Saftiger Schokobrownie mit frosted Berries

Schoko, Schoko & nochmals Schoko

Ein Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Plötzlich sind wir zu dritt und die kleine Mini Me schon fast 5 Monate alt! Es hat sich viel verändert in letzter Zeit - auch beim Essen. Obwohl wir vorher schon viel auf regionale und biologische Produkte beim Einkaufen geachtet haben, ist es jetzt oberste Priorität. Gesund soll es zusätzlich sein und gut schmecken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Denn gutes Essen ist einfach Genuss pur :)

In der Schwangerschaft konnte ich mich noch zurückhalten mit meinen Gelüsten - war gar nicht so schlimm, wie man oft von Filmen oder Bekannten hörte. Aber ich sage euch, jetzt vergeht kaum ein Tag an dem ich einem Stück Schokolade oder etwas Süßem widerstehen kann. Ich weiß: “Schande über mich”. Nachdem die Lust auf Süßes derzeit leider kaum auszuhalten ist und mir auch bei Schokolade & Co wichtig ist, zu wissen, woher die Zutaten und Inhaltsstoffe kommen, habe ich mich kurzerhand für das Selbermachen entschieden.

Also habe ich einfach Bio-Eier, Bio Zartbitterschokolade und köstliche Heumilch-Butter in den Einkaufswagen gelegt und zu Hause gebacken. Nicht irgendetwas, sondern super leckere Schoko-Brownies, die selbst Schokolade-Verweigerer überzeugen können ;)

Rezept: Saftiger Schokobrownie mit frosted Berries

Zutaten für 1 Blech:

  • 4 Bio-Eier

  • 180 g Bio-Zartbitterschokolade

  • 180 g Butter

  • 250 g Zucker

  • 1 Messerspitze echte Vanille

  • 140 g Mehl

  • 1 Prise Salz

  • Ein wenig Butter zum Einfetten

  • Für die Deko: Rosmarin und ca. 150 g gefrorene Beeren (z.B. Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren)

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten (Zucker, Mehl, Salz) miteinander verrühren. Zartbitterschokolade im Wasserbad langsam zergehen lassen und mit Eier, Butter und Vanille mischen. Anschließend die flüssigen Zutaten langsam unter die trockene Masse heben und zu einem glatten Teig verrühren.

Die Auflaufform mit Butter einfetten und den Teig in die Form füllen. Für etwa 20 Minuten im Backofen bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze) backen. Achtung, dass die Brownies nicht anbrennen und innen noch ein wenig flüssig sind.

Brownies in der Form abkühlen lassen und anschließend mit tiefgefrorenen Beeren verzieren. Und fertig ist eure kleine Schoko-Bombe!

Ich möchte euch keinesfalls zum Naschen animieren, aber lasst euch diese köstlichen Brownies auf jeden Fall schmecken. Nachmachen ist daher erwünscht! Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia_k.jpg

Farbenfroher Spargelsalat deluxe

Leichtes im Frühling

Je heißer die Tage werden, desto weniger protzig fällt meist das Essen aus - da dürfen leichte Couscous-Bowls und Salate am Speiseplan natürlich nicht fehlen. Aber einfach nur Blattgrün mit Gurke und Avocado kann schnell einmal fad werden. Zum Glück beginnt bei uns im Marchfeld im Osten von Österreich Ende April die Spargelsaision. Spargel direkt vom Bauern beziehen - gibt es etwas Schöneres? 

Dieses wundervolle Gemüse versüßt mir jedes Jahr in all seinen tollen Facetten den Frühling und verkürzt das Warten auf den heißen Sommer. Sei es in Form von Spargelrisotto, Spargel mit Proscuitto in Blätterteig oder als Highlight im Salat – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Denn dieses kalorienarme und ballaststoffreiche Gemüse mit seiner entschlackenden und entwässernden Wirkung hat so einiges zu bieten – nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch. Schließlich isst das Auge mit ;) 

Dieses Mal habe ich meinen grünen Salat mit Chicorée, Radieschen, Erbsen und grünem Spargel gepimpt - ein richtiger Gaumenschmaus im Frühling sage ich euch!

Rezept: Farbenfroher Spargelsalat deluxe

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 g grünen Spargel
  • je 50 g Rucola und Vogerlsalat
  • 1 Chicorée rot
  • 100 g Erbsen
  • 1/2 Bund Radieschen (ca. 4 Stück)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1,5 EL Weißweinessig
  • 1 TL Salatkräuter wie Petersilie, Thymian, Oregano etc. (z.B. "Alles im Grünen" von Sonnentor)
  • 1 Prise Salz & Pfeffer
  • Nach Belieben: Dunkles Roggenbrot & 1 EL Butter

Zubereitung:

  1. Spargel putzen bzw. holzige Enden entfernen und dann für ca. 7 Minuten in heißem Wasser bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In den letzten 2 Minuten die Erbsen zum Spargel hinzugeben. Beides danach abseihen, in einem Sieb abtropfen und danach kurz abkühlen lassen.
  2. Inzwischen den Salat (Rucola, Vogerlsalat & Chicorée) waschen und trockentupfen. Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.
  3. Sobald der Spargel ausgekühlt ist in ca. 3-4 cm lange Stücke schneiden. Salat am Teller anrichten und Radieschen, Spargel sowie Erbsen darüberstreuen. Nun den Salat mit den Salatkräutern, Salz & Pfeffer, Olivenöl und Essig beträufeln! Leicht durchmischen und fertig ist euer farbenfroher Spargelsalat deluxe!
  4. Nach Belieben noch: Dunkles Roggenbrot in kleine Stücke schneiden und mit etwas Butter in der Pfanne ca. 3-5 Minuten anbraten, bis das Brot eine schöne bräunliche Farbe hat. 

Guten Appetit und genießt diese farbenfrohe Köstlichkeit!

Gutes für Körper und Geist

Spargel ist für mich eine wahre Wunderwaffe. Nicht nur, dass die Verarbeitung extrem schnell und einfach gelingt, das gute Ding ist auch noch super gesund. Mit 100 g Spargel etwa hat man seinen täglichen Vitamin C- und Folsäure-Bedarf gedeckt. Spargel wird per Hand "gestochen" bzw. "gepflückt", was die relativ hohen Kosten für Spargel rechtfertigt. Trotzdem finde ich es gut, dass ich mit dem Kauf und Verzehr von heimischem Spargel eine traditionelle österreichische Handwerksarbeit fördere.

Bei uns im Marchfeld läuft die Spargelsaison meist von Ende April bis Mitte/Ende Juni. Dabei reicht die Vielfalt an Spargel von weiß über grün bis hin zu purple. Jeder Spargel hat seine ganz individuelle Note und seinen besonderen Charakter. Purple Spargel macht sich aufgrund seiner dunkelvioletten Farbe natürlich besonders schön am Teller und ist oft eine nette Abwechslung zu all den anderen Farben am Tisch.

Ich sag euch, ich werde die letzten Wochen der Spargelsaison noch so richtig genießen und so viel Spargel wie möglich essen. Schließlich muss ich dann wieder ein Jahr warten. Ich hoffe mein Mann verzeiht mir die schon leicht unkreativen Essensideen - denn Spargel ist eigentlich immer irgendwo mit dabei. Aber vielleicht gesellt sich hier auf meinem Blog auch noch das ein oder andere Spargelrezept dazu – wer weiß ;)

Kleiner Tipp: Einen richtig frischen Spargel erkennt ihr an der frischen, saftigen Schnittstelle. Am besten lagert ihr den Spargel kühl, dunkel und feucht (z.B. in feuchte Küchenrolle eingewickelt im Kühlschrank).

Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia_k.jpg

Ready for the Easter bunny

Do-it-yourself Osterideen für die ganze Familie

Ich freue mich schon sehr auf den Osterhasen - dieses Jahr feiern wir sogar mit beiden Familien (also den Verwandten meines Mannes und meiner Family). Das schaffen wir leider nicht jedes Jahr, deswegen ist es heuer für mich ein ganz besonderes Osterfest. 

Und auch dieses Jahr habe ich es mir nicht nehmen lassen, ein paar Ostereier individuell für unsere Familien und Neffen/Nichten zu gestalten. Also weg von den typischen Ostereierfarben Rot, Blau und Grün hin zu natürlichen Färbungen mit Essig & Traubensaft und der Verzierung mit Kräuterstempeln. Das Färben mit Essig & Traubensaft zaubert eine grau-violette Tönung auf die Eier und macht sie leicht marmoriert. Beim Bemalen mit Stempeln kann man seiner Kreativität und Farbeingebung freien Lauf lassen. Am besten eignen sich Petersilieblätter und Thymianzweige zum Stempeln. Beide Techniken sind sehr simpel und auch für das Eierfärben mit Kindern gut geeignet. Aber seht selbst ;)

Ostereierfärben mit Naturfarben:

Zutaten:

  • 500 ml Traubensaft rot

  • 500 ml Weißweinessig

  • 10 weiße Eier oder 12 Wachteleier

  • Butter zum Einfetten

Zubereitung:

  1. Eier aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 10 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  2. Essig und Traubensaft inzwischen im gleichen Verhältnis in einen großen Topf leeren (bei 20 Eiern verdoppelt sich die Mengenangabe von Essig und Traubensaft einfach) und aufkochen lassen. Danach die Eier sehr vorsichtig (am besten mit einem großen Löffel) in das kochende Wasser einlegen und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Danach Herd von der Platte nehmen und die Eier im Essig-Traubensaft-Gemisch auskühlen lassen. 
  3. Inzwischen eine Unterlage (z.B. Backblech) mit Küchenpapier auskleiden, die Eier dann vorsichtig mit einem Löffel auf das Küchenpapier legen und trocknen lassen. Die Eier während dem Trocknen mehrmals wenden.
  4. Wenn die Eier vollständig trocken sind nach Belieben mit ein wenig Butter einfetten, damit sie schön glänzen.
  5. Die Ostereier sind nun fertig und können ab ins Osternest kommen :)

Kleiner Hinweis: Wenn ihr Wachtel- statt Hühnereier verwendet solltet ihr wissen, dass die schöne Marmorierung und Sprenkelung der Eier durch das Essig-Traubensaft-Gemisch verloren geht. Dafür haben die Wachteleier danach eine wunderschöne Steinmarmorierung!

Ostereier mit Stempeln verzieren:

Zutaten:

  • kleiner Bund Petersilie & Thymian

  • Stempelkissen (Farbe je nach Belieben)

  • 10 weiße Eier oder 12 Wachteleier

Zubereitung:

  1. Eier aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 10 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Danach Eier für ca. 10 Minuten in heißem Wasser kochen.
  2. Eier aus dem Wasser nehmen und auf einem Küchenpapier trocknen lassen. Sobald die Eier trocken sind, können sie mit Stempelfarbe verziert werden.
  3. Ein Blatt Petersilie und einen Thymianzweig in das Stempelkissen drücken und gut mit Farbe bedecken. Nun die eingefärbten Blätter/Zweige vorsichtig auf das Ei drücken und darauf acht geben, dass alle Facetten des Blattes/Zweiges am Ei Platz finden. Am besten ihr drückt über das Blatt/den Zweig ein kleines Stück Küchenpapier, damit ihr von allen Seiten andrücken könnt.
  4. Das Blatt/den Zweig behutsam vom Ei nehmen und das Ei so hinlegen, dass es nicht auf die bestempelte Seite rollen kann. Die Stempelfarbe braucht etwa 30 Minuten bis sie trocken ist.

