Kinder, wie die Zeit vergeht

Vor nicht all zu langer Zeit

Kaum zu glauben, aber vor nunmehr über einem Jahr (genau genommen vor 1 Jahr, 2 Monaten und 20 Tagen) habe ich den (Ab-)Sprung vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit gewagt. Ich bin einerseits total geschockt, wie schnell das Jahr vorüber gegangen ist, aber andererseits auch total erleichtert, dass es so gut gelaufen ist und total stolz auf mich selber, dass ich diesen wichtigen Schritt - natürlich nur mithilfe der tollen Unterstützung meines Mannes und unserer Familien - gewagt habe!

Im Großen und Ganzen war es ein sehr spannendes Jahr, mit einigen Hochs und Tiefs! Ich würde rückblickend zwar manches anders machen, aber vieles auch genauso wiederholen. Ich habe sehr viel aus meinen anfänglichen Fehlern und Bedenken gelernt. Habe vor allem gelernt, mit Kritik umzugehen und Meinungen anderer nicht immer auf die Waagschale zu legen. Kurz gesagt: Ich bin über mich hinaus gewachsen und habe irrsinnig viel für meine Persönlichkeit, aber auch für mein Unternehmen mitgenommen. 

Alles in einem

Im Laufe des Jahres durfte ich herausragende Künstler, Freigeister, Spezialisten und Perfektionisten kennen lernen, Workshops mit Gleichgesinnten besuchen und einmal eine andere Arbeitswelt kennen lernen. Gerne höre ich meinen Freunden beim Erzählen zu. Wenn sie über die Probleme in "ihrer" Arbeitswelt und den Konflikten mit Vorgesetzten oder finanziellen Schwachstellen diskutieren. Wirklich viel kann ich dabei nicht mitreden. Denn als Selbstständige ist man einfach alles in einem:

Ich bin meine eigene Sekretärin, die die Post verschickt, Briefe öffnet und sich um Termine kümmert.
Ich bin mein eigener Marketing-Spezialist, der sich um SEO, Online-Marketing und Social Media und alles was noch dazu gehört, kümmert.
Ich bin mein eigener Buchhalter, der fleißig seine Ein- und Ausgaben-Rechnung führt und Umsatzsteuer ans Finanzamt abführt.
Ich bin meine eigene Putzfrau, die den Arbeits- und Schreibtisch nach einem erfolgreichen Shootingtag aufräumt und die Küche wieder auf Fordermann bringt.
Ich bin mein eigener IT-Techniker, der sich um Fehlermeldungen auf der Website und um das Nichtfunktionieren des Mailprogramms kümmert.
Und zu guter Letzt bin ich mein eigener Chef. Und zwar jener Chef, der wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Unternehmens selbstständig trifft, der mit neuen Ideen aufwartet, um Kunden zu gewinnen, der das Budget für das kommende Jahr bestimmt und der Verantwortung übernimmt! Es ist nicht immer einfach sein eigener Chef zu sein, denn das heißt auch Konsequenzen zu tragen. Aber das Schöne daran ist: Man darf auch die Lorbeeren einsammeln, wenn alles gut geklappt hat.

Am Ende des Tages scheint die Sonne

Bis jetzt hat das Lorbeeren-Einsammeln überwogen und deswegen macht es mir trotz Stress noch immer viel Spaß hinter der Kamera zu stehen und wahre Kunstwerke von begabten Persönlichkeiten abzulichten. Keine Sekunde bereue ich meine Entscheidung für die Selbstständigkeit, denn sie hat mich soviel stärker gemacht, wie es kein anderer Job jemals geschafft hätte.

Und natürlich wäre ich nichts ohne meine Kunden!!! Jeder Kunde zeichnet sich durch seine Produkte mit einer bestimmten Einzigartigkeit aus und macht meinen Beruf so unwiderstehlich und vollkommen zugleich. Danke für euer Vertrauen! Vielen Dank an alle, die mich dieses Jahr begleitet haben. Vor allem auch ein großes Dankeschön an all jene, die meine Produktfotografie-Kurse besucht haben und mich in meiner Tätigkeit enorm bekräftigt haben. Großen Dank auch an alle Kooperationspartner, mit denen das Zusammenarbeiten eine riesige Freude gemacht hat und die mir neue Seite und Bereiche aufgezeigt haben!

Es war ein schönes Jahr. Es war ein gutes Jahr. Es dürfen noch viele tolle Jahre folgen.

