Kinder, wie die Zeit vergeht

Vor nicht all zu langer Zeit

Kaum zu glauben, aber vor nunmehr über einem Jahr (genau genommen vor 1 Jahr, 2 Monaten und 20 Tagen) habe ich den (Ab-)Sprung vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit gewagt. Ich bin einerseits total geschockt, wie schnell das Jahr vorüber gegangen ist, aber andererseits auch total erleichtert, dass es so gut gelaufen ist und total stolz auf mich selber, dass ich diesen wichtigen Schritt - natürlich nur mithilfe der tollen Unterstützung meines Mannes und unserer Familien - gewagt habe!

Im Großen und Ganzen war es ein sehr spannendes Jahr, mit einigen Hochs und Tiefs! Ich würde rückblickend zwar manches anders machen, aber vieles auch genauso wiederholen. Ich habe sehr viel aus meinen anfänglichen Fehlern und Bedenken gelernt. Habe vor allem gelernt, mit Kritik umzugehen und Meinungen anderer nicht immer auf die Waagschale zu legen. Kurz gesagt: Ich bin über mich hinaus gewachsen und habe irrsinnig viel für meine Persönlichkeit, aber auch für mein Unternehmen mitgenommen. 

Alles in einem

Im Laufe des Jahres durfte ich herausragende Künstler, Freigeister, Spezialisten und Perfektionisten kennen lernen, Workshops mit Gleichgesinnten besuchen und einmal eine andere Arbeitswelt kennen lernen. Gerne höre ich meinen Freunden beim Erzählen zu. Wenn sie über die Probleme in "ihrer" Arbeitswelt und den Konflikten mit Vorgesetzten oder finanziellen Schwachstellen diskutieren. Wirklich viel kann ich dabei nicht mitreden. Denn als Selbstständige ist man einfach alles in einem:

Ich bin meine eigene Sekretärin, die die Post verschickt, Briefe öffnet und sich um Termine kümmert.
Ich bin mein eigener Marketing-Spezialist, der sich um SEO, Online-Marketing und Social Media und alles was noch dazu gehört, kümmert.
Ich bin mein eigener Buchhalter, der fleißig seine Ein- und Ausgaben-Rechnung führt und Umsatzsteuer ans Finanzamt abführt.
Ich bin meine eigene Putzfrau, die den Arbeits- und Schreibtisch nach einem erfolgreichen Shootingtag aufräumt und die Küche wieder auf Fordermann bringt.
Ich bin mein eigener IT-Techniker, der sich um Fehlermeldungen auf der Website und um das Nichtfunktionieren des Mailprogramms kümmert.
Und zu guter Letzt bin ich mein eigener Chef. Und zwar jener Chef, der wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Unternehmens selbstständig trifft, der mit neuen Ideen aufwartet, um Kunden zu gewinnen, der das Budget für das kommende Jahr bestimmt und der Verantwortung übernimmt! Es ist nicht immer einfach sein eigener Chef zu sein, denn das heißt auch Konsequenzen zu tragen. Aber das Schöne daran ist: Man darf auch die Lorbeeren einsammeln, wenn alles gut geklappt hat.

Am Ende des Tages scheint die Sonne

Bis jetzt hat das Lorbeeren-Einsammeln überwogen und deswegen macht es mir trotz Stress noch immer viel Spaß hinter der Kamera zu stehen und wahre Kunstwerke von begabten Persönlichkeiten abzulichten. Keine Sekunde bereue ich meine Entscheidung für die Selbstständigkeit, denn sie hat mich soviel stärker gemacht, wie es kein anderer Job jemals geschafft hätte.

Und natürlich wäre ich nichts ohne meine Kunden!!! Jeder Kunde zeichnet sich durch seine Produkte mit einer bestimmten Einzigartigkeit aus und macht meinen Beruf so unwiderstehlich und vollkommen zugleich. Danke für euer Vertrauen! Vielen Dank an alle, die mich dieses Jahr begleitet haben. Vor allem auch ein großes Dankeschön an all jene, die meine Produktfotografie-Kurse besucht haben und mich in meiner Tätigkeit enorm bekräftigt haben. Großen Dank auch an alle Kooperationspartner, mit denen das Zusammenarbeiten eine riesige Freude gemacht hat und die mir neue Seite und Bereiche aufgezeigt haben!

Es war ein schönes Jahr. Es war ein gutes Jahr. Es dürfen noch viele tolle Jahre folgen.

DANKE