Kleiner Tipp: Ich habe es selber nicht ausprobiert, aber könnte mir vorstellen, dass die Stempelfarbe verwischt, wenn man das Ei im Anschluss mit Butter einfettet. Deswegen würde ich das Einfetten beim Stempeln weglassen.

Ich wünsche euch ein wundervolles Osterfest und freue mich natürlich auf eure tollen DIY Osterideen, die ihr gerne als Kommentar posten könnt. Ich bin schon sehr aufgeregt und freue mich total auf den Osterhasen dieses Jahr. Viel Spaß beim Eierfärben! Alles Liebe und bis bald 

Cornelia_k.jpg

Omis Apfelstrudel

Süße Verführung

Meine Omi war eine richtige Naschkatze - von Kuchen über Kekse bis hin zu Torten, Krapfen und Strudeln konnte sie sich für die kleinen Leckereien immer sehr begeistern. Es gibt ein paar Süßspeisen, wie Schwarzwälder Kirschtorte, Apfelspalten sowie Apfelstrudel, Krapfen und Doppelkekse, die mich jedes Mal an meine Oma erinnern. Noch immer sehe ich sie vor mir, wie sie herzhaft in die Köstlichkeit hineinbeißt und mir ein Stück davon anbietet. Ich glaube ein wenig habe ich den Hang zu Süßem von ihr geerbt. Darum finde ich es umso schöner, wenn ich ab und an die Zeit finde, um Süßspeisen selber zu machen, die meine Omi so geliebt hat. Dieses Wochenende habe ich mich an Omis Apfelstrudel (ohne Rosinen - genau wie ich es liebe) gewagt. Ich sage nur: köstlichst!!!

Rezept: Omis Apfelstrudel

Zutaten:

  • ca. 750-800 g Äpfel (am besten eine nicht zu süße Sorte wählen)
  • 100 g Walnüsse (im Ganzen)
  • 50 g Staubzucker
  • 2 TL Zimt
  • 1 TL Mark von einer Vanilleschote
  • Saft von 1 Zitrone
  • 50 g Semmelbrösel
  • 150 g Butter 
  • 1 Pkg. gezogener Strudelteig
  • nach Belieben: eine Handvoll Rosinen, Schlagobers

Zubereitung:

  1. Die Äpfel schälen und das Kerngehäuse entfernen. Danach die Äpfel in Scheiben schneiden (je Apfel 16 Stücke). Walnüsse ein wenig zerhacken und gemeinsam mit den Äpfeln, Zimt, Staubzucker, Vanillemark und Zitronensaft in einer großen Schüssel vorsichtig vermengen.
  2. Die Hälfte der Butter in einer Pfanne erhitzen und die Semmelbrösel darin anschwitzen. Achte darauf, dass die Brösel nicht anbrennen. Backrohr inzwischen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  3. Jeweils zwei Strudelblätter leicht versetzt auf ein Backpapier auflegen (Überschneidung der Blätter ca. 8-10 cm). Die restliche Butter ebenfalls erhitzen und anschließend mit einem Pinsel die Strudelblätter mit der flüssigen Butter bestreichen. Dann nochmals zwei Strudelblätter leicht versetzt über die bereits mit Butter eingeschmierten Strudelblätter legen, nach Bedarf nochmals mit ein wenig Butter einstreichen und die in Butter gebratenen Semmelbrösel darauf verteilen.
  4. Die Apfelmasse nun in die Mitte der Strudelblätter platzieren und zum Rand ca. 3-4 cm Platz lassen, damit beim Backen nichts von der Fülle ausläuft. Danach die Strudelblätter übereinander einschlagen und auch die Enden des Strudels einschlagen und gut verschließen. Nach Belieben kann der fertige Strudel jetzt noch mit ein wenig flüssiger Butter oder Kokosfett eingestrichen werden.
  5. Apfelstrudel im Ofen auf mittlerer Schiene bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für ca. 30-40 Minuten goldbraun backen. Danach aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen.

Kleiner Tipp: Warmen Apfelstrudel am besten mit selbstgemachten Schlagobers genießen!

Süße Erinnerungen

Geht es euch auch so, dass ihr bei bestimmten Gerichten euch an schöne Zeiten erinnert? Was ist es bei euch? Vielleicht der Geruch von gegrilltem Gemüse, der euch an den letzten Sommer mit Freunden erinnert, oder das Nutella-Brot, das ihr so oft bei euren Großeltern gegessen habt? Faszinierend, dass man mit so einfachen Mitteln, wie dem Kochen von Essen, längst vergangene Zeiten in die Gegenwart zurückholen kann. Schauen wir einmal, was meine Erinnerung das nächste Mal auf den Tisch zaubert ;) 

Alles Liebe und bis bald,

Cornelia_k.jpg

Auf der Suche nach dem Paradies

Erinnerungen an einen traumhaften Sommerurlaub

Wer mich kennt weiß, dass ich ein richtiger Wintermensch bin, mit allem, was dazu gehört – Kälte, Schnee, Weihnachten, Schifahren, dicken Pullovern und Wollmützen, Kerzen, Kuscheldecke und dicken Socken. Aber heuer erreicht sogar meine große Liebe zum Winter an meine persönlichen Grenzen. Selten habe ich mich stärker nach dem Frühling und Sommer gesehnt. Bis spät abends im Freien Eisschleckend sitzen und der Sonne beim Untergehen zuschauen. Statt Haube, Handschuhe, Schal und Wollpulli in ein leichtes Frühlingskleid schwingen und endlich ohne Strumpfhose das Haus verlassen. Also sitze ich hier im Wohnzimmer, eingepackt mit Strickjacke, dicken Socken sowie Decke und Katze auf meiner Schoß und draußen wechseln sich Wind, Schneefall und Wolken ab. Genau aus diesem Grund habe ich mir kurzerhand die Fotos aus unserem letzten Sommerurlaub hergenommen und möchte euch gerne das Paradies auf Erden vorstellen: Sao Miguel auf den Azoren (Portugal).

Wir haben die Azoren nach ein paar wundervollen Tagen in Lissabon erkundet (Blogbeitrag dazu folgt noch) und was soll ich sagen: die Insel reicht an Maui (Hawaii) nicht nur heran, nein sie übertrifft sie sogar fast. Aber seht selbst ;) 

10 Gründe, die Azoren als nächstes Reiseziel einzuplanen und das Paradies auf Erden näher kennen zu lernen:

1. Europas einzige Teeplantage

Auf Sao Miguel gibt es die letzten beiden Teeplantagen Europas. Die älteste Plantage Europas Chá Gorreana ist jedenfalls einen Abstecher wert. Die Führung durch die Teefabrik ist recht kurzweilig und interessant. Danach kann man sich mit köstlichem Schwarz- und Grüntee den Bauch "vollschlagen" und natürlich mit Proviant für zu Hause eindecken. Der Grüntee mit Yasmin ist vorzüglich und auch der Schwarztee mit Bergamotte ist ein Traum. Rund herum um die Teeplantage gibt es ein paar sehr nette Wanderungen, die man nicht verpassen sollte. 

2. Heiße Quellen mitten im Urwald

Auf der ganzen Insel verstreut findet man mehrere heiße Quellen, die zum Entspannen und Baden einladen. Eine der schönsten Quellen, Caldeira Velha, ist mitten Im Urwald, umgeben von uralten Bäumen und Sträuchern. Möglichkeiten zum Duschen, Umziehen und Klos sind vor Ort und es gibt zwei verschiedene Becken mit unterschiedlichen Wassertemperaturen. Eine kleine Ausstellung informiert zusätzlich über das Entstehen von heißen Quellen. Jedenfalls einen Besuch wert!

Die künstlich angelegten Wasserpools bei Poça da Dona Beija in Furnas sind ebenfalls wunderschön - vor allem am Abend, kann man nicht nur das heiße Bad, sondern auch die Atmosphäre der Insel genießen. 

Aber es geht sogar noch schöner und cooler, nämlich die Termas da Ferraria bei Ginetes und der wundervolle Pool inmitten vom Meer haben mich verzaubert. Rund herum peitscht das Meer auf die schwarzen Felsen, während man im lauwarmen Salzwasserpool schwimmt und aufs offene Meer starrt. Achtung: Die Straße zur Therme ist sehr steil und eng, unten angekommen sind aber genügend Parkplätze vorhanden.

3. Atemberaubend schöne Strände

Die meisten Strände auf Sao Miguel sind schwarz. Es gibt sowohl im Süden, als auch im Norden ausreichend Bademöglichkeiten - solange das Wetter mitspielt ;) Eine meiner Lieblingsstrände war unser "Hausstrand" Praia de Santa Bárbara bei Ribeira Grande (Lifeguards sind vor Ort). Auch Surfer fühlen sich hier übrigens pudelwohl und oberhalb der Steilwand liegt das wunderschöne Santa Barbara Eco-Beach Resort!

4. Die rauhe See mit seinen Leuchttürmen

Der Leuchtturm von Arnel im Osten der Insel ist traumhaft schön und liegt ganz unten am Meer, während man von einem Steilhang herunterblickt. Bitte unbedingt das Auto oben stehen lassen und zu Fuß zum Leuchtturm marschieren - die Straße ist extrem kurvenreich und vor allem steil, die Gefahr hängen zu bleiben bzw. nicht mehr hoch zu kommen daher einfach zu groß.

5. Städte & Kulturen auf der Insel

Sei es ein Meer voller Blumen an einem Feiertag oder kunstvolle Graffiti an Häuserwänden. Jede noch so kleine Stadt auf der Azoren-Insel überzeugt mit seinem eigenen Charme. Die Gastfreundschaft der Azoreaner ist unübertrefflich. Wir haben uns die ganzen zwei Wochen sehr wohl auf der Insel inmitten von Einheimischen gefühlt. Da die Azoren noch nicht so touristisch sind wie manch andere Inseln in Europa, erlebt man auch Momente und Orte, in denen man ganz alleine oder nur unter Einheimischen ist.

6. Hortensien in Hülle und Fülle

Eine der landestypischen Pflanzen von Sao Miguel ist die Hortensie. Zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr trägt sie viele verschiedene bunte Farben. Die Hortensie ist keine heimische Pflanzenart der Azoren, sondern wurde von Seglern irgendwann eingeführt. Seitdem gedeiht sie auf den portugiesischen Inseln dank des Klimas äußerst prächtig und ist so zum Symbol der Azoren geworden.

7. Wanderungen auf Berge und zwischen Tälern

Sowohl im Landesinneren, als auch am Küstenrand lassen sich zahlreiche Wanderungen finden. Von leicht über mittel bis schwer ist wirklich für jeden etwas dabei. Besonders gut haben uns die Wanderungen um den Furnas See und zu den Seen bei Sete Cidades gefallen. Furnas ist vor allem als Kurort sehr bekannt. Rund um den Süßwassersee kann man spazieren, aber Achtung: der See ist aufgrund von Überdüngung nicht zum Baden geeignet. Die Wanderung ist sehr leicht und angenehm. Wer möchte, kann noch zusätzlich auf den höher gelegenen Berg Pico do Ferro marschieren (dieser Weg ist recht anstrengend und steil, aber man wird mit einem schönen Ausblick belohnt). Die Seen im Krater von Sete Cidades sind das Highlight auf Sao Miguel. Die Wanderung beginnt sehr steil und führt dann rund herum um die beiden Seen (blauer und grüner See) bis hinab in den Krater, wo eine nette kleine Stadt wartet. Leider stehen in der Stadt kaum Taxis zur Verfügung, deswegen sollte man entweder genug Zeit für die Wanderung einplanen, wenn man zu Fuß wieder zum Auto geht oder man bestellt rechtzeitig ein Taxi davor. Wir haben die Taxibestellung leider verabsäumt und sind somit an diesem Tag 24 km mit über 30.000 Schritten marschiert.

