Einfach einmal Tee trinken

Wirrwarr in meinem Kopf

Es kann schon vorkommen, dass nicht immer alles rund oder nach Plan läuft. Vor allem wenn es stressig ist. Tausend Dinge gehen mir gerade durch den Kopf und ich bin schon seit Tagen damit beschäftigt, das ganze Wirrwarr in meinem Kopf in eine geordnete Struktur zu bringen. Funktioniert ehrlich gesagt nicht so wie gewollt! Liegt vielleicht auch daran, dass ich erst im Bett so richtig zum Durchatmen komme und dann erst mit dem Sortieren beginne. Eine absolut schlechte Idee. Denn das ist genauso unproduktiv, als würde ich nichts machen.

Nichtstun fördern

Hoppla, da habe ich wohl den einen Termin verschwitzt und das Essen schmeckt heute auch nicht so wie immer :( Ganz ehrlich? Es wird Zeit, dass ich ein bisschen runter komme. Daher folgt auf dieses ganze wilde Getummel rund um mich einfach einmal NICHTS. Hinsetzen, heißes Wasser in den Teekocher geben, einen leckeren Früchtetee in den Teebeutel geben, 10 Minuten ziehen lassen und unbeschwert den Tee genießen. Hierbei ist ganz wichtig: Nichts machen! Und wenn ich nichts sage, dann meine ich auch nichts. Kein wirres Gedankenspiel starten oder einen erneuten Ordnungsversuch im Kopf durchführen. Einfach einmal nur dasitzen, in die Luft starren und Tee trinken. Ich kann euch sagen, das wirkt Wunder!

Nichtstun will gelernt sein

Ja, Nichtstun muss gelernt werden und kostet gerade am Anfang Überwindung und Durchhaltungsvermögen. Das ist ein bisschen so, wie wenn eine offene Frage ins Plenum gestellt wird und keiner Antwortet - das muss man halt durchstehen. Fortgeschrittene Nichtstuer dürfen nach ein bisschen Übung auch schon Kekse zum Tee essen und vielleicht sogar dem Haustier beim Herumtollen zuschauen. Forscher haben festgestellt, dass man durchs Nichtstun den Blick auf das Wesentliche wieder lenkt. Das ist doch eigentlich genau das, was wir wollen. Den Filtermechanismen für unnütze Dinge und Informationen aktivieren bzw. verbessern.

Bewusst abschalten

Um sich kurzzeitig von Stress und Alltag distanizieren zu können, ist es in einem ersten Schritt ratsam, bewusst durchzuatmen und auf diesem Wege dem Körper Ruhe und Gelassenheit zu symbolisieren. Einige Minuten bewusst der Atmung folgen und sich darauf konzentrieren. In einem zweiten Schritt kann man mit Meditation die absolute Entspannung erlangen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Aber auch das Meditieren muss erlernt werden. Eine Alternative zum Meditieren ist zum Beispiel ein Spaziergang im Grünen, das Beobachten von Vögeln oder das Sammeln von Steinen. Bei all diesen Übungen geht es aber um die Konzentration auf eine bestimmte Tätigkeit und das Ausblenden von alltäglichen Gedanken.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesen Tipps die Weihnachtsferien ein bisschen versüßen, indem ihr euch gekonnt Entspannen und Erholen könnt. Lasst eure Gedanken zur Ruhe kommen und macht euch nicht unnötig stress. Ja, auch euer Tag hat nur 24 Stunden und das kleine Wörtchen "Nein" kann oftmals Wunder bewirken. Alles Liebe und bis bald