DANKE

Rückblick auf einen tollen Fotografie-Workshop in Wien

Am 6.11. war es endlich soweit: Mein erster Produktfotografie-Workshop für UnternehmerInnen hat in Wien statt gefunden. Ich habe mich schon riesig auf diesen Workshoptag gefreut und war auf die Workshopteilnehmerinnen überaus gespannt.

Ich muss zugeben, dass der Tag nicht ganz einfach begonnen hat. Neben dem Stau hätte ich auch noch 3 zusätzliche Arme benötigt. Denn mein Auto war an diesem Tag mehr als voll gepackt mit allen möglichen Stativen, Lampen, Aufhellern, sowie Essen und Getränken ;) Das heißt ich bin wohl 3-4 Mal meine Wohnung rauf- und runter gerannt, um alle Utensilien einzupacken und dann nochmals 3-4 Mal rauf- und runter gerannt, um sie in die Teinfaltstraße zu schaffen. Auch beim Aufbauen wären mehr als 2 Hände durchaus hilfreich gewesen :) Aber im Endeffekt hat alles super gepasst.

Informative Fotografie                              Sachliche Fotografie                                   Symbolische Fotografie

Der Ablauf

Nach einer kurzen Vorstellrunde, die mir einen guten Überblick über die Themenbereiche und Schwerpunkte meiner Workshopteilnehmerinnen gegeben hat, habe ich eine leichte Einführung in verschiedenen Theoriebereiche der Fotografie gemacht. Dazu gehörten vor allem die Themen Licht, Komposition und Teilungsverhältnisse. Dabei ging es vor allem auch um das Ziel eurer Produktfotografie - das heißt, soll es sich um informative, sachliche oder symbolische Fotografie handeln. Jeweils mit Beispielen und Erläuterungen dazu.

In der nächsten Runde haben wir uns mit unserer eigenen Kamera beschäftigt. Da ging es vor allem um die richtigen Grundeinstellungen der Kamera und welche Informationen mir die Kamera liefert, wenn ich ein Bild mache. Dazu gehört das Histogramm genauso, wie die Einstellung von Belichtungszeit, Blende, Weißabgleich und ISO-Wert. Ich weiß, dass diese Punkte oft verwirrend sein können, da jeder Bereich seine eigenen Tücken beinhaltet. Zum Beispiel große Blendenzahl bedeutet kleine bzw. geschlossene Blendenöffnung - wer denkt sich das denn aus?! Auf jeden Fall habe ich versucht auf die unterschiedlichen Schwierigkeiten detailliert einzugehen und alle offenen Fragen dazu abzuklären.

Hier ein paar Beispielfotos von den tollen Produkten der Teilnehmerinnen:

Aus der Feedbackrunde habe ich erfahren, dass gerade das Abfotografieren der eigenen Produkte am hilfreichsten für die Teilnehmerinnen war. Vor allem da man hier von den anderen Teilnehmerinnen genauso viel lernen konnte, wie von seiner eigenen Fotosession. Ich bin in diesem Bereich explizit auf die einzelnen Wünsche und Vorstellungen bzw. Fragen und Anregungen der Kursteilnehmerinnen eingegangen und habe versucht alle Unklarheiten abzuklären. Mir war besonders wichtig, dass die Teilnehmerinnen dieses große Fragezeichen in ihrem Kopf betreffend Produktfotografie loswerden.

Der letzte große Programmpunkt beinhaltete die Bildbearbeitung mit Lightroom. Ich bin selbst ein großer Fan von Lightroom, da es genau jene Tools beinhaltet, die ich für meine Bildbearbeitung benötige, ohne 100.000 zusätzliche Features, die ich in 95% der Fälle nicht benötige. Mir ging es bei der Erläuterung des Programms "Lightroom" vor allem um die Grundeinstellungen bei der Bearbeitung von Fotos, aber auch um spezielle Tricks, wie ich mein Foto perfekt bearbeiten kann, wenn einmal etwas nicht 100% passt.

Überbelichtung

Überbelichtung

Unterbelichtung

Unterbelichtung

Das Feedback

Folgende Kommentare und Ausführungen haben die Teilnehmerinnen zum Workshop hinterlassen:

"Der Workshop war sehr professionell, sehr gut vorbereitet und die Informationen klar und verständlich übermittelt!  Wirklich toll gemacht! Von der Teilnehmerzahl hat's auch gut gepasst..."
"Ein toller Workshop hatten wir heute  Wieder viel gelernt uuund Spaß gehabt  Danke, Cornelia!!"
"Es war toll, vielen Dank nochmal! Endlich alles logisch erklärt. Konnte viel lernen und werde deine Workshops gerne weiterempfehlen!"