8. Geisterhotel mit Weitblick

Oberhalb des Kraters von Sete Cidades liegt das verlassene und ehemalige 5* Hotel Monte Palace. Bitte unbedingt einen Abstecher dorthin einplanen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber der Ausblick von der Dachterrasse ist der absolute Wahnsinn!!!

9. Seen über Seen

Da die Insel vulkanischen Ursprungs ist findet man zahlreiche Seen auf der Insel. Eigentlich sind alle Seen-Wanderungen zu empfehlen, bei der Wanderung zum Lagoa do Fogo (Feuersee) sollte man jedoch unbedingt vorher das Wetter checken, da man sonst vor lauter Nebel gar nichts sieht. Ansonsten ist die Wanderung entlang der Levada (künstlicher Wasserlauf vom See bis an die Küste) wirklich sehr schön.

Tipp: Das Wetter auf den Azoren ist generell sehr wechselhaft und kann von brütend heiß auf windig und frisch innerhalb von ein paar Minuten umschwenken. Daher unbedingt immer nur gut ausgerüstet auf Wanderschaft gehen (mit genügend Proviant, Pullover, Wind- und Wetterjacke, Sonnencreme und Kopfbedeckung).

10. Portugiesische Köstlichkeiten

Nicht nur das Angebot an Fisch und Wein, sondern vor allem die Vielfalt an Fleisch- (Burger und Steak in allen Variationen) und Süßspeisen machen Portugal zu einer richtigen Feinschmeckerkultur. 

Und...konnte ich euch von den Azoren überzeugen?

Ich bin mit über 5.000 Fotos zurückgekommen und selbst die Fotoauswahl besteht noch immer aus 438 Fotos - also kein leichtes Ding hier die Besten auszuwählen. Aber ich denke ich konnte einen guten Einblick in dieses wundervolle Eiland geben. Ich kann euch eine Reise zu den Azoren wirklich ans Herz legen, wobei klar sein muss, dass es sich dabei nicht um einen Strandurlaub, sondern eher um einen Aktivurlaub, mit viel Wandern, Surfen und Bestaunen handelt. 

Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia_k.jpg

The perfect Summer-Bowl

Nicht schnell, aber köstlich

Im Sommer muss Essen schnell gehen und gesund sein - ich weiß. Es gibt auch viele Rezepte, die nicht nur einfach sind, sondern auch schnell gehen. Aber jeden Tag Salat essen wird mit der Zeit auch langweilig. Deswegen entscheide ich mich ab und zu bewusst gegen total gesunde und schnelle Gerichte, weil ich sie einfach nicht mehr sehen kann (auch wenn sie wirklich gut sind).

Dieses köstliche Sommer-Rezept, das ich vor kurzem ausprobiert habe, ist alles andere als schnell und wenn man die ethischen Aspekte von Avocados miteinbezieht (Abholzung von Regenwäldern, Verschmutzung von Trinkwasser etc.), dann ist es vielleicht auch nicht unbedingt ein Essen für jeden Tag. Aber diese Bowl ist so richtig lecker, dass ich ehrlich gesagt nicht genug davon bekommen kann. 

Süßkartoffel-Avocado-Bohnen-Bowl

Für dieses Gericht werden Süßkartoffel benötigt, die leider oft unterschätzt werden. Denn sie sind eine super Alternative für gewöhnlichen Kartoffeln. Zu den Süßkartoffeln gesellen sich in der köstlichen Bowl jedenfalls Bohnen, Avocado und simpler Reis. Wer möchte, kann auch noch Sprossen oder Kresse hinzugeben. Ich persönlich finde, dass Reis jedes Gericht aufwertet. Ich bin aber auch ein absoluter Reisfan ;). Die Bowl wird dann mit einer köstliche Limettensauce aufgepeppt und fertig ist das Sommergericht.

Rezept: Süßkartoffel-Avocado-Bohnen-Bowl

Zutaten für 2 Personen:

  • 200 g Basmati Reis
  • 2 Süßkartoffeln
  • 2 Paprika
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 Avocado
  • 2 TL Paprikapulver
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Messerspitze Chilipulver
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Limette
  • 1/2 Becher Sauerrahm
  • 1/2 Becher Joghurt
  • nach Belieben: Sprossen oder Kresse
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung (ca. 45 Minuten):

Basmati Reis mit ca. 375 ml Wasser und ein wenig Salz zum Kochen bringen. Auf geringer Flamme kochen, bis das gesamte Wasser verdampft ist. Süßkartoffeln inzwischen schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Paprika in Scheiben schneiden. Süßkartoffeln mit Backpapier auf ein Blech legen und mit 1 TL Paprikapulver, Chilipulver und 2 EL Olivenöl bestreuen/beträufeln. Ofen auf 200°C vorheizen (Ober- und Unterhitze) und die Süßkartoffeln für ca. 20 Minuten darin garen lassen. Nach ca. 20 Minuten die Paprika hinzugeben, nochmals mit 1 EL Öl beträufeln und für weitere 15 Minuten in den Ofen schieben.

Währenddessen Limettenschale abreiben, den Saft der Limette auspressen und beides gemeinsam mit Sauerrahm, Joghurt, Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel vermengen. Die Sauce mit 1 TL Paprikapulver und Kreuzkümmel abschmecken. Die Avocado in dünne Scheiben schneiden und beiseitelegen. Die Bohnen aus der Dose leeren und mit Wasser waschen. Drei Minuten bevor die Süßkartoffeln und Paprika aus dem Rohr kommen, die Bohnen dazugeben und kurz mitgaren lassen. Sobald alles fertiggegart ist, aus dem Ofen nehmen und gemeinsam mit dem Reis in einer Schüssel oder auf einem Teller anrichten. Süßkartoffeln und Paprika leicht salzen. Die Avocadoscheiben in der Schüssel schön drapieren und die Sauce über Süßkartoffeln und Avocado gießen. Nach Belieben kann zum Abschluss noch Kresse (oder Sprossen) über dem Gericht verteilt werden.

Guten Appetit!

Vielleicht habt ihr auch ein tolles Rezept, das vielleicht nicht super schnell, aber dafür super köstlich ist. Ich freue mich auf eure Beiträge und wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren der Summer-Bowl. Lasst es euch schmecken :) Alles Liebe und bis bald ♥

Zwischen Stille und endlosen Weiten

Liebe zur Natur

Es gibt Stadt- und Landmenschen. Richtig, ich bin wohl – ohne es anzweifeln zu können – ein Landmensch! Die Natur ist ein ganz enger Freund von mir. Ich liebe es, mit Pflanzen zu arbeiten, sie zu bestaunen. Ich könnte stundenlang Blumen und Wälder fotografieren, mag den Geruch von frischem Heu (auch wenn mein Körper aufgrund meiner Gräser-Allergie das vielleicht manchmal anders sieht), bin ein Campingfan und wähle sogar freiwillig Campingausflüge im Sommer. Ich könnte mich in Moos zum Schlafen einbetten (wenn da nicht die lästigen kleinen Tiere in der Nacht kommen würden) und freue mich jedes Mal, wenn mir Eichkätzchen, Hase, Reh, Maulwurf, Dachs etc. über den Weg laufen. 

Unsere Urlaube sind daher oftmals auf meinen unersättlichen Drang in die Natur rauszugehen abgestimmt. Diesen Sommer haben wir zwischen Arbeits- und Freizeitstress ein verlängertes Wochenende in Tirol, Seefeld, eingeschoben. Ganz ehrlich - wenn man hier nicht abschalten kann, dann weiß ich nicht wo sonst.

Ruhe einkehren lassen

Seefeld ist ein entzückendes Örtchen (Hochplateau) auf ca. 1.200 m Seehöhe, direkt nach Innsbruck. Als berühmte Olympiaregion bekannt, bietet der Ort auch im Sommer so einiges. Zahlreiche Wander- und Spazierwege - für jedes Alter und jeden Schwierigkeitsgrad - bringen einem die Berge und Wälder eine Spur näher und lassen Ruhe in unserer rastlosen Welt einkehren. Zumindest hatte das bei mir diesen Effekt. Der Wildsee, der sich direkt um Seefeld schlängelt, bietet ebenfalls einen Ruheort der Sonderklasse. Zwischen Minigolfen, Schwimmen, Golfen, Spazieren, Kneippen und Entspannen ist hier für jeden ein ansprechendes Programm dabei.

Hier möchte ich bleiben...

Unser Samstagtrip beginnt auf 1.170 m, mit Anstieg auf die Gehrenspitze. Zielpunkt: Das Gipfelkreuz der Gehrenspitze auf 2.367 m Seehöhe. Die Tour ist mit mittelschwer gekennzeichnet und zeigt eine Dauer von etwa 7 Stunden (für Auf- und Abstieg) an. Unser Samstag beginnt daher (für unsere Verhältnisse) recht zeitig in der Früh, damit wir um Punkt 10.00 Uhr unsere Tour beim Parkplatz Stupfer im Gaistal starten können.

Tipp: Die gesamte Tour könnt ihr hier nachlesen.

Der Anstieg beginnt ziemlich steil und heiß - die Sonnenstrahlen brennen uns auf Rücken und Nacken, aber wir sind unermüdlich. Schließlich liegen noch ein paar Höhenmeter vor uns und wir freuen uns schon auf ein kühles Soda-Zitron ;)

Etappen-Aufstieg

Unser erster Stopp ist die Wettersteinhütte. Wir befinden uns jetzt auf etwa 1.700 m. Der Anstieg war wirklich nicht ohne, aber der Wald hat uns vor der Hitze Schutz geboten. Zwsichendurch haben wir uns mit frisch gepflückten Heidel- und Walderdbeeren den Bauch vollgeschlagen. Nach 2,5 Stunden sind wir endlich da. Die Hütte ist gar nicht mal so klein. Das Sacherwürstel haben wir uns jetzt wirklich verdient. Nach ca. 30 Minuten Futter- und Pipi-Pause geht es aber auch schon weiter Richtung Gehrenspitze. Wir passieren die zweite Hütte Wangalm und bestaunen das einzigartige Panorama, das uns geboten wird. Sowohl wenn wir Richtung Berg schauen, als auch wenn wir ins Tal und auf den gegenüberliegenden imposanten Berg "Hohe Munde" blicken - mit seinen stolzen 2.662 m.

Vorbei an Kühen und Schafen, die uns teilweise den Weg versperren, machen wir einen großen Schwenk nach rechts an der steilen Felswand vorbei und direkt weiter zur Erinnerungshütte. Wenn ich ein Schaf wäre, dann möchte ich bitte genau hier leben. Die Tiere haben einen Panoramablick, den man kaum in Worte fassen kann, und wohl das frischeste und grünste Gras, das ich jemals gesehen habe.

Wir sehen erstmals den Kamm der Gehrenspitze. Das Wetter schwenkt sehr schnell um - von super heiß und sonnig auf düster und mit unzähligen dunklen Wolken. Aber so schnell die bösen Wolken kommen, so schnell verschwinden sie auch. Und so geht es unermüdlich weiter Richtung Kamm. Der Weg ist jetzt sehr schmal und rechts von uns geht es einige hunderte Meter bis ins tiefe Tal hinab. Höhenangst darf man hier eindeutig nicht haben. Auch Trittsicherheit ist bei dieser Tour mehr als gefragt. Immer wieder muss ich stehenbleiben, weil ich dieses tolle Panorama nicht einfach so an mir vorbei ziehen lassen kann. Vom Skifahren bin ich ja einige tolle Blicke und Berglandschaften gewohnt - aber das hier im Sommer zu erleben ist dann doch irgendwie etwas anderes.

