Alle Jahre wieder...

...kommt die Keksezeit ;) Normalerweise mache ich in der Vorweihnachtszeit ca. 2-3 Kekssorten, aber letztes Jahr habe ich es ganz sein lassen und mich von Freunden und der Familie mit leckeren Keksen verwöhnen und beschenken lassen. Und weil das so gut geklappt hat, war dies auch mein Plan für dieses Jahr. Auf das Selberbacken verzichten und mich verwöhnen lassen! Aus diesem Grund habe ich mir kurzerhand für mein Weihanchtsshooting eine überaus begabte Food Stylistin & Rezeptentwicklerin in mein Atelier geholt. Sabine Hasenauer von food-styling.at hat sich wohl genauso wie ich auf unser gemeinsames Shooting gefreut und wahre Kunstwerke in der Backstube gezaubert! Mit einer Vielzahl an vorzüglichen Keksen hat sie mich also verwöhnt und dieses Weihnachtsshooting zu etwas ganz Besonderem gemacht :)

Unser Motto für dieses Weihnachtsshooting war Gold und Weiß und so haben wir zwischen weißen kleinen Engerln und Pferdchen nicht nur weiße Rum- und Eierlikörkugeln, sondern auch Vanillekipferl und Mürbteigkekse mit einer sehr schmackhaften Füllung platziert. Besonderes Highlight war die Kokostorte mit Frosting, die nicht nur entzückend auf der Etagere aussah, sondern auch noch sehr lecker schmeckte. Als Krönung haben wir dem Gold-Weiß-Setting auch noch Mini-Cupcakes und Lebkuchen hinzu gefügt, die ganz liebevoll mit Goldglitter und -kugeln verziert wurden. Die kleinen Tassen, Etageren und Teller stammen aus dem gemeinsamen Fundus von Sabine und mir, den wir auf Flohmärkten oder in individuellen Shops zusammengesammelt haben. Gerade die süßen filigranen Tässchen und Schüsselchen machen dann auch oft den individuellen Touch aus.

Wer noch auf der Suche nach leckeren Keksrezepten ist, dem sei mit dem tollen Schokotaler-Rezept von Fiona geholfen:

Schokotaler mit Cashews und Meersalz

Für den Mürbteig (für ca. 40 Stk.):

290 g glattes Mehl
10 g Kakaopulver
200 g kalte Butter (in Stücke geschnitten)
100 g Zucker
1 Dotter
1 Prise Salz
1/4 TL Vanille
Schale 1 Bio-Zitrone

Für die Fülle und Deko:

200 g schwarze Johannisbeer-Marmelade
2 EL Rum
200 g dunkle Kuvertüre
50 g Milchkuvertüre
1 Handvoll Cashewnüsse
1 EL grobes Meersalz

Zubereitung:

Für den Mürbteig das Mehl und den Kakao auf die Arbeitsfläche sieben und mit den restlichen Zutaten rasch verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Das Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen. Den Mürbteig auf eine bemehlte Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausrollen und runde Taler ausstechen (ca. 5 cm Durchmesser). Die Taler auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und ca. 15 Minuten nach Sicht backen. Auskühlen lassen.

Die Marmelade mit dem Rum glatt rühren und jeweils zwei Taler mit der Marmelade zusammensetzen. Die Taler über Nacht trocknen lassen.

Die Cashewnüsse grob hacken und die Kuvertüren im Wasserbad schmelzen und glatt rühren. Dann die Taler mit einer Seite in die Schokolade tunken und auf Backpapier leicht antrocknen lassen. Abschließend die Taler mit den Cashewnüssen und dem groben Meersalz bestreuen und trocknen lassen.

Hiermit wünsche ich euch ein gutes Gelingen beim Backen und eine super schöne Vorweihnachtszeit! Nur noch ein paar Mal schlafen und dann steht das Christkind auch schon wieder vor der Türe. Alles Liebe und bis bald 

Info: Das Shooting entstand in Kooperation mit Sabine von foodstyling.at

Food Photography?!?