Ich möchte dazu noch sagen, dass ich irrsinnig viel Spaß und Freude mit euch an diesem Workshoptag hatte. Ich habe mich vor allem über eure aktive Teilnahme und Fragen gefreut, sowie das tolle Feedback im Anschluss.

Ihr habt mir die Entscheidung, ob ich einen weiteren Workshop nächstes Jahr machen werde,  wesentlich erleichtert. Und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Produktfotografie-Workshop im Februar nächstes Jahr. Ihr könnt euch für den nächsten Workshop hier anmelden. Ich bin schon gespannt, aus welchen Bereichen die TeilnehmerInnen das nächste Mal kommen werden ;) Alles Liebe und bis bald 

Produktfotografie-Workshop für UnternehmerInnen

(Jung-)UnternehmerInnen, GründerInnen und Start-ups aufgepasst:

Am 6.11.2014 findet mein Fotografie-Workshop für UnternehmerInnen statt, in dem ihr lernt, eure Produkt gekonnt und professionell in Szene zu setzen!

 

Ihr habt das perfekte Produkt für euer Unternehmen bereits gefunden und möchtet nun ansprechende Produktfotos gestalten? Dann seid ihr beim

Produktfotografie-Workshop für UnternehmerInnen

von geschmackverstärker genau richtig. Mit einfachen und vor allem umsetzbaren Mitteln lernt ihr, wie ihr zukünftig eure Produkte  - ganz gleich ob es sich hierbei um Essen, Papeterie, Schmuck, Blumen, Geschirr, Tücher, Taschen etc. handelt - selbstständig und professionell ins richtige Licht rücken könnt! 

Die Zielgruppe des Workshops sind UnternehmerInnen, JungunternehmerInnen, GründerInnen und Start-ups, die ihre eigenen Produkte (für ihre Website oder Printprodukte) professionelle ablichten und fotografieren möchten. 

Welche Voraussetzungen müssen für den Workshop erfüllt werden? 

  • Ihr benötigt eine eigene Spiegelreflexkamera oder Systemkamera (eventuell auch das Handbuch der eigenen Kamera mitnehmen), damit ihr lernt, mit euer Kamera bestmöglich umzugehen. Bitte keine Digicams mitnehmen!
  • Wenn es von eurer Seite möglich ist, dann nehmt doch gleich euer eigenes Produkt zum Workshop mit, damit ich euch spezifische Tipps & Tricks für das Fotografieren eurer Produkte geben kann.
  • Weiters wäre es von Vorteil, wenn ihr einen Laptop mit dem aktuellen Adobe Lightroom Programm mitnehmen könnt, da wir im Workshop auf Bildbearbeitung mittels Lightroom eingehen werden. Die Testversion steht für einen begrenzten Zeitraum kostenlos auf der Adobe-Seite zum Download zur Verfügung.

Der Workshop findet am 6. November 2014 als Tagesworkshop in der Zeit von 9.00-18.00 Uhr in der Teinfaltstraße 8, 4. Stock (TMF Austria GmbH), in 1010 Wien statt. 

Die Kosten für den Workshop belaufen sich pro Person auf 120 € inkl. USt. Weiters sind Getränke & kleine Snacks, sowie die Benutzung der Lichtanlagen und Verwendung der zur Verfügung gestellten Produkte inkludiert. Die Bezahlung des Workshops erfolgt mittels Vorauskasse.

Achtung: Es gibt eine beschränkte Teilnehmerzahl. Bitte meldet euch daher rechtzeitig an!

Nähere Informationen zum Workshop und den Inhalten findet ihr hier!
Und hier geht es direkt zur Workshop-Anmeldung!

Ich freue mich schon auf eure Anmeldungen und stehe für Fragen natürlich gerne zur Verfügung.