Mehr als lohnenswert

Ich kann es sehen - das Gipfelkreuz der Gehrenspitze ragt imposant in den Himmel hinauf. Noch ein paar Schritte und wir haben es geschafft. Es ist schon recht windig und kühl. Wir haben uns bereits unsere Jacken angezogen und Kappen aufgesetzt. Der Weg entlang des Kamms ist richtig anstrengend, da das Geröll alles andere als leicht zu betreten ist.

Oben angekommen - wir können unser Glück kaum fassen - grüßen wir zuerst höflich die drei anderen freundlichen Wanderer und setzen uns mit Jausenbrot, Apfel und Trinkflasche gemütlich neben das Kreuz. Für ein paar Minuten sagt niemand etwas - denn wir genießen einfach nur den Moment. Nachdem wir ein paar Sonnenstrahlen noch eingefangen haben, tragen wir uns in das Gipfelbuch ein und treten den Rückweg an. Etwa 3 Stunden Abstieg liegen jetzt noch vor uns. Noch ein letzter Blick auf die umliegenden Berge und einfach kurz noch das Panorama genießen, bevor wir uns auf den Rückweg Richtung Tal machen.

Kleine Liebeserklärung

Der Abstieg ist recht anstrengend, da es eigentlich immer nur bergab geht und unsere Knie und Füße langsam schlapp machen. Aber wir halten tapfer durch und füllen beim kleinen Wildbach noch unsere letzten Wasserreserven mit frischem Quellwasser auf. Köstlich, sage ich euch!

Unten angekommen machen wir uns auf den Heimweg Richtung Hotel in Seefeld und setzen uns erschöpft zum Abendessen. Eigentlich wollten wir noch im Ort etwas Trinken gehen, aber wir sind so fertig, dass wir keinen Schritt mehr gehen können. Letztendlich haben wir an diesem Tag über 28.000 Schritte und knapp 19 km zurück gelegt. Der Ausblick alleine hat uns aber für alle Fußschmerzen entschädigt. Und die Stille dort oben, werde ich wohl nicht mehr so schnell vergessen. Als wäre man in einer anderen Welt, wo Zeit und Raum keine Rolle spielen. Es erinnert mich ein bisschen an unseren Aufstieg auf den Vulkan von Maui - das war ebenfalls ein unvergesslich schönes Erlebnis. Nur wir beide! Was sonst wo anders passiert, spielt auf einmal keine Rolle mehr.

Erst als wir wieder auf 1.200 m ins Auto steigen, kommt die Realität langsam wieder zurück. Tirol - ich habe mich in den wenigen Tagen ganz schön in dich verliebt. Ich komme auf jeden Fall wieder, auch wenn es nur für einen Tag ist, damit ich dich endlich wieder sehen kann. Und ganz gleich, ob im Winter oder Sommer. So ganz ohne dich möchte ich einfach nicht mehr sein. Bis bald ;) Alles Liebe ♥

VEGETARISCHE SOMMERPASTA

Change something

Vor ein paar Tagen haben wir uns die Dokumentation "Cowspiracy" auf Netflix angesehen. Ein wirklich sehenswerter Film über Nutztiere, unseren Fleischkonsum und die daraus resultierenden Probleme. Um ehrlich zu sein, fand ich den Film ziemlich bedrückend und überaus aufrüttelnd, auch wenn mir die Fakten alle schon bekannt waren - nur leider nicht in diesem Ausmaß. Kurz gesagt: Kuh, Schwein, Hendl und Schaf brauchen eine Menge Fläche für sich und die Anpflanzung ihres Futters sowie Unmengen an Wasser, wodurch ein hohes Maß an CO2 ausgestoßen wird. Und wofür das Ganze? Damit wir ein Steak essen können?

Man Mann und ich leben schon seit längerem flexitarisch, das heißt ohne täglichen Fleischkonsum, manche Tage völlig vegetarisch, andere sogar ganz vegan, legen viel Wert auf regionale und/oder Bioprodukte und suchen Alternativen zu tierischen Lebensmitteln. Trotz allem sind wir aber weder Vegetarier, noch Veganer. Nach dem Film haben wir uns aber wieder ins Bewusstsein gerufen, dass Unmengen an Fleisch und tierischen Produkten, wie etwa Kuhmilch, weder für unsere Umwelt, noch für unseren Körper gesund sind. Daher suchen wir jetzt noch bewusster nach veganen oder vegetarischen Gerichten, die genauso schmackhaft sein können wie Fleischgerichte. Fleischtiger werden erstaunt sein, wie köstlich eine vegetarische Pasta sein kann ;)

Ich finde es wird langsam Zeit, dass wir endlich aufwachen und schonender mit unseren Ressourcen umgehen. Das geht bestimmt nicht von heute auf morgen, aber wenn jeder seinen jährlichen Fleischkonsum um die Hälfte reduziert, haben wir schon viel gewonnen. Ich glaube fest daran!!!

Vegetarische Sommerpasta

Eines meiner Lieblingsrezepte diesen Sommer ist eindeutig eine Sommerpasta mit Tomaten & Mozzarella. Ich könnte mich eingraben darin, weil der Geschmack einfach so vielfältig und frisch zugleich ist. Ich liebe es :) Probiert es doch selbst gleich aus:

Rezept: Linguine mit Cherrytomaten, Mozzarella & Basilikum

Zutaten für 2 Personen:

  • 300 g Linguine
  • 250 g Cherrytomaten in Gelb und Rot
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Pkg. Mozzarella
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

Linguine mit ein wenig Salz in heißem Wasser ca. 10 Minuten kochen lassen, bis die Nudeln bissfest sind. Zwischenzeitig Knoblauch und Zwiebel in kleine, feine Würfel schneiden. Cherrytomaten halbieren und gemeinsam mit Knoblauch und Zwiebel sowie 2 EL Öl in eine Pfanne geben und ca. 7-8 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Basilikumblätter von den Stängeln zupfen, waschen und klein schneiden. Nach etwa 5 Minuten Kochzeit der Tomatensauce die Hälfte des Basilikums unter die Tomatensauce mischen und mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken. Mozzarella in ca. 3 cm große Würfel schneiden und beiseite legen. Sobald die Tomaten Saft verlieren und weichgekocht sind, ist die Sauce servierfertig. Die fertigen Linguine abtropfen und auf Tellern anrichten. Tomatensauce, restliche Basilikumblätter und Mozzarella darüber streuen und fertig! Guten Appetit ;)

Lasst euch eure Pasta gut schmecken - vielleicht sogar während ihr euch "Cowspiracy" anschaut (ich weiß, Fernsehen und gleichzeitig Essen ist eigentlich nicht so super gesund, aber ihr könnt ja dieses Mal eine Ausnahme machen – quasi für den guten Zweck). Vielleicht habt ihr ja ebenfalls eine köstliche Sommerpasta, die ihr gerne hier teilen möchtet. Ich freue mich auf eure Ideen und Beiträge. Falls ihr Fragen zum Flexitarismus habt, könnt ihr mir die natürlich auch gerne stellen. Alles Liebe und bis bald ♥

RUSTIC & RAW - TEIL 2

Weil der Rustic & Raw Workshop mit Krautkopf vor 1 Monat so großartig war und ich nicht alle Eindrücke gleichzeitig in einen Blogpost packen konnte/wollte, habe ich euch ja versprochen, meine Erlebnisse auf zwei Teile aufzuteilen. Und hier ist er nun: der 2. Teil des Rustic & Raw Workshops von Krautkopf! Den ersten Teil könnt ihr hier nachlesen ;)

Nachhaltiges Wirtschaften

In den 4 Tagen des Rustic & Raw Workshops in Rensow haben wir nicht nur fotografiert, gegessen und geplaudert, sondern waren auch noch richtig produktiv. Wir haben Karotten fermentiert - eine der nachhaltigsten Formen, um Gemüse zu konservieren und vor dem Wegwerfen zu bewahren. Dabei wird das Gemüse (im Ganzen oder geschnitten) gemeinsam mit einer Salzlake in ein Einmachglas gegeben, danach kommt es 2 Wochen an einen kühlen Ort und den Rest erledigen die darin entstehenden Milchsäurebakterien für euch. Fermentiertes Gemüse ist eine köstliche Beilage und geht mit ganz einfachen Mitteln super leicht. Zahlt sich auf jeden Fall aus, das selbst einmal auszuprobieren.

Tipp: Das Verhältnis von Salz und Gemüse sollte bei der Fermentation immer 2:100 sein (z.B. 20 g Salz bei 1 kg Gemüse). Der Rest wird mit Wasser aufgefüllt.

Im kulinarischen Himmel angekommen

Am vorletzten Tag des Workshops haben wir uns in Sachen Essen besonders viel vorgenommen. Es sollte eine Raw Berry Cake für den Nachmittag sein sowie Gerste mit "Grünzeug" als Mittagessen und der letzte Abend sollte außerdem mit einem köstlichen Mahl gebührend gefeiert werden. 

Ich glaub ich habe selten so lange an einer Torte herumgewerkelt, wie an dieser Raw Cake. Da mussten die Datteln geschnitten und die Nüsse zerstampft, die Beeren püriert und das Agar Agar angerührt werden. Dann ab mit dem leckeren Teil in den Kühlschrank und nach ca. 3 Stunden – voilá! Die Torte war trotz hohem Aufwand wirklich ein wahres Geschmackserlebnis - und das alles ohne Backen.

Das Mittagessen ging in der Zubereitung eigentlich recht flott. Ein paar Brennesselblätter aus dem Garten, Gerste im Topf und ein bisschen angeröstete Zucchinis und Zuckererbsen. Und fertig war unser Mittagessen. Aber nicht für uns Fotografen-Nerds. Denn auf der Suche nach dem perfekten Licht, dem perfekten Untergrund und dem perfekten Winkel für das Abfotografien des Tellers sind wir wie aufgescheuchte Hühner durch die ganze "Alte Schule" gerannt und haben das Gericht - jeder für sich - eigenständig interpretiert und mit der Kamera eingefangen. Mein Magen hat schon Kapriolen geschlagen, aber es hat sich so sehr gelohnt.

La Grande Finale

Und dann war es endlich so weit: Der letzte Abend rückte näher und es sollte ein wahres Festmahl werden. Susann von Krautkopf hat mit ganz viel Liebe zum Detail den schönen Holztisch im Garten der "Alten Schule" für uns hergerichtet und für das perfekte Flair gesorgt. Das Essen, das Yannic auf seinem Feuer gezaubert hat, war nicht weniger beeindruckend. Köstliche Kartoffeln direkt am Feuer erhitzt und dazu Spargel in frischem Heu aus dem Garten geräuchert, mit selbst gemachter Heubutter direkt in der heißen Glut gegrillt. Das war ein kulinarisches Highlight der Sonderklasse und hat den perfekten Abschluss unserer 4 Tage symbolisiert.

Eingemummelt in dicke Decken und Schafsfell haben wir uns am Lagerfeuer platziert (nebenbei noch einen Kampf mit den lästigen Riesengelsen geboten), über das Leben sinniert und Geschichten aus unserem Alltag erzählt. Schließlich waren wir ja größtenteils Fremde und wussten nicht viel voneinander. Aber das hat dem ganzen Abend keinem Abbruch getan, sondern hat ihn eigentlich noch spannender gemacht.