Wenn mich jemand fragt, was man unter Food Photography versteht, könnte ich das natürlich in einem kurzen und prägnanten Satz erläutern. Ich denke mir aber, dass ich damit die eigentliche Frage, die mein Gegenüber mir stellt, nicht wirklich beantworte. Denn meiner Ansicht nach werde ich nicht gefragt: "Was ist Food Photography?" sondern eher "Wozu brauche ich einen Food Fotografen, wenn ich mit meinem Handy oder meiner Spiegelreflexkamera auch schöne Fotos machen kann?!".

Food Photography ist komplexer als man denkt und in sich nochmals in mehrere Zweige unterteilt. Aber prinzipiell gilt:

  • Food FotografInnen arbeiten meistens gemeinsam mit einem Food Stylisten bzw. einer Food Stylistin zusammen, der bzw. die das Essen vor allem so anrichtet, damit es zum Abfotografieren optimal präsentiert wird. In der Regel werden die Speisen von Köchen zubereitet, aber oftmals übernimmt diese Aufgabe auch gleich die Food Stylistin bzw. der Food Stylist. Beim Styling wird darauf geachtet, dass nur mit hochwertigen und frischen Produkten gearbeitet wird, da Frische und Qualität jedenfalls im Foto sichtbar werden. 
     
  • Der Food Fotograf bzw. die Food Fotografin ist im Gegensatz zum Stylisten bzw. zur Stylistin für das perfekte Licht und eine exzellente Ausleuchtung, aber auch für den perfekten Winkel und die optimale Perspektive zuständig. Da sind oft nur ein paar Zentimeter Höhenunterschied wirklich entscheidend, um das Produkt im Foto schön wirken zu lassen. Und gerade das Licht ist in der Fotografie so extrem wichtig, denn erst dadurch werden Dinge sichtbar gemacht, die beim bloßen Betrachten vielleicht nicht aufgefallen wären.
     
  • Die einen FotografInnen spezialisieren sich auf informative Fotografie, das heißt, die Produkte werden vor weißem Hintergrund abgelichtet und können im Anschluss daran auch freigestellt werden. Andere wiederum beschäftigen sich größtenteils mit der emotionalen Fotografie, in der ganz viel mit Dekoration und verschiedenen Szenen gearbeitet wird, um den Betrachter bzw. die Betrachterin emotional einzufangen. Hier geht es vor allem um die Vermittlung von Gefühlen. Man glaubt gar nicht, wie wichtig Dekoration sein kann und wie sehr sie ein Bild beleben (natürlich nur, wenn man es nicht übertreibt :)!
     
  • Manche Food FotografInnen sehen sich auch ein bisschen als Vermittler. Das heißt, sie möchten UnternehmerInnen aufzeigen, wie wichtig Bilder, insbesondere Fotos, für den Verkauf von Produkten sind. Österreich muss in Bezug auf Fotografien noch ein bisschen umdenken und schätzen lernen, welche Kraft (gut gemachte) Fotos haben können. Nämlich im besten Fall erhöhen sie die Aufmerksamkeit der KundInnen und somit auch den Umsatz des Unternehmens.

Ich will nicht sagen, dass HobbyfotografInnen keine tollen Fotos von Speisen und Getränken machen können. Denn mit viel Glück ist das Licht gerade perfekt, die Perspektive optimal und die Kamera für die Lichtverhältnisse ausreichend. Da können dann auch wirklich schöne Bilder entstehen. Aber bei jeder professionellen Dienstleistung geht es nicht um Zufälle oder Glücksfälle, sondern um Professionalität und Können. Darunter versteht man, dass ich die Vorstellungen der KundInnen exakt umgesetzt werden können und das Bild reproduzierbar ist. In der Food Photography wird nichts dem Zufall überlassen, sondern (fast) alles ist genauestens geplant und durchdacht. Dadurch entstehen oftmals wirklich wunderschöne Bilder, die einen in den Bann ziehen :)

Ich hoffe, ich konnte euch durch meine Ausführungen ein bisschen in die Welt der Food FotografInnen einführen und allfällige Fragen klären. Wenn nicht, könnt ihr mich natürlich gerne kontaktieren. Alles Liebe und bis bald 

P.S. Großer Dank an Fiona, die diese tolle White Chocolate Tarte für mich zubereitet hat :)