Fotocheckliste für JungunternehmerInnen & Start-ups

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es sein kann, bei all den Anforderungen, Anweisungen, Richtlinien und Vorschriften sein eigenes Business nicht aus den Augen zu verlieren. Oft genug habe ich mich mit Machete und bepacktem Rucksack durch den Start-up Dschungel geschlagen. Immer auf der Suche nach dem richtigen, effizientesten und effektivsten Weg für mein Unternehmen. Aus diesem Grund möchte ich euch zumindest den Weg der Produktfotografie ein bisschen erleichtern und eine Checkliste für JungunternehmerInnen & Start-ups bereit stellen. Ziel dieser Fotocheckliste ist, dass ihr - vor allem in der Anfangsphase, wo Zeit und Geld knapp sind – mit wenigen und einfachen Mitteln aus euren Produkten ansprechende Fotos machen könnt. Am Ende dieses Blogeintrages habe ich für euch eine Checkliste zusammengestellt, die ihr euch gerne herunterladen und ausdrucken könnt.

1. Kameraausstattung:

Die Kameraausstattung ist in der Produktfotografie das A und O. Es geht nicht darum, dass ihr die beste und teuerste Kamera habt, die es derzeit am Markt gibt. Aber absolutes Muss ist eine Spiegelreflexkamera – es reicht hier schon eine Consumer-Kamera, das heißt eine Einsteigerkamera (z.B. Nikon D5200 inkl. Standardobjektiv um ca. € 690 € oder Canon EOS 650D inkl. Standardobjektiv um ca. 500 €). Der Vorteil an einer Spiegelreflexkamera ist, dass ihr euch mit den Objektiven spielen könnt. Dazu gehört Schärfe/Unschärfe genauso, wie Schärfentiefe und Weitwinkel-/Teleobjektive. Die Effekte der einzelnen Objektive sind ganz unterschiedlich und können bewusst eingesetzt werden, um schöne Ergebnisse zu erzielen. Am Anfang ist für euch ein Standardobjektiv (18-55 mm) aber ausreichend. Mit einem 50mm Objektiv (Festbrennweite) seid ihr schon ein bisschen fortgeschrittener.

Beispiel Nikon D5200 erhältlich über Geizhals

Beispiel Nikon D5200 erhältlich über Geizhals

Ein Stativ wäre ratsam, ist aber nicht unbedingt notwendig. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass man beim Fotografieren eigentlich 4 Hände und 4 Füße bräuchte, damit alles so sitzt wie man es will und da verschafft einem das Stativ zumindest eine weitere "Hand" (gerade wenn ihr auch einen Fernauslöser habt - den gibt es schon ab 30 € beim Media Markt oder Saturn und ist sein Geld wirklich wert). Manfrotto ist eine der bekanntesten und auch besten Stativhersteller; die Auswahl an Schwenkköpfen und allen möglichen Goodies ist enorm.

                                         Beispiel Stativ von Manfrotto

                                         Beispiel Stativ von Manfrotto

2. Studiobeleuchtung

Ich weiß, dass ihr keine Profifotografen werden wollt, aber nicht immer habt ihr das Glück, dass das Wetter mitspielt oder genug Licht im Raum ist, um mit natürlichem Licht zu arbeiten. Deswegen solltet ihr zumindest eine geeignete Lampe zum Fotografieren haben. Natürlich könnt ihr euch Studiolampen zulegen, aber eine wirklich günstige Alternative dazu sind Baustrahler mit ca. 400 Watt aus dem Baumarkt um lächerliche 6-10 € (inkl. Stativ für die Lampe). Ihr könnt euch auch gerne zwei Baustrahler zulegen, damit ihr eure Produkte gleichmäßig von links und rechts beleuchten könnt. Zusätzlich könnt ihr euch noch - ebenfalls aus dem Baumarkt - eine weiße Styroporplatte zulegen, mit der ihr Schatten und dunkle Stellen perfekt ausleuchten könnt.

                         Beispiel Baustrahler mit 400 Watt von Hornbach

                         Beispiel Baustrahler mit 400 Watt von Hornbach

3. Unter- und Hintergrund

Die Frage nach dem Untergrund richtet sich immer nach euren Produkten und eurem persönlichen Stil bzw. euren Vorlieben. Aber je natürlicher eure Produkte sind, desto natürlichere Untergründe (wie Holz, Stein etc.) würde ich verwenden. Natürlich könnt ihr auch mit Tischdecken, Tüchern und Stoffresten arbeiten. Günstige und moderne Tischdecken findet man oft im Sale von H&M Home oder bei Depot; günstige Stoffreste findet man vor allem online auf amazon oder man erhascht ein Schnäppchen beim Komolka. Ansprechende Untergründe können ein Bild ungemein aufwerten und auch neugierig machen - also bitte verzichtet nicht darauf. Wenn ihr eher auf natürliche Untergründe setzt, dann verwendet zum Beispiel alte Holztische oder Fliesen bzw. Steinplatten aus dem Garten. Hier reichen meist 3-5 Fliesen, aber das hängt natürlich auch von der Größe eures Produktes ab. Oft findet man auch auf Flohmärkten ganz günstige kleine Tische, die sich perfekt zum Fotografieren eignen. 