Danke ihr Lieben (sowohl Krautkopf, als auch alle anderen Workshopteilnehmerinnen), dass ihr dieses Wochenende für mich so besonders gemacht habt. Es war wie ein Treffen unter alten Freunden, die das gleiche Hobby teilen. Vielleicht laufen wir uns irgendwann einmal wieder über den Weg ;) Alles Liebe und hoffentlich bis bald ♥

RUSTIC & RAW - Teil 1

Der etwas andere Workshop

Es war ein verlängertes Wochenende der ganz besonderen Art, das ich in dieser Form noch nie erlebt habe! Gespickt voll mit lustigen Momenten, köstlichem Essen und einer tollen Gesellschaft. Ganz klar war mir am Anfang noch nicht, was mich beim Rustic & Raw Fotografie & Food Styling Workshop von Krautkopf in Rensow (Nordeutschland) erwarten wird. Aber ich wollte mich unbedingt auf das Abenteuer einlassen - vor allem auch deswegen, weil der Fotostil von Yannic & Susann so ganz anders als meiner ist. Und ich muss sagen, es war so großartig, dass ich mir fast schwer tue, es in Worte zu fassen. Als wäre man in einer kleinen Familie, die einen versteht, wenn man gefühlte Sekunden, aber in Wirklichkeit Stunden, mit der Kamera bewaffnet vor einem Essen steht und nach DEM Winkel sucht, um das perfekte Bild zu erlangen. Um es mit den Worten von Yannic & Sophia zu sagen: "Kein Foto Jürgen" weit und breit, sondern einfach nur pure Leidenschaft für die Fotografie war unter uns zu spüren.

Dass Yannic und Susann von Krautkopf großartige Bilder machen und köstliche Rezepte gestalten, war mir schon immer klar. Das beweisen sie auch gekonnt auf ihrem Blog, in ihrem Buch, in ihrer App etc. Die Frage für mich war nur, wie schaut ein Rustic & Raw Workshop bei ihnen aus? Was erwartet mich? Wie sind die anderen TeilnehmerInnen? Treffe ich auf Gleichgesinnte, die meine Leidenschaft teilen? Was kann ich aus dem Workshop mitnehmen? Wie arbeiten andere im Food Fotografie Bereich? etc.

Noch besser als gut

Vor etwa 2 Wochen haben wir (also Susann & Yannic von Krautkopf und 5 Workshop-Teilnehmerinnen, darunter Paula, Sophia, Marina, Lisana und ich) uns nacheinander in der "Alten Schule" in Rensow eingefunden. Die "Alte Schule" war früher - wie der Name schon vermuten lässt - eine Schule und verzaubert heute durch einen urigen und zugleich gemütlichen Stil. Luxus ist hier Mangelware, aber genau das macht den Charme des kleinen Häuschens aus. Hinter jeder Ecke verbirgt sich eine andere interessante Kleinigkeit, die es wert ist, fotografiert zu werden. Umgeben von 6 anderen FotografInnen habe ich mich so richtig wohl gefühlt und mich kurzerhand in das kleine Häuschen verliebt. Wir haben uns einfach treiben lassen - von den Motiven, vom guten Essen und von der angenehmen Stimmung.

Rustic Food

Ganz ehrlich: Ich habe selten in vier Tagen so viel leckeres (vegetarisches) Essen gegessen. Vielleicht lag es an der Gesellschaft oder an der Stimmung im Allgemeinen. Ich glaube aber eher, dass es eine Kombination aus allem war. Das hat schon beim Frühstück begonnen, wo selbst gemachte Nougatcreme, Tomatenaufstrich und Rote-Rüben-Aufstrich sowie Erdbeer-Rhabarber-Kompott auf uns gewartet haben. Ein Gaumenschmaus sage ich euch!

Vegetarische Köstlichkeiten

Das Mittag- und Abendessen waren nicht minder lecker. Mit ganz viel Leidenschaft hat Yannic uns ein köstliches Gericht nach dem anderen auf den Tisch gezaubert und offensichtlich seine Leidenschaft für das Kochen mit offenem Feuer entdeckt. Meine Kleidung riecht (trotz mehrmaligem Waschen) heute noch nach Lagerfeuer, aber das war es allemal wert. Es erzeugt eine ganz eigene Stimmung, wenn man sich vor loderndem Feuer versammelt, in die knisternde Glut starrt und sich aufwärmt, während man den Geschichten der anderen lauscht. Fast ein bisschen wie im Ferienlager in der Schulzeit – nur irgendwie besser! Und das Essen versprüht einen ganz eigenen Geschmack, wenn es direkt aus dem Feuer kommt. Oft braucht es gar nicht viel, sondern einfach nur ein gutes Feuer und eine nette Gesellschaft. Absolut nachahmenswert!!! Ich muss gestehen, dass mich die Begeisterung rund um das Kochen mit Feuer auch mitgerissen hat. Bin gerade am überlegen, wie wir auf unserem Balkon unauffällig (!!!) ein offenes Feuer platzieren können – das ist vielleicht weniger nachahmenswert ;)

Neben Rote-Rüben-Burger, Karfiolsuppe mit fermentierten Roten Rüben und Focaccia mit selbst gemachter Paprikasauce (mein persönlicher Favorit), wurden wir mit einer Raw Beerencake und einem leckeren Mittagessen mit Gerste, Zucchini & Zuckererbsen verwöhnt. Wo wir helfen konnten, haben wir uns gegenseitig tatkräftig unterstützt - sei es beim Schnippeln, Abwaschen, Gemüse putzen, Anrichten etc. Ich habe nicht nur in Bezug auf die Fotografie, sondern gerade was die Themen Food Styling und Essenszubereitung angeht, sehr viel Wissen von den anderen und natürlich den lieben Workshopleitern mitgenommen.

Cornelia Kahr Fotografie: Focaccia

Da der Workshop und diese 4 Tage so intensiv und vielfältig waren, würde ich es schade finden, alles in einem einzigen Blogpost zu erzählen. Deswegen teile ich die Erfahrungen und Erlebnisse zum Workshop für euch auf zwei Teile auf. Bei Teil 2 vom Rustic & Raw Beitrag könnt ihr euch auf Fotos und Infos zum Fermentieren sowie über eine der besten Raw Cakes, die ich je gegessen habe, und das atemberaubende Grande Finale des Workshops freuen. Alles Liebe und bis bald ♥

SOMMER WORKSHOPTERMINE

Die neuen Sommertermine für meine Fotografie-Workshops in Wien sind online! Ich freue mich schon riesig auf spannende Fotografie-Abende und -Tage mit euch.

Neu dabei ist dieses Mal der Kurzworkshop "Fotostyling". In 3 Stunden lernst du hier, wie du mit einfachen Mitteln, aber geschmackvoll und konzeptionell deine Fotos stylst. Melde dich jetzt an und sichere dir einen Workshopplatz!

Hier gehts zu den Kurzworkshops zu den Themen "Fotostyling" und "Fotoblog".
Hier gehts zum Ganztagesworkshop zum Thema "Produktfotografie".

Falls du Fragen hast, kannst du dich gerne jederzeit an mich wenden. Alles Liebe und bis bald ♥

CorneliaKahr

Sommer, Sonne & Erdbeeren

Sonne, Wärme, Licht

Und endlich ist er – zumindest temperaturtechnisch – da, der heiß ersehnte Sommer mit all seinen zauberhaften Eigenschaften. Sonne, Wärme, viel Licht, imposante Sommergewitter und fröhliche Gemütern rund um mich herum. Aber irgendwie stresst mich der Sommer, denn gerade weil es noch so lange hell ist und ich nichts verpassen möchte, komme ich kaum zu etwas. Aber ich muss gestehen: es ist jener Stress von der guten und gemütlichen Sorte!

Nach der Arbeit noch ein paar Spritzer mit Kolleginnen trinken oder noch schnell den neuen Heurigen in der Stadt ausprobieren, ganz lieb gewonnene Freunde treffen und mit ihnen die Sommerzeit genießen. Da kann man ganz schön ins Strudeln kommen, wenn man kein wirklich gutes Zeitmanagement hat. Und eines ist auch klar: Essen zu Hause wird im Sommer bei mir immer mehr zu einer Rarität. Genau deswegen habe ich mich auf die Suche nach einem einfachen und schnellen Sommerrezept gemacht. Wie so oft bin ich bei den leckeren (Erd-)Beeren hängen geblieben und habe meinen neuen Lieblingssalat für den Sommer entdeckt. 

Sommerlicher Erdbeersalat

Erdbeeren gehen immer

Natürlich gibt es zahlreiche leckere Sommersalate, die mit Mango, Avocado oder Wassermelone verfeinert sind und köstlich schmecken. Aber das hat man nur selten am Balkon oder im Garten hängen ;) Aus diesem Grund habe ich mich doppelt in den sommerlichen Erdbeersalat verliebt, da ich viele Zutaten oft daheim habe oder mich ganz einfach an meinen Hochbeeten am Balkon bedienen kann. Und außerdem schmeckt der Salat nicht nur vorzüglich – er sieht auch toll aus. Ich bin ohnehin ein Riesenfan von Beeren in allen erdenklichen Formen, Größen und Farben. Da ist es quasi selbstverständlich, dass ich in der Beerenzeit lieber auf heimische oder eigene Beeren zurückgreife, als auf Früchte von Übersee – auch wenn diese exotischen Variationen ihren besonderen Reiz haben können. Das schnelle und besonders einfache Rezept für ausgebuchte Sommertage findet ihr hier:

Rezept: Sommerlicher Erdbeersalat

Zutaten (2 Personen):

  • 500 g Erdbeeren

  • 1 große Handvoll Rucola

  • 1 Pkg. Büffelmozzarella oder normaler Mozzarella

  • 1/2 Gläschen Basilikum Pesto (ca. 70 g)

  • ein paar Basilikumblätter

  • ein paar Spritzer Olivenöl

Zubereitung (Dauer: ca. 7 Minuten):

Erdbeeren in dünne Streifen schneiden, große Rucolablätter klein zupfen und beides auf einem flachen Teller anrichten. Büffelmozzarella in kleine Stücke zupfen und gemeinsam mit den Basilikumblättern zu den Erdbeeren und dem Rucola geben. Mit einem Teelöffel das Pesto auf dem Salat verteilen. Nun ein paar Spritzer Olivenöl über dem Salat tröpfeln und fertig!

Cornelia Kahr Fotografie: Sommerlicher Erdbeersalat

Habt ihr auch ein Lieblingsrezept im Sommer? Bin auf eure Rezeptideen sehr gespannt. Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia Kahr

Hot Summer

Die letzten Tage waren ein wahrer Traum! Das Thermometer ist endlich über die 15°C-Marke geklettert und die Sonne hat ihr schönstes Gesicht gezeigt. Wie eine Schlange, die verzweifelt nach einem von der Sonne gewärmten Stein sucht, hab ich mich in die Sonne gestellt und die wärmenden Strahlen auf meiner Haut genossen. Sonne, ich habe dich wirklich vermisst!!! Es ist mir fast schon vorgekommen, als hätte ich vor 7 Monaten zum letzten Mal die Sonne richtig gesehen und gespürt und seither in einer dunklen, kalten Höhle "gehaust". Ja es stimmt, dass ich ein Winterfan bin, aber langsam sind die kalten Temperaturen sogar mir auf den Geist gegangen. Und dann war es doch endlich schön – auch wenn heute mehr Wolken als Sonne zu sehen sind.

