehmen – wie etwa bei diesem Smoothie?

Lieber Regionales & Fruchtiges

Aufgrund dieser ganzen (süßen) Versuchungen und der damit verbundenen "Komplikationen" im Körper habe ich mich entschieden, in Zukunft von Smoothies Abstand zu nehmen. Auch wenn ich zugeben muss, dass Smoothies schon etwas Leckeres an sich haben. Stattdessen kaufe ich mir lieber regionale Früchte, wie zum Beispiel Erdbeeren – die übrigens nicht nur länger halten als die günstigere Variante aus Spanien, sondern auch noch viel saftiger schmecken. Dann sagt mir mein Körper auch rechtzeitig, wann er genug an Zucker hat und ich doch bitte mit dem sinnlosen Gefuttere aufhören soll. Das freut nicht nur meinen Körper, sondern in weiterer Folge auch mich, da ich mir Bauchkrämpfe und sonstiges erspare. Außerdem gibt es nichts Schöneres, als in eine saftige, rote, süße Erdbeere hinein zu beißen. Links und rechts rinnt der süße Saft an den Mundwinkeln entlang und ein kleines Lächeln macht sich in meinem Gesicht breit, weil die Früchte einfach so extrem lecker sind.

Und das Beste zum Schluss: Gewöhnliches Obstessen mit Schäler und Messer ist wesentlich besser für die Umwelt, da kein langwieriger Produktionsprozess mit viel Müll und CO2-Ausstoß dahinter steckt. Also eine Win-Win-Situation für alle.

Mehr zum Zucker-Thema findet ihr übrigens hier. Ich kann euch auch die Doku "Die große Zuckerlüge" sehr ans Herz legen – die Informationen sind in der Dokumentation sehr gut aufbereitet und vorgetragen und öffnen einem irgendwie die Augen rund um das Thema Zucker.

Und was hab ich aus dem Ganzen gelernt? Finger weg vom Zucker! Es gibt einfach so viel besseres als dieses süße Zeug, das einen nur unnötig in die Zwänge einer unliebsamen Sucht drängt ;) In diesem Sinne wünsche ich euch alles Liebe, einen guten (zuckerfreien) Wochenstart und bis bald

 

PRODUKTE:

  • Tableau in Weiß & Blau - Ikea
  • Lichterkette in Weiß & Blau - Ikea
  • Glasvase (mit Korkstoppel) - Ikea

Tipps für perfekte (Produkt-)Fotos - Teil 1

Ich weiß wie schwierig es sein kann, für sein eigenes Produkt ansprechende Fotos zu schaffen, denn man muss so viele Dinge berücksichtigen, an die man oftmals gar nicht denkt. Deswegen möchte ich dieses Mal ein bisschen aus meinem Nähkästchen plaudern und euch einen Einblick in die wichtigsten Tipps und Tricks für ein gelungenes Produktfoto geben. Ganz wichtig: Ihr benötigt (keine perfekte) aber eine gute Foto-Ausrüstung, damit ihr mit Features, wie Schärfentiefe, Zeit, Blende etc. arbeiten könnt. Am besten eignen sich dafür Consumer Spiegelreflexkameras, wie z.B. die Nikon D40 oder D60.

Zuerst einmal eine kleine Einführung in eure Kamera:

Ihr habt mit eurer Kamera die Möglichkeit, die Blende zu verändern. Das heißt, je kleiner die Blendenzahl (z.B. f2,4), desto weiter ist die Blende geöffnet und desto eine geringere Schärfentiefe erhaltet ihr. Das heißt, der Fokus liegt nur auf einem sehr kleinen Bereich eures Bildausschnittes (der Hintergrund ist also verschwommen). Je größer die Blendenzahl ist, desto größer ist die Schärfentiefe, das heißt bei Blende f22 ist nahezu das gesamte Bild gleich scharf. Für die Wahl der richtigen Blende spielen Faktoren wie Licht, Kameraleistung und gewünschte Optik (viel Unschärfe oder wenig Unschärfe) eine große Rolle. Zum besseren Verständnis hier eine Grafik:

  • Tipp 1 - Licht
    Licht ist in der Fotografie das Ein und Alles. Ohne Licht gelingt leider - trotz möglicher Nachbearbeitung - kein Foto so richtig, deswegen mein Tipp: am besten fotografiert ihr bei Tageslicht, dabei sollte man aber die Mittagszeit meiden, da dann das Licht sehr hart ist - also starke Schatten wirft. Der Vormittag und Nachmittag eignet sich daher besonders gut oder wenn es bewölkt ist. Achtet darauf, dass nirgendwo eine bunte Wand in der Nähe eures Fotoobjekts ist, sonst spiegelt sich die Farbe in euren Bildern wider. Sollte das Objekt auf einer Seite durch das Tageslicht heller beleuchtet werden, als die andere Seite, dann könnt ihr mit einer einfachen weißen Styroporplatte das Licht von der anderen Seite einfangen und reflektieren. Achtet auch auf euer Gewand - grelle und bunte Farben solltet ihr meiden.

    Weiß reflektiert das Licht am besten, Schwarz absorbiert das Licht und wirft (dunkle) Schatten. Das solltet ihr auf jeden Fall bei euren Fotos beachten. Danach richtet sich nämlich auch der Hintergrund - den ich im nächsten Punkt behandle.
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  • Tipp 2 - Hintergrund/Untergrund
    Ein schöner Hintergrund wertet ein Bild ungemein auf. Beim Hintergrund solltet ihr Farben wählen, die entweder die Farben des Fotoobjekts unterstreichen oder ganz im Kontrast dazu stehen. Vor allem beim Untergrund helfen schon kleinere Stoffreste oder Holzplatten bzw. schöne Esstische - je nachdem wie groß euer Fotoobjekt ist - um das Objekt wirken zu lassen. Der Hintergrund hängt nicht nur farblich von eurem Fotoobjekt ab, sondern auch die Art des Produkts spielt eine große Rolle. Gerade Essen würde ich eher vor natürlichen Hintergründen, wie Holz, Stein, Stoff oder einer weißen Wand fotografieren, Schmuck kann gerne auch vor ausgefalleneren Hintergründen fotografiert werden.
  • Tipp 3 - Schärfe/Unschärfe
    Wie bereits erwähnt, hängt die Schärfe von eurem Objektiv ab. Je kleiner die Blendenzahl, desto eine größere Unschärfe. Wirklich gute Objektive erreichen eine Minimum-Blendenzahl von f1,4-f1,8. Standardobjektive haben meist als Minimum-Blendenzahl f5,6 - das genügt normalerweise auch für Hobbyfotografen, aber dadurch könnt ihr keine so geringe Schärfentiefe erzielen. Der Unterschied zwischen Blende f1,8 und f2,4 macht schon einen großen Unterschied aus, wie ihr an dem nachstehenden Bild sehen könnt.
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  • Tipp 4 - Fokus
    Ganz wichtig ist auch die Wahl des Fokus im Bild. Ganz unabhängig von der Schärfentiefe solltet ihr vorab festlegen, welchen Bereich im Bild ihr scharf haben möchtet, das heißt welcher Bereich euer Zentrum im Bild darstellen soll. Ihr tut euch leichter, wenn ihr den Autofokus bei eurer Kamera abstellt und am besten mittels eines Stativs den Fokus manuell setzt. Der Fokus kann die ganze Geschichte eines Bildes verändern und eine völlig andere Interpretation des Objekts auslösen. Im unteren Beispiel ist einmal auf der linken Seite der Rosmarin im Vordergrund scharf und setzt diesen ins Zentrum. Auf der rechten Seite liegt der Fokus auf der Schrift des Tellers und setzt somit den Rosmarin vorne vollständig in den Hintergrund.
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Ich hoffe diese kleinen Tipps und Tricks helfen euch bei eurem nächsten Fotoshooting. Ich werde bei meinem nächsten Blogeintrag ("Tipps für perfekte (Produkt-)Fotos - Teil 2) auf die genaue und richtige Einstellung von Zeit und Blende, sowie auf Regeln in der Fotografie (Goldener Schnitt, Drittelregel,..) und die Wahl der richtigen Perspektive näher eingehen. Falls ihr Fragen zu bestimmten Bereichen habt, könnt ihr mich natürlich gerne kontaktieren. Bis dahin wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Herumfotografieren ;)

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