Als Hintergrund bietet sich vor allem in der Anfangsphase eine weiße Wand an oder ihr hängt ein großes weißes Leintuch an eure Wand (Achtung: Tuch glatt streichen - die Falten sieht man später am Bild). Ihr könnt natürlich auch einen schwarzen Hintergrund verwenden - benutzt hier am besten einen Samtstoff, denn der absorbiert das Licht am besten.

4. Dekoartikel

Je nachdem, welche Art der Produktfotografie ihr bevorzugt - also informativ (schlichte Fotografie vor weißem Hintergrund) oder sachlich (in Szene gesetzte Produktfotografie) - benötigt ihr Deko- und Stylingartikel. Damit meine ich ganz einfache, schlichte, aber effektive Mittel, wie zum Beispiel eine Gabel bei der Essensfotografie oder eine Blume bei der Schmuckfotografie oder Dekobänder bei der Blumenfotografie. Eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und ihr werdet sehen, eure Bilder wirken dadurch viel ansprechender und erzielen mehr Aufmerksamkeit. Also tobt euch aus ;)

Dekoartikel findet ihr eigentlich in jedem Einrichtungsgeschäft (Ikea, Kika, Depot, Interio etc.), aber auch Libro und Müller können hier ganz gut mithalten. 

                           Beispiel Servietten von H&M Home

                           Beispiel Servietten von H&M Home

5. Fotobearbeitungssoftware

So und nun seid ihr soweit, dass ihr alles vorbereitet und das erste Foto geschossen habt. Oft genug kommt es dann vor, dass euch der Ausschnitt oder der Weißabgleich nicht so gut gefallen. Der Weißabgleich ist kein Problem, den könnt ihr bei eurer Kamera direkt einstellen, aber beim Ausschnitt wird es schon schwieriger (z.B. bei Quadratformaten). Deswegen rate ich euch, eine günstige, aber durchaus effektive Fotobearbeitungssoftware zuzulegen. Lightroom von Adobe könnt ihr euch als Testversion 2 Wochen gratis herunterladen. Das Programm bietet die wichtigsten und einfachsten Tools, die ihr zur Bildbearbeitung benötigt und schafft gleichzeitig Ordnung in eurer Bilderreihe (ihr könnt damit auch Diashows machen). Klickt euch ein bisschen durch die Software - in vielen Bereichen entdeckt man einfach mittels Durchklicken und Herumstöbern die besten Tools. Vielleicht schreibe ich einmal einen Beitrag über Lightroom, damit ihr hier eine kleine Einführung bekommt. Ich kann das Programm wirklich empfehlen - gerade für Einsteiger und HobbyfotografInnen.

Lightroom

Lightroom

Es gibt auch Gratisprogramme, wie gimp, aber diese Software ist wirklich schon sehr komplex und für eure Zwecke vielleicht zu unübersichtlich. Aber Probieren geht hier über Studieren ;) 

6. Festplatte und Backup

Zu guter Letzt: Bitte verzichtet keinesfalls auf eine gute Festplatte mit genügend Speicherplatz und ein sicheres Backupsystem. Denn nichts ist ärgerlicher, wenn eure tollen Bilder auf einmal weg sind und ihr keine Möglichkeit mehr habt, sie zurück zu bekommen :( Ich spreche hier zum Glück nicht aus eigener Erfahrung - vermutlich wurde ich auf der Fotoschule in diesem Bereich gut gedrillt ;) Festplatten sind heutzutage wirklich schon sehr günstig und je besser euer Backupsystem ist, desto sicherer ist es. Spart hier wirklich nicht am falschen Fleck, sondern investiert geschickt! Prinzipiell würde ich sagen, dass für eure Zwecke und die voraussichtliche Anzahl an Fotos eine Standardfestplatte mit 320 GB, sowie 1-2 Backupsysteme (z.B. mittels Dropbox und/oder weiteren Festplatten), die eure Daten auf der Standardfestplatte 1:1 übernehmen, ausreichend sind.