Balkon- & Chililiebe

Vor lauter Tatendrang konnte ich mich zuerst gar nicht entscheiden, was ich an so schönen warmen Tagen alles anstellen sollte. Ich habe mich kurzerhand für die Balkonpflege entschieden. Meine Erdbeerpflänzchen gedeihen bereits prächtig, heuer versuche ich es auch erstmals mit der Pflanzung von Heidelbeeren und mein Lavendel ist so riesig, dass er alle anderen Pflanzen im Hochbeet im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten stellt. Aber ich hab in meinem Beet noch viel mehr gefunden - nämlich kleine Chilischoten. Leider sind meine Pflänzchen noch ein wenig zu klein und unreif um für das Kochen eingesetzt zu werden, daher habe ich mir für unsere scharfen Sommergerichte vorerst welche aus dem Supermarkt besorgt. An Schärfe könnten die kleinen Dinger gerne noch zulegen, aber sie trumpfen mit wahrer Schönheit. Doch bevor ein paar von den roten Dingern in meinen Topf gelangen konnten, habe ich sie noch vor meine Linse gebracht. Ich freue mich schon, wenn ich meine eigenen kleinen Schoten pflücken kann. Also von mir aus kann der Sommer kommen ;)

"Heißes" Chiligericht

Mein absolutes Lieblingsgericht mit Chili für den Sommer ist eine Hühnchen-Pfanne mit Paprika, Chili und Udon-Nudeln. Es versprüht das optimale Urlaubsfeeling und hilft an heißen Tagen zu relaxen.

Rezept: Hühnchen-Pfanne mit Paprika, Chili und Udon-Nudeln (für 2 Personen)

  • ca. 300g Hühnerbrust
  • 2 gelbe Paprika
  • 1 kleine rote Chilischote (Achtung: Schärfe vorher an einem kleinen Stück testen)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • ca. 3 EL Chilisauce
  • ca. 3 EL Sojasauce
  • Petersilie
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 50 ml Wasser
  • Prise Salz und Pfeffer
  • 1 Pkg. Udonnudeln

Zubereitung:

  1. Frühlingszwiebeln, Paprika und Knoblauch in kleine längliche Stücke schneiden. Petersilie und Chilischoten sehr fein hacken.
  2. Hühnerbrust waschen, abtupfen, salzen und pfeffern und in kleine längliche Stücke schneiden. Die Hühnerstückchen in heißem Öl (1 EL) in einer Pfanne rundum scharf anbraten, danach das Fleisch aus der Pfanne nehmen.
  3. Udonnudeln inzwischen wie auf der Verpackung angegeben wenige Minuten in kochendem Wasser ziehen lassen und zur Seite stellen.
  4. Nochmals Öl (1 EL) in die (Fleisch-)Pfanne geben und das Gemüse beifügen – ca. 4-5 Minuten anbraten. Anschließend Wasser sowie Chilisauce und Sojasauce hinzufügen. Alles für etwa 4 Minuten leicht köcheln lassen.
  5. Nudeln und Petersilie unter das Gemüse heben und nochmals ein paar Minuten alles auf kleiner Flamme köcheln lassen. Nun das Fleisch hinzufügen, umrühren und fertig!

Ich bin bereit für den Sommer - er kann jetzt wirklich kommen :) Hoffentlich seid ihr auch schon in den Startlöchern und versüßt euch die Zeit bis zu den richtig heißen Tagen mit leckeren Sommerrezepten. Freue mich auf euer Feedback, wie euch das Rezept geschmeckt hat bzw. wenn ihr andere Chilirezepte habt, dann nur her damit. Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia Kahr Fotografie

Für die allerliebste Mutti

Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit

Mit ganz viel Liebe und einem zarten Lächeln auf den Lippen erinnere ich mich an meine Kindheit und an zahllose unvergesslich schöne Momente mit meiner meiner Mama zurück. Meine Mama ist einfach immer schon da gewesen, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe. Hat mich ermutigt, wenn ich etwas verbockt habe und hat gleichzeitig mit mir gelacht, wenn ich wieder einmal Blödsinn gemacht habe. Sie hat mich außerdem unterstützt, wenn ich nicht mehr weiter wusste und an mich geglaubt - ganz egal in welchem Stadium (meines Studiums) ich mich gerade befunden oder welcher Herausforderung ich mich gerade gestellt habe. Genau so sollte eine Mama sein! Und ich bin unendlich froh, dass ich zu den Glücklichen zähle, die eine unbeschwerte Kindheit und motivierende Eltern hat. 

Eigentlich finde ich es befremdlich dass man – ähnlich wie am Valentinstag – einen besonderen Tag wie den Muttertag benötigt, um seinem Partner bzw. seiner Mama zu sagen, wie toll er/sie eigentlich ist und dass man ihm/ihr so viel zu verdanken hat. Aber leider braucht man oftmals so einen Tag, weil die Zeit einfach viel zu schnell vergeht und man oft vergisst, einfach nur "Danke" zu sagen. Ich bin selber kein Freund von diesen künstlichen Festtagen, aber heuer möchte ich die Möglichkeit nutzen, um gegenüber meiner Mama ein ganz großes "Dankeschön" auszusprechen. Nicht nur für das tolle letzte Jahr, unser gemeinsames Wochenende letztens oder unsere Treffen vor ein paar Wochen. Nein! Einfach "Dankeschön" für all die schönen Stunden, die ich bis jetzt mit dir erleben durfte und die wir mit Tratschen, Lachen, Wandern, Kochen, Grübeln, Überlegen etc. verbracht haben. Du hast mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ohne dich hätte ich vielleicht nicht den Mut oder Willen gehabt, mein Studium zu beenden oder mich als Fotografin selbstständig zu machen. Dankeschön, dass du immer für mich da bist und auch heute noch – neben meinem Mann – ganz dicht an meiner Seite stehst. Danke!!!

Mit Liebe gemacht

Auch wenn Worte oftmals wunderschön sein können, wollte ich meiner Mama zum Muttertag zusätzlich noch etwas liebevolles Basteln. Dazu habe ich mir etwas ganz Besonderes überlegt: Steinpflanzen in einem kleinen Vogelkäfig zum Aufhängen. Das gute Stück kann sie sich in den Garten hängen und jedes Mal, wenn es im Wind leicht hin und her baumelt, denkt sie vielleicht an mich und die Zeit mit mir. Oder vielleicht wird sie sich bewusst, dass wir uns demnächst wieder einmal sehen sollten, weil das letzte Treffen einfach schon zu lange her ist. 

Hier findet ihr die Anleitung für dieses entzückende aber durchaus unkonventionelle und originelle Geschenk, das vom Herzen kommt und mit viel Liebe gemacht ist:

Zutaten:

  • 4 Steinpflanzen (z.B. Succulenten/Hauswurzen)
  • Kleiner Vogelkäfig oder kleine Teetasse
  • Blumenerde (Menge je nach Größe des Vogelkäfigs oder der Tasse)
  • Moos (nach Bedarf)

Zubereitung:

Steinpflanzen vorsichtig voneinander trennen (sollten z.B. mehrere Pflänzchen in einem Topf sein) bzw. Wurzeln vorsichtig aus der Erde klopfen. In jeden kleinen Behälter eures Vogelkäfig ca. 1 EL Erde einfüllen und darin vorsichtig eine Steinpflanze setzen. Die Wurzeln der Pflanze vollständig mit Erde bedecken und die Erde leicht andrücken. Gerne könnt ihr über die festgedrückte Erde auch noch Moos geben - das sieht nicht nur schön aus, sondern gefällt den Steinpflanzen besonders gut. Aber Achtung: Die Wurzeln der Steinpflanzen sind sehr dünn und fragil, deswegen sollte man beim Um- & Einpflanzen unbedingt achtsam sein, damit die Wurzeln nicht abbrechen. Danach die kleinen Pflänzchen mit einem Zerstäuber mit Wasser befeuchten und fertig ist euer Steinpflanzen-Käfig! Wenn ihr für eure Mama gerne noch eine nette Karte dazulegen möchtet, schaut doch hier vorbei.

Kleiner Tipp: Steinpflanzen sind sehr genügsame Pflanzen und benötigen nur sehr wenig Wasser und Erde, also bitte die Pflanzen nicht in Wasser ertränken.

Kindheitserinnerungen...

Gerne möchte ich euch auch noch von einer lustigen Geschichte aus meiner Kindheit erzählen:

Wieder einmal stand ein großer Gitarren-Abendauftritt in wenigen Tagen bevor und ich habe einfach den richtigen Rhythmus nicht hinbekommen. Mein Mama hat sich kurzerhand eine Plastikbox genommen, sie mit Reis und Linsen gefüllt und mir damit den richtigen Rhythmus vorgegeben. Wie zwei Verrückte aus einer Comedy-Serie sind wir im Kinderzimmer gesessen und haben auf wilde Art musiziert - die Eine auf die Plastikbox eintrommelnd und die Andere auf die Gitarre einhämmernd. Das hat wohl ein lustiges und vielleicht sogar ein klein wenig irres Bild abgegeben. Aber genau dadurch war ich bestens gerüstet für meinen Gitarrenauftritt und habe ihn mit Leichtigkeit überstanden. Danke Mama, du hast mir an diesem großen Tag nicht nur die Angst genommen, sondern mir zusätzlich – an die Erinnerung an den Musikauftritt – ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. 

Mit dieser Geschichte möchte ich allen Müttern und deren Kindern einen wunderschönen Muttertag wünschen. Für mich besteht die Mutter-Kind-Beziehung aus einem Geben und Nehmen und deswegen finde ich, dass man zumindest 1-2x im Jahr der eigenen Mama eine nette Aufmerksamkeit schenken kann. Ganz ungezwungen, dafür aber mit ganz viel Liebe. Alles Liebe und bis bald ♥

Ostern auf 1.000 m Seehöhe

Dem schlechten Wetter zum Trotz haben wir uns am Ostersamstag auf 1.000 m Seehöhe nach Rohrmoos zur Waldhäuslalm begeben und sind danach bergabwärts zu Fuß nach Schladming spaziert. Eine interessante Wanderroute, zwischen schneebedeckten Bergen, kahlen Wiesen, dichtem Wald und dem wilden Talbach. Der kalte Wind hat uns um die Ohren gepeitscht, aber trotzdem hat sich ab und zu ein kleiner Sonnenstrahl unter der teils dichten Wolkendecke hervor getraut. Und so ging es dick eingepackt mit Fleecepulli, Schal und Regenjacke talabwärts, vorbei an Kuhherden, grasenden Pferden, stillen Orten, rauschendem Wasser, kleinen Holzhütten und dem sogenannten Toteisboden.

Ruhig, ruhiger, Toteisboden

Ein auffälliger Bereich im Rohrmooser Untertal besteht aus dem sogenannten Toteisboden (auch Steilhangmoor genannt). Der Bereich steht seit 1968 unter Naturschutz und stellt aufgrund von Lage und Ausprägungen eine ökologische Besonderheit dar. Bei Toteisboden handelt es sich um "moosüberkleidete Kaltluftblockhalde", wodurch eine besondere Vegetation hervorgerufen wird, wie zum Beispiel Rotes Torfmoos und Zwergbirken. Zusätzlich befindet sich am Toteisboden im Untertal eine hohe Artenvielfalt von Flechten, Moosen, Farnen sowie lichenicolen Pilzen. Der Boden entstand bereits vor über 10.000 Jahren in der Eiszeit, als durch einen Bergsturz eine „Schutthalde“ aus großen Felsblöcken entstand. Die Felsblöcke sind heute locker aufgeschichtet, wodurch ein Windröhrensystem entsteht, das den Boden extrem abkühlt – sogar im Sommer. Der Boden ist teilweise sogar so kalt, dass selbst im Frühsommer Eis vorhanden ist. Toteisboden lässt sich einerseits durch die gelben Wiesen und andererseits die Vegetation, wie etwa Rotes Torfmoos, gut erkennen.