So...das sind die grobsten Tipps und Mittel, die ich euch für den Anfang auf den Weg geben kann. Ich hoffe ihr verzweifelt nicht zu sehr an der Vielzahl an Hinweisen, aber vergesst nicht: eine gute Spiegelreflex-Kamera könnt ihr in den Urlaub mitnehmen, bei Familienfeiern benutzen, im Alltag überall einsetzen und sie ist zugleich euer bester Freund bei eurem Internet- und PR-Auftritt, um Aufmerksamkeit zu erregen und zielgerichtet eure Produkte zu verkaufen.

Falls ihr Fragen habt, könnt ihr mich gerne direkt kontaktieren. Gutes Gelingen!

P.S. Hier könnt ihr eine übersichtliche Checkliste mit allen Punkten downloaden!!!

Tipps für perfekte (Produkt-)Fotos - Teil 2

Ich hoffe ihr konntet meine Tipps und Tricks von meinem letzten Blogeintrag schon ausprobieren. Würde mich interessieren, wie leicht oder schwer es euch gefallen ist - für Kommentare und Anregungen bin ich ganz offen ;)

Wie versprochen werde ich euch dieses Mal die genaue und richtige Einstellung von Belichtungszeit und Blende erklären, sowie auf Regeln in der Fotografie (Goldener Schnitt, Drittelregel,..) und die Wahl der richtigen Perspektive näher eingehen.

  • Tipp 1 - Belichtungszeit, Blendenzahl, ISO-Werte
    Die Einstellung der Belichtungszeit und der Blende hängt davon ab, was ihr wie fotografieren wollt. Gerade beim Fotografieren von Wasser könnt ihr ganz große Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Belichtungszeiten und Blendenzahlen erkennen. Am besten ihr probiert hier herum und lernt eure Kamera einmal kennen. Es ist faszinierend, wie sich das Bild und somit seine Geschichte dadurch verändert.

    Generell gilt, je kürzer die Zeit eingestellt ist, also z.B. 1/200 Sekunde, desto besser könnt ihr Freihand fotografieren, ohne dass etwas verwackelt und je mehr Licht braucht ihr. Am Tag könnt ihr also ruhig mit einer sehr kurzen Belichtungszeit arbeiten, um perfekte Ergebnisse zu erzielen. Eure Spiegelreflexkamera hat die Funktion, dass Blende und/oder Zeit automatisch eingestellt werden können, aber davon würde ich euch abraten, weil die Einstellungen nicht immer optimal gewählt sind.

    Eine Faustregel ist: Bis zu 1/60 Sekunde könnt ihr noch bequem aus der Hand fotografieren, ohne dass grobe Verwackelungen entstehen, alles was drüber ist, wird schwierig. Entweder ihr helft euch dann mit einem Stativ oder ihr verändert die Blendenzahl bzw. den ISO-Wert.

    Wie bereits letztes Mal erklärt, lässt eine kleine Blendenzahl (z.B. f1,8) am meisten Licht durch. Das heißt als nächsten Schritt, wenn das Bild noch immer zu dunkel ist, obwohl ihr die Belichtungszeit schon auf 1/60 Sekunde gestellt habt, dann versucht ihr eure Blende auf die kleinst mögliche Blendenzahl einzustellen. Die Helligkeit in eurem Bild lässt sich hier am besten im Histogramm feststellen. Der rechte Bereich des Histogramms zeigt alle hellen Werte und der linke alle dunklen Werte an. Erst in einem letzten Schritt solltet ihr den ISO-Wert verändern.  

    Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit im Bild an. Je niedriger der ISO-Wert ist, desto besser, denn je höher der Wert ist, desto höher ist das Rauschen im Bild. Aber sollte eure Umgebung einmal recht dunkel sein und ihr wollt nicht mit Blitz arbeiten, dann könnt ihr den ISO-Wert auch einmal auf 600-800 stellen. Die Intensität des Rauschens hängt hier auch sehr stark von eurer Kamera ab.
ISO 350

ISO 350

ISO 500

ISO 500

  • Tipp 2 - Regeln in der Fotografie
    In der Fotografie gibt es viele unterschiedliche Regeln, die man in seiner Bildgestaltung beachten kann, aber nicht muss. Trotzdem können sie einem gerade in der Anfangsphase helfen und auf bestimmte Dinge aufmerksam machen.
  • Der Goldene Schnitt hilft die Positionierung des Objekts im Bild aufregender bzw. ansprechender zu machen. Bei der Bildgestaltung nach dem Goldenen Schnitt wird eine Strecke nach folgendem Verhältnis geteilt: Die Teilstrecke A verhält sich zur Teilstrecke B wie die Gesamtstrecke A+B zu A. Das Objekt sollte sich nun entlang der gedachten Linien befinden, die man sich durch diese Teilung denken kann.
GoldenerSchnitt.jpg
Der schärfste Punkt des Motivs liegt im Goldenen Schnitt

Der schärfste Punkt des Motivs liegt im Goldenen Schnitt

  • Bei der Drittelregel wird das Bild gedanklich durch je zwei horizontale und vertikale Linien geteilt und so in neun gleiche Teile geteilt. Das Hauptmotiv sollte sich dann entlang der gedanklichen Schnittpunkte der Linien liegen.
     
  • Die Wahl des Formats hängt vor allem vom Motiv ab. Hohe und lange Objekte bieten sich für ein Hochformat und große, schwere Objekte für ein Querformat an. Runde Motive sind besonders für eine Quadratform geeignet (Verhältnis 1:1).
  • Tipp 3 - Perspektive
    Rodtschenko führt zur Perspektive im Bild aus, dass ein Großteil von Bildern – ganz gleich ob es sich hier nun um die Malerei oder Fotografie handelt – von der Nabel- oder der Augenhöhe aus aufgenommen wird. Er plädiert daher für eine Änderung der Perspektive zum Beispiel durch unerwartete Blickwinkel von oben (Vogelperspektive) oder von unten (Froschperspektive), um „die Welt des Sichtbaren neu [zu] entdecken“ (Rodtschenko, 1928) und um sich somit bewusst von der Malerei abzugrenzen.

    Ich gebe ihm mit dieser Aussage vollkommen Recht, denn eine unerwartete Perspektive kann eine Fotografie ungemein aufwerten, indem es das Bild einfach interessanter und aufregender macht und uns den Blick für Neues öffnet. Hier kann ich nur raten: Probieren und für sich selbst eine Entscheidung treffen, was besser gefällt.
Schokotarte von der Vogelperspektive

Schokotarte von der Vogelperspektive

Schokotarte von der Nabelperspektive

Schokotarte von der Nabelperspektive

Ich hoffe ich konnte euch auch dieses Mal wieder mit hilfreichen Informationen und Tipps in die wunderschöne Welt der Fotografie einführen und wünschen euch wieder ganz viel Spaß und gutes Gelingen beim Ausprobieren. Solltet ihr Fragen haben, könnt ihr euch natürlich wieder gerne an mich wenden ;)

P.S. Die leckeren und entzückenden Cake Pops sind übrigens von Julie's Pop Bakery.

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Tipps für perfekte (Produkt-)Fotos - Teil 1

Ich weiß wie schwierig es sein kann, für sein eigenes Produkt ansprechende Fotos zu schaffen, denn man muss so viele Dinge berücksichtigen, an die man oftmals gar nicht denkt. Deswegen möchte ich dieses Mal ein bisschen aus meinem Nähkästchen plaudern und euch einen Einblick in die wichtigsten Tipps und Tricks für ein gelungenes Produktfoto geben. Ganz wichtig: Ihr benötigt (keine perfekte) aber eine gute Foto-Ausrüstung, damit ihr mit Features, wie Schärfentiefe, Zeit, Blende etc. arbeiten könnt. Am besten eignen sich dafür Consumer Spiegelreflexkameras, wie z.B. die Nikon D40 oder D60.

Zuerst einmal eine kleine Einführung in eure Kamera:

Ihr habt mit eurer Kamera die Möglichkeit, die Blende zu verändern. Das heißt, je kleiner die Blendenzahl (z.B. f2,4), desto weiter ist die Blende geöffnet und desto eine geringere Schärfentiefe erhaltet ihr. Das heißt, der Fokus liegt nur auf einem sehr kleinen Bereich eures Bildausschnittes (der Hintergrund ist also verschwommen). Je größer die Blendenzahl ist, desto größer ist die Schärfentiefe, das heißt bei Blende f22 ist nahezu das gesamte Bild gleich scharf. Für die Wahl der richtigen Blende spielen Faktoren wie Licht, Kameraleistung und gewünschte Optik (viel Unschärfe oder wenig Unschärfe) eine große Rolle. Zum besseren Verständnis hier eine Grafik:

  • Tipp 1 - Licht
    Licht ist in der Fotografie das Ein und Alles. Ohne Licht gelingt leider - trotz möglicher Nachbearbeitung - kein Foto so richtig, deswegen mein Tipp: am besten fotografiert ihr bei Tageslicht, dabei sollte man aber die Mittagszeit meiden, da dann das Licht sehr hart ist - also starke Schatten wirft. Der Vormittag und Nachmittag eignet sich daher besonders gut oder wenn es bewölkt ist. Achtet darauf, dass nirgendwo eine bunte Wand in der Nähe eures Fotoobjekts ist, sonst spiegelt sich die Farbe in euren Bildern wider. Sollte das Objekt auf einer Seite durch das Tageslicht heller beleuchtet werden, als die andere Seite, dann könnt ihr mit einer einfachen weißen Styroporplatte das Licht von der anderen Seite einfangen und reflektieren. Achtet auch auf euer Gewand - grelle und bunte Farben solltet ihr meiden.

    Weiß reflektiert das Licht am besten, Schwarz absorbiert das Licht und wirft (dunkle) Schatten. Das solltet ihr auf jeden Fall bei euren Fotos beachten. Danach richtet sich nämlich auch der Hintergrund - den ich im nächsten Punkt behandle.
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  • Tipp 2 - Hintergrund/Untergrund
    Ein schöner Hintergrund wertet ein Bild ungemein auf. Beim Hintergrund solltet ihr Farben wählen, die entweder die Farben des Fotoobjekts unterstreichen oder ganz im Kontrast dazu stehen. Vor allem beim Untergrund helfen schon kleinere Stoffreste oder Holzplatten bzw. schöne Esstische - je nachdem wie groß euer Fotoobjekt ist - um das Objekt wirken zu lassen. Der Hintergrund hängt nicht nur farblich von eurem Fotoobjekt ab, sondern auch die Art des Produkts spielt eine große Rolle. Gerade Essen würde ich eher vor natürlichen Hintergründen, wie Holz, Stein, Stoff oder einer weißen Wand fotografieren, Schmuck kann gerne auch vor ausgefalleneren Hintergründen fotografiert werden.
  • Tipp 3 - Schärfe/Unschärfe
    Wie bereits erwähnt, hängt die Schärfe von eurem Objektiv ab. Je kleiner die Blendenzahl, desto eine größere Unschärfe. Wirklich gute Objektive erreichen eine Minimum-Blendenzahl von f1,4-f1,8. Standardobjektive haben meist als Minimum-Blendenzahl f5,6 - das genügt normalerweise auch für Hobbyfotografen, aber dadurch könnt ihr keine so geringe Schärfentiefe erzielen. Der Unterschied zwischen Blende f1,8 und f2,4 macht schon einen großen Unterschied aus, wie ihr an dem nachstehenden Bild sehen könnt.
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  • Tipp 4 - Fokus
    Ganz wichtig ist auch die Wahl des Fokus im Bild. Ganz unabhängig von der Schärfentiefe solltet ihr vorab festlegen, welchen Bereich im Bild ihr scharf haben möchtet, das heißt welcher Bereich euer Zentrum im Bild darstellen soll. Ihr tut euch leichter, wenn ihr den Autofokus bei eurer Kamera abstellt und am besten mittels eines Stativs den Fokus manuell setzt. Der Fokus kann die ganze Geschichte eines Bildes verändern und eine völlig andere Interpretation des Objekts auslösen. Im unteren Beispiel ist einmal auf der linken Seite der Rosmarin im Vordergrund scharf und setzt diesen ins Zentrum. Auf der rechten Seite liegt der Fokus auf der Schrift des Tellers und setzt somit den Rosmarin vorne vollständig in den Hintergrund.
Fokus.jpg

Ich hoffe diese kleinen Tipps und Tricks helfen euch bei eurem nächsten Fotoshooting. Ich werde bei meinem nächsten Blogeintrag ("Tipps für perfekte (Produkt-)Fotos - Teil 2) auf die genaue und richtige Einstellung von Zeit und Blende, sowie auf Regeln in der Fotografie (Goldener Schnitt, Drittelregel,..) und die Wahl der richtigen Perspektive näher eingehen. Falls ihr Fragen zu bestimmten Bereichen habt, könnt ihr mich natürlich gerne kontaktieren. Bis dahin wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Herumfotografieren ;)

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