Inmitten des Toteisgebiets befindet sich ein kleiner Lehrpfad, an dem man die besonderen Eigenschaften dieses Bodens nochmals bestaunen kann. Tief rosarote kleine Pflänzchen tummeln sich auf dem wilden und teils urig wirkenden, muggeligen Boden und versetzen einen kurzerhand in eine andere Welt. Ich fühle mich so, als würden umgehend kleine Hobbits aus ihren Höhlen gekrochen kommen und mich auf eine besondere Reise entführen.

Es wirkt sehr still hier - weder Vogel, noch Eichkätzchen lassen sich blicken. Ich könnte stundenlang auf die kleinen roten Pflänzchen starren und ihrem Grund nachgehen, wohin sie verlaufen bzw. wo und wann sie sich mit anderen Pflanzen verbünden. Denn so schnell kann man gar nicht schauen, verschwimmen die tiefroten Töne auf einmal mit einem satten Hellgrün und dieses Grün wird wiederum langsam zu einem Braunton, bis schließlich der natürliche Waldboden beginnt. Das hier ist ein wahres Naturschauspiel, das ihr euch unbedingt einmal anschauen müsst.

Nähere Infos zum Wanderweg Wilde Wasser und die Eigenschaften von Toteisboden findet ihr hier

Für die knapp 7 km vom Untertal nach Schladming benötigt man zu Fuß in etwa 1,45 Std. Der Schluss des Wanderweges führt über den Talbachweg – über den ich euch hier bereits ausführlich erzählt habe – und man wird mit einem beeindruckenden Panorama über das Dachsteingebirge belohnt.

Nach dem beeindruckenden Spaziergang/Wanderweg ging es für uns ab zur Familie und zur Spielesession mit den Kids. Hoffentlich hattet ihr ebenfalls ein schönes und vor allem erholsames verlängertes Osterwochenende, mit ganz viel Freude, Spaß und Genuss, einer gesunden Portion Familientalk und einem köstlichen Osterschmaus. Alles Liebe und bis bald ♥ 

Federleichtes Osterfest

Und jährlich grüßt der Osterhas'

Wow...ich kann es kaum glauben, dass schon wieder das erste Quartal von 2017 um ist und sich Groß und Klein langsam aber sicher auf den Osterhasen vorbereiten. Bewundernswert finde ich all jene Mütter und Väter, die neben ihrem Vollzeitjob auch noch mit ihren Kindern Ostereierfärben und kleine Osternesterl basteln. Ich gebe zu - das Ostereierfärben ist mir heuer einfach zu viel Aufwand gewesen und Ostereierausblasen habe ich schon vor Jahren aufgegeben - wie schafft man es bitte, den Inhalt eines Eies aus einem Miniloch zu pusten?! Entweder bin ich zu klein oder habe zu wenig Puste, aber bei mir hat das noch nie wirklich funktioniert. Deswegen bin ich dieses Jahr auf die "Short Time Version" der Ostervorbereitungen umgestiegen und teile gerne mit euch meine zwei Short Time DIY Ostereier-Ideen. So simpel und schnell können Ostervorbereitungen sein ;)

1. Federnspiel:

Für das Federnspiel braucht ihr lediglich ein paar kleinere Federn und ein schönes Band eurer Wahl. Ich habe mich für einen Weiß/Gold-Faden und Federn von Depot entschieden. Der Faden ist recht dünn und daher lässt er sich gut binden. Und natürlich benötigt ihr Eier - am besten weiße, da dadurch die Federn und das Band besser zur Geltung kommen.

Und so funktioniert's:

Eier für ca. 10 Minuten in heißem Wasser kochen, bis sie hart sind. Am besten ihr wartet kurz, nachdem ihr sie aus dem Kühlschrank genommen habt (damit sie nicht springen) und legt die Eier bereits in das Wasser, wenn es noch kalt ist. Eier anschließend vorsichtig aus dem Wasser nehmen und abschrecken - dann abkühlen lassen. Sobald die Eier abgekühlt sind ein Stück Faden um das Ei wickeln und mit einem leichten Knoten eine kleine Feder befestigen. Den Faden passend zur Größe des Eies abschneiden und fertig ist euer Federnspiel zu Ostern!

2. Glanz & Glamour:

Joanna von Liebesbotschaft hat bereits 2014 diese entzückende Osteridee mit Glitzer auf ihrem Blog veröffentlicht - da konnte ich einfach nicht widerstehen und musste sie ausprobieren. Für die Glanz & Glamour Osterversion benötigt ihr ebenfalls weiße Eier, Sprühkleber und Bastelglitzer (z.B. von Folia - die Farbe könnt ihr natürlich frei wählen). 

Und so funktioniert's:

Eier wie oben beschreiben ca. 10 Minuten köcheln, danach abschrecken und abkühlen lassen. Anschließend die Eier auf eine großflächige Unterlage legen (z.B. ausgelegtes Zeitungspapier, Packpapier, Karton etc.) und eine Seite der Eier (nicht zu großflächig) mit Sprühkleber besprühen. Nun vorsichtig das Glitzer auf der mit Sprühkleber besprühten Seite verteilen. Achtung: Das erfordert ein wenig Feingefühl und Geschick. Vielleicht probiert ihr das Ganze vorher an einem anderen Objekt aus. Mit ein wenig Übung gelingt es aber ganz gut. Danach leicht mit dem Finger über das Glitzer streichen, damit es gut am Ei haftet. Das Glitzerei anschließend trocknen lassen und schon ist euer Glanz & Glamour Osterei fertig!

Ich freue mich, wenn ihr eine dieser wirklich schnellen Osterideen ausprobiert oder vielleicht habt ihr euer eigenes Osterritual, das ihr gerne mit mir teilen möchtet!? Ich darf euch auf jeden Fall jetzt schon ein wundervolles Osterfest wünschen. Mit ganz viel Zeit für eure Familie und Freunde, einem traumhaft schönen Wetter und vielen erholsamen Stunden - ganz weit weg vom Alltagsstress. Ich werde mir wieder ein bisschen Auszeit mit meinem Mann und meiner Familie gönnen und kann es kaum erwarten. Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia_k.jpg

Produkte:

  • Weiße Mini-Etagere & Rentiermoos - Depot

  • Weißes Leinentuch - H&M Home

Wenn es von Herzen kommt...

...dann schreib es lieber mit der Hand!

Es gibt tatsächlich Menschen, die kaum noch mit der Hand schreiben - Computer und Handy sei dank. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Da ich ein sehr visueller Typ bin, brauche ich meine eigene Handschrift, um mich an Dinge erinnern und sie besser einordnen zu können. Auch beim Lernen habe ich früher schnell gemerkt, dass mir handschriftliche Mitschriften besser in Erinnerung bleiben, als Texte, die mit dem Computer verfasst werden. Vielleicht bin ich genau deswegen ein ganz großer Fan von Papeterie - sei es in Form von Grußkarten, kleinen Notizbüchern und Heftchen oder als Kalender. Ich schreibe für mein Leben gerne und mache mir über alles Notizen (mein Arbeitsplatz sieht aus wie ein einziger Post-it-Unfall) - auch wenn meine Handschrift nicht immer einfach zu entziffern ist. Und ich werde definitiv auch in Zukunft handschriftliche Notizen jenen mit dem Computer verfassten vorziehen. 

Grußkarte "Do something good today.", Notizbuch "You & Me", Notizbuch "Make today amazing", Planer, Grußkarte "Wishing you the Happiest of Birthdays", Füller in Roségold, Heftklammern in Roségold

I am in love

Normalerweise halte ich mich mit Empfehlungen zu Produkten oder Geschäften eher zurück, aber seitdem die liebe Teresa von Paperbird bei mir einen Workshop besucht hat, bin ich hin und weg von ihren Produkten und ich möchte euch ihren Shop nicht vorenthalten. Für all jene, die ihr Herz ebenfalls an die Papeterie verschenkt haben, denen kann ich den besonders entzückend gestalteten Papeterie-Shop namens Paperbird im 3. Bezirk in Wien absolut ans Herz legen. Meine absoluten Highlights von Paperbird sind einerseits die von Inhaberin Teresa selbstgemachten Paperbirds in allen möglichen Farben und Größen und andererseits die Einrichtung dieses entzückenden Ladens. In jeder Ecke warten kleine Besonderheiten, die man auf diese Weise noch nicht gesehen hat, oder nette Geschenksideen, wie etwa Grußkarten, edles Schreibset, Notizbücher, Kalender, Heftklammern etc. Wem der Weg  zu weit ist, der kann auch einfach im Online-Shop stöbern und sein Lieblingsstück direkt online bestellen.

Ich stelle euch heute meine Lieblingsprodukte von Paperbird in Altrosa und Rosé vor - I am absolutely in love :)

Glutenfreie Süßigkeiten

Und weil Macarons immer gehen und den Frühling irgendwie noch eine Spur frühlingshafter machen, habe ich die kleinen glutenfreien Süßigkeiten gleich zur wundervollen Papeterie hinzu platziert. Dieses Mal habe ich übrigens die LaaKronen von der Konditorei Oberlaa probiert. Himbeere & Caramel sind meine absoluten Favorites und Champagner in zartem Gold versüßt den Tag noch ein kleines Stückchen mehr ;)

Ich hoffe ihr schaut einmal bei der lieben Teresa von Paperbird vorbei und habt dank ihrer Produkte wieder Spaß an Handgeschriebenem bzw. bereitet ihr vielleicht sogar jemand anderem eine Freude. Alles Liebe und bis bald ♥

Cornelia_k.jpg

P.S. Vielen Dank liebe Teresa für die Zurverfügungstellung deiner wunderschönen Papeterie.

Ice Ice Baby

Beerentraum

Ein paar kleine Heidelbeeren im Frühstücksmüsli, ein leckerer Smoothie mit Himbeeren zu Mittag und am Nachmittag dann noch ein Schälchen Joghurt mit Erdbeeren. Wer meinen Blog verfolgt und mich kennt weiß, dass ich ohne Beeren nicht kann. Sei es in Form von frischen Früchten, als Pulver (z.B. Acai Pulver von feinstoff), gefriergetrocknet (z.B. die Erdbeeren von NUSSYY sind ein Traum) oder im gefrosteten Zustand - Beeren versüßen mir den Tag. Auch wenn ich weiß, dass die  kleinen Beerchen aufgrund ihres hohen Fruchtzuckergehalts nicht die optimalste Mahlzeit für zwischendurch sind – aber irgendein Laster braucht der Mensch doch ;)

Frosted Berries

Zugegeben, ich bin lange Zeit an der Tiefkühlvariante der kleinen Glücklichmacher vorbei gelaufen und habe sie nicht einmal eines Blickes gewürdigt. Ich dachte mir: "Die frische Variante kann nur besser sein, also greife ich lieber gleich zu dieser". Nachdem ich mich aber seit Anfang des Jahres intensiv mit Grünen Smoothies beschäftige, bin ich auch auf den Geschmack von tiefgefrorenem Obst und Gemüse, wie etwa Erdbeeren, Spinat, Himbeeren etc.,  gekommen.

Es gibt einige Vorteile, die gefrostete Beeren und auch Gemüsesorten mit sich bringen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

  1. Im Vergleich zu frischem Obst und Gemüse hält die tiefgefrorene Variante wesentlich länger und ich muss mir keine Sorgen um Schimmelbefall bzw. die Haltbarkeit der Produkte machen. Außerdem kann ich frosted Berries und tiefgefrorenes Gemüse ganz unabhängig von Jahreszeit und Saison genießen und mir meist sicher sein, dass sich zum Beispiel keine unreifen bzw. frühreifen Beeren im Säckchen befinden. Übrigens sind unversehrte Früchte aus derselben Schale, in der sich auch schimmelnde Früchte befinden, noch essbar.
     
  2. Aufgrund der heutigen Technik ist tiefgefrorenes Obst und Gemüse genauso nahrhaft wie ihre frischen Kollegen, da die Früchte- und Gemüsesorten direkt nach der Ernte schnellstmöglich verarbeitet und gefrostet werden - wodurch dem Verlust von Nährstoffen und Vitaminen entgegengewirkt wird. Gerade Gemüsesorten, wie Karotten und Spinat sind in der tiefgekühlten Variante sogar fast nahrhafter, da diese Produkte im Kühlschrank sehr schnell ihre Nährstoffe verlieren. Das Problem ist, dass durch die Kühlung im Kühlschrank innerhalb weniger Tage ca. 80% der Antioxidantien in den Produkten verloren geht.
     
  3. Vor ein paar Jahren habe ich mir tiefgefrorene Erdbeeren für einen Eisbecher besorgt und war so dermaßen enttäuscht, als mir die Erdbeeren in einem Klumpen aus dem Tiefkühlsack entgegen geflogen sind, dass ich für längere Zeit auf gefrostetes Obst verzichtet habe. Wahrheitsgemäß muss man dazu sagen, dass eingefrorene Erdbeeren und Himbeeren nicht sonderlich günstig sind - auch wenn sie im Vergleich zu frischem Obst weniger kosten – und ich mich über den Erdbeerklumpen daher doppelt geärgert habe. Heute schaut das zum Glück ganz anders aus. Sowohl Himbeeren, als auch Erdbeeren und tiefgefrorener Spinat werden so verpackt, dass sich die Früchte und Gemüsearten getrennt von einander im Tiefkühlsack befinden und daher gut portionierbar sind.
     
  4. In Müsli und Smoothie Bowls schauen tiefgefrorene Beeren richtig cool und stylisch aus. Auch als Topping auf leckeren Desserts machen sich die kleinen Dinger auch besonders gut.

Nachholbedarf für Hersteller

Trotz des ganzen Lobgesangs auf tiefgefrorenes Obst und Gemüse muss ich auch noch eine kleine Rüge loswerden: 

Gerade bei der Kennzeichnung von (vor allem) tiefgefrorenem Obst haben Lebensmittelproduzenten jedenfalls noch Nachholbedarf. Oftmals ist weder ersichtlich, woher die Früchte und Beeren kommen bzw. wo sie geerntet, noch wo sie weiterverarbeitet wurden. Begrüßenswert wäre auch, wenn der Bioanteil an tiefgefrorenen Beeren höher wäre. So jetzt höre ich aber auch schon auf zum Meckern!

Mein Tipp: Besonders im Sommer Müsli und Eis mit tiefgefrorenen Beeren dekorieren und den kühlen süßen Geschmack genießen.

Achtung: Für tiefgefrorenes Obst und Gemüse im Smoothie benötigt ihr einen leistungsstarken Mixer, für den gefrosteter Spinat und Himbeeren kein Problem darstellen. Außerdem sollte einmal aufgetautes Obst und Gemüse schnellstmöglich verzehrt und nicht mehr eingefroren werden.

Mit diesen Worten kann ich euch ruhigen Gewissens in den Frühling und in die angehende Beerensaison starten lassen. Ich hoffe ihr probiert die Tiefkühlvariante von Obst und Gemüse auch einmal aus und überzeugt euch selbst von der hohen Qualität. Alles Liebe und bis bald ♥


PRODUKTE:

  • Bowl in Weiß & Mint - Interio
  • Löffel in Silber - Interio
  • Tuch - Stofftaschentuch von den Großeletern

QUELLEN:

The secret of the rose

Experimentierfreude

Ich komme aus dem Experimentieren und Herumtüfteln mit Lebensmitteln gar nicht mehr heraus, weil es noch so viel zu entdecken gibt. Grüne Smoothie Bowls, Beeren Smoothies im Glas, Superfood Bowls und so weiter. An dieser Stelle muss ich es einfach nochmals erwähnen: Ich liiiieeeebe unseren neuen (Smoothie) Mixer (mehr dazu findet ihr in meinem Blogpost zu "Gesundes für Verliebte").

Dieses Mal habe ich mir gedacht: Rosen sind so eine wundervolle schöne Blumen, warum können sie ihre Schönheit nicht auch im Essen entfalten?! Salate mit essbaren Blüten kennt man ja schon, aber Smoothie mit Rosenblütenknospen habe ich noch nie gehört. Ihr etwa? Also habe ich mir die kleinen Rosenblütenknospen von Sonnentor (Rosa damascena) besorgt – die man nicht nur bedenkenlos essen kann, sondern auch noch aus biologisch dynamischem Anbau stammen – und kurzerhand in meine morgendliche Smoothie Bowl getan. Das Ergebnis ist der absolute Hammer! Aber seht selbst:

Das Geheimnis der Rose

Das Besondere an Rosen ist vor allem ihr feiner Duft und ihre zarte Form. Besonders spannend finde ich den Geschmack von Rosen - sei es im Tee oder eben in der Smoothie Bowl. Ich kann den Geschmack aber gar nicht so richtig beschreiben. Vielleicht eine Mischung aus einem süßlichen und leicht erdigen Geschmack - ähnlich wie Erdbeeren. Prinzipiell hängt der Geschmack aber von Sorte und Erntezeit der Rosen ab. Man kann sowohl die Blütenblätter, als auch die Knospen der Rose essen. Rosen haben den Vorteil, dass sie eine Handvoll Nährstoffe, wie etwa Vitamin A, Vitamin C sowie Vitamin B1 und B2 enthalten, und damit für mehr Vitalität sorgen und vor Infektionen schützen.

Achtung: Nicht alle Rosen eignen sich zum Verzehr und vor allem dürfen sie nicht gespritzt sein. Also entweder essbare Rosen (vor allem Duftrosen, z.B. Bauern-, Hunds-, Kartoffel- oder Gebirgsrosen) vom eigenen Garten oder zertifizierte, abgepackte Rosenblüten verwenden. 

Rezept: Rosen Smoothie Bowl mit Heidelbeeren und Acai

Zutaten für den Mixer:

  • 1 Handvoll Spinat (oder tiefgefroren)
  • 1 Banane
  • 1 kleine Handvoll Heidelbeeren
  • 1 kleine Handvoll getrocknete essbare Rosenblütenknospen (z.B. von Sonnentor)
  • 1 Teelöffel Acai Pulver
  • ca. 100 Ml ungesüßte Mandelmilch

Zutaten für das Topping (Menge nach Bedarf):

  • Heidelbeeren
  • getrocknete essbare Rosenblütenknospen

So und nun sitze ich hier an diesem verregneten Sonntag mit meiner leckeren Schüssel voller feiner Zutaten und genieße den zarten Geschmack der Rosen. Nachahmen ist jedenfalls zu Empfehlen ;) Vielleicht habt ihr auch ein paar leckere Smoothie Bowl Rezepte, die ihr gerne teilen möchtet - einfach unterhalb einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich auf eure Beiträge und Rezepte ;) Alles Liebe und bis bald ♥


PRODUKTE:

Der Natur so nah

Von wegen "Stille & Einsamkeit"

Das Wasser rauscht in Windeseile das Flussbett entlang und schmeißt sich wagemutig die Felswand talabwärts. Von weitem kann man schon die Wassermassen aufgrund des lauten Getöses erahnen. Links und rechts neben dem Weg hängen meterlange Eiszapfen herunter und zeigen den Weg hin zum reißenden Talbach. Unglaublich, wie viel Kraft Wasser doch haben kann. Die Sonne kämpft sich mutig zwischen Zweigen und Ästen ihren Weg durch die Wälder hindurch und es scheint so, als würden die Sonnenstrahlen versuchen auf der Wasseroberfläche zu tanzen. Vögel sitzen in den hohen Bäumen und erzählen bzw. singen uns ihre Geschichte der Welt. Beim Blick gegen die Sonne wirkt es so, als würde es regnen, da dicke Tropfen von den Bäumen herunterpurzeln, die bis vor ein paar Sekunden noch als schwere Schneemasse auf den Tannen lagen. Der Schnee unter meinen Füßen hinterlässt ein knirschendes Geräusch, die Kälte scheint mir gar nichts auszumachen, denn der Moment ist nahezu perfekt. Versunken in dem Schauspiel der Natur, wo weder Stille noch Einsamkeit herrscht, gehe ich den Talbach entlang. 

Knapp 1 1/2 Stunden dauert der Talbachklamm-Rundweg von Schladming nach Rohrmoos-Untertal (Steiermark, Österreich) und jedes Mal schaffe ich den Weg nicht unter 3 Stunden, da ich von Wasser, Licht, Stimmung & Moment so gefesselt bin, dass ich nicht weiß, ob ich mich für den Blick durch die Kamera oder doch lieber einfach nur für das Genießen entscheiden soll. Meistens mache ich beides und genau darum gehen meine Mitmenschen nicht so gerne mit mir Spazieren bzw. Wandern - denn da können einfache Wanderungen schon einmal doppelt so lange dauern, wie angegeben ;)

Zwischen Sonne & Wald

Am Ende der Talbachklamm kommt man an eine wunderschöne Lichtung, mit (meist) viel Sonne, alten Holzhütten, unzählige im Winter mit Schnee bedeckte Wiesen und wir mit einem tollen Blick auf die Planai-West-Gondel und das Hochwurzen-Skigebiet belohnt. Genau hier steht man sozusagen am Beginn des Untertals. Plötzlich ist vom tosenden Wasserrauschen nichts mehr zu hören - viel eher machen sich Wiesen, so weit das Auge reicht, ein schmaler Weg zwischen Bergen Richtung "Wilde Wasser" und wunderschönen Bergseen (z.B. Riesachsee) sowie ein unbezahlbarer Blick auf das Dachsteingebirge bemerkbar. Der Weg zurück nach Schladming ist genauso schön und führt ein bisschen oberhalb vorbei an der Mittelstation der Planai-Gondel direkt in die Stadt.

Tipp: Die Talbachklamm ist bis 24 Uhr beleuchtet und daher auch nachts zu begehen und ein absolutes Highlight. Mit all dem Schnee und dem reißenden Talbach eine wirklich lohnende Tour - auch für Anfänger & Kinder geeignet, da der Weg sehr breit und nur leicht ansteigend ist.

Ich denke man muss kein Naturliebhaber (wie ich) sein, um solch ein Naturschauspiel genießen zu können. Einfach Mütze, Schal und Handschuhe packen, wasserfestes Schuhwerk anziehen, Kamera um den Hals hängen und ab geht es in die Natur. Versprochen: Es lohnt sich! Alles Liebe und bis